Pendelnde Studenten: Zug um Zug zum Abschluss

Von Laura Gitschier

Abends von der Vorlesung spontan in die Kneipe? Kurz ein Mittagsschlaf auf dem eigenen Sofa? Das ist für Uni-Pendler nicht drin. Vier Studenten erzählen, warum sie täglich stundenlang in der Bahn und im Auto sitzen, was sie daran nervt - und was ihnen gefällt.

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Studenten im Zug: Jeden Tag eine kleine Bildungsreise
Wenn bei ihren Kommilitonen der Wecker klingelt, dann sind sie meist schon unterwegs. Wenn ihre Freunde abends noch Partys feiern, versuchen sie den letzten Bus zu erwischen. Deutschlands Pendler-Studenten.

Sie fahren täglich mit dem Auto, dem Bus oder der Regionalbahn zur Uni. Einige freiwillig, andere notgedrungen. Sie sitzen stundenlang in der Bahn, um morgens neben ihrem Liebsten aufwachen zu können. Sie frieren am zugigen Bahnhof, weil sie keine Wohnung gefunden haben. Ihre Motive sind unterschiedlich, aber eines verbindet die Pendler: Bus, Bahn und Auto sind mittlerweile ihr zweites Zuhause.

Es ist schwer zu sagen, wie viele Studenten in Deutschland jeden Tag pendeln müssen. Das Deutsche Studentenwerk geht aber davon aus, dass es zuletzt aufgrund der hohen Studienanfängerzahlen und der schwierigen Wohnsituation mehr geworden sind. Viele müssten ins Umland ausweichen.

Hier erzählen vier Studenten, warum sie das tägliche Pendeln hinnehmen wollen und müssen, was sie nervt und was ihnen manchmal auch gefällt. (Klicken Sie auf die Überschriften, um die Protokolle zu lesen.)

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insgesamt 42 Beiträge
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1. Von
zickezackehoihoihoi 08.02.2013
Zitat von sysopAbends von der Vorlesung spontan in die Kneipe? Kurz ein Mittagsschlaf auf dem eigenen Sofa? Das ist für Uni-Pendler nicht drin. Vier Studenten erzählen, warum sie täglich stundenlang in der Bahn und im Auto sitzen, was sie daran nervt - und was ihnen gefällt. Zur Uni pendeln: Studenten erzählen, warum sie das machen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/zur-uni-pendeln-studenten-erzaehlen-warum-sie-das-machen-a-879017.html)
der Bergstraße nach Ludwigsburg. Puh, das ist heftig....Aber ich kann es verstehen. Home is Home.
2. optional
csmart48 08.02.2013
Ja und ? Pendle jeden Tag insgesamt vier stunden zwischen Arbeit und Zuhause ? Wo ist das Problem ? Jedem Arbeitnehmer ist sowas zuzumuten .
3.
tlatz 08.02.2013
Zitat von csmart48Ja und ? Pendle jeden Tag insgesamt vier stunden zwischen Arbeit und Zuhause ? Wo ist das Problem ? Jedem Arbeitnehmer ist sowas zuzumuten .
Nein ist es nicht. Man arbeitet um zu leben, man lebt nicht, um zu arbeiten. Meine Arbeit mach ich, weil ich es muss, mit Mittagspause und Fahrt jeden Tag ca. 9,5h. Ich mache das, damit ich mir die 5h Freizeit, die danach kommen ehe ich in Bett gehe leisten kann. Hätte ich genug Geld, um nicht arbeiten zu müssen und nur meine Freizeit genießen zu können, ich würde es sofort tun. Nur sehr wenige Menschen mögen ihren Job so sehr, dass sie ihn quasi als Hobby sehen. Selbstbsteätigung hole ich mir bei der Arbeit jedenfalls normalerweise nicht. Würde ich meine Pendelzeit von 40min auf 4h erweitern, hätte ich keine Freizeit mehr. Man erwartet heute zwar gerne "erhöhte Mobilität" von Arbeitnehmern, aber es ist einfach unfug, zu behaupten, dass 4h Pendeln normal oder gar zumutbar sei. Vor die Wahl gestellt einen guten Job vor der Haustüre oder einen phänomenalen Job eine Fahrtstunde entfernt zu nehmen, würde ich immer den guten vor der Haustüre wählen. Vor die Wahl gestellt, einen miesen oder vielleicht sogar garkeinen Job vor der Haustüre oder einen brauchbaren eine Fahrtstunde entfernt zu bekommen, würde ich umziehen.
4.
Plasmabruzzler 08.02.2013
Zitat von tlatzMan erwartet heute zwar gerne "erhöhte Mobilität" von Arbeitnehmern, aber es ist einfach unfug, zu behaupten, dass 4h Pendeln normal oder gar zumutbar sei.
4 Stunden für hin und zurück finde ich arg heftig. 2 Stunden finde ich im ertragbaren Rahmen - auch wenn gilt: je weniger Zeit für's Pendeln, umso besser. Pendeln belastet ja auch die Umwelt; aber das Fass möchte ich hier nicht aufmachen. Wenn man ALG I erhält, muss man ggf. auch bis 2,5 Stunden Fahrt auf sich nehmen: zumutbare und unzumutbare Beschäftigung beim ALG I (http://www.sozialleistungen.info/arbeitslosengeld/zumutbare-beschaeftigung.html)
5.
_muskote 08.02.2013
in den abbildungen: drei frauen, nur ein mann. ein auffälliges muster nicht nur bei SPON. männer finden in der darstellung von bildung in den medien kaum noch statt. höchstens als versager, als abschreckendes beispiel.
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