ThemaCampus-RadioRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
23.08.2001
 

Campusfernsehen

Von Seifenopern und römischen Gallierbildern

Von Manuel J. Hartung

Deutschlands Unis machen Fernsehen. Doch die Konzepte sind grundverschieden: In Ilmenau gibt's eine Seifenoper, in Erlangen TV-Vorlesungen. Manche Studenten starten auf dem Campus gar ihre Medien-Karriere.

Ein eigenes TV ist an Deutschlands Unis im Kommen
Zur Großansicht

Ein eigenes TV ist an Deutschlands Unis im Kommen

Gerade einmal 6400 Studenten hat die Uni im beschaulichen Städtchen Ilmenau in Thüringen. Und doch weht durch die Alma mater die Luft der großen weiten Fernsehwelt. Eine TV-Gruppe mit dem Titel "Starwipe" arbeitet an der Ilm, zwei Sendeteams firmieren unter "ISWIsion" und "Kn9", und der Höllenhund Cerberus stand Pate für eine Fernsehcrew, die das Magazin "Tiramisu" produziert.

Hinter den exotischen Namen verbergen sich Arbeitsgruppen des Ilmenauer Campus-TVs "istuff". Nicht nur die Titel sind bunt, die Struktur ist es auch: "Das alles ist fast schon anarchistisch", meint Peter Eckardt, 26 Jahre alter Ex-Sendeleiter eines der beiden TV-Magazine. Zensur? Gibt es nicht. Einflussnahme der Uni? Fehlanzeige. Nur ein regelmäßiges Treffen der Teamchefs koordiniert die Arbeit.

Da das Programm nur in der Uni und in Studentenwohnheimen zu empfangen ist, zeigen die Campus-Filmer auch mal "einen, der einen Joint geraucht hat", berichtet Eckardt. Ärger gab's nicht. Es bleibt ja intern. Die Magazine machen meist mit Ilmenauer Themen auf. Eine Redaktion setzt auf Gewinnspiele, die andere auf Technikthemen. Dabei arbeiten die gut hundert Campus-Filmer in einem virtuellen Studio - "dem Einzigen an einer deutschen Uni", wie Eckardt unterstreicht. Hintergründe simulieren sie lebensecht.

GZSZ Thüringer Art

Gute Zeiten, schlechte Zeiten an der Ilm
Zur Großansicht

Gute Zeiten, schlechte Zeiten an der Ilm

Die Realität simulierten die Thüringer auch bei einer Miniserie. Sie drehten einen Pilotfilm und zwei Folgen einer Seifenoper im Stile von "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" ab. Es geht um Liebe, Sex, Einkaufen und Drogen. "Das war die übliche Leier von Männlein-Weiblein-Geschichten", sagt Soap-Produzent Andreas Apel, 28. Gut eine Woche brauchten die Studenten für jeden Serienteil. Bei RTL läuft das an einem Tag. Vorlesungen zu übertragen, fiele Peter Eckardt etwa nicht ein. Das sei nur "eine Frage der Hörsaaltechnik."

Lesen Sie in Teil 2, wie TV-Vorlesungen ankommen und wie Campus-Filmer später Karriere machten.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik UniSPIEGEL
alles aus der Rubrik WunderBAR
alles zum Thema Campus-Radio

© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Social Networks

Entdecken Sie außerdem UniSPIEGEL auf...






TOP



TOP