Dortmund - 1500 der insgesamt 4000 Dortmunder Studienanfänger wollten sich die ungewöhnliche Semestereröffnung nicht entgehen lassen und waren in die gute Stube des Dortmunder Fußballs gekommen, die fast 69.000 Zuschauern Platz bietet.
Wie das Westfalenstadion gut gefüllt aussieht, werden die Neuakademiker auch bald erleben können: Gastgeber Gerd Niebaum, Präsident des Bundesligaklubs Borussia Dortmund (BVB), versprach den Studenten Freikarten für die Bundesliga-Partie gegen den TSV 1860 München am 16. November.
Auf der Stadion-Leinwand erwartete die Studienanfänger die nächste Überraschung: Der ehemalige BVB-Kicker Knut Reinhardt, der auf dem Weg zum Grundschullehrer selbst im vierten Semester an der Universität studiert, führte seine neuen Kommilitonen in einem virtuellen Rundgang über das Uni-Gelände. Zusammen mit Studienberater Abraham van Veen gab er den Erstsemestern Tipps zu Bibliotheken, Mensa und Kontaktstationen auf dem Campus.
Universitätsrektor Eberhard Becker durfte auch noch ran. Nach einer Kurzvorlesung trat er einen mit Autogrammen der Profikicker gespickten Ball hoch auf die Tribüne, in die Studentenmassen. Wozu die ganze Veranstaltung gut sein sollte, hatte Becker schon im Vorfeld verraten: Der akademische Nachwuchs solle sich in Dortmund auf Anhieb wohlfühlen.
Der Versuch, Erstsemester durch heimische Sportattraktionen an die Stadt zu binden, ist nicht einzigartig. Auch in Köln gibt es in diesem Jahr Freikarten für Studienanfänger. Die werden allerdings nicht vom derzeit nur zweitklassigen Fußballverein, sondern vom Eishockeyklub "Kölner Haie" spendiert.
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