"International Terrorist" stand in großen Lettern auf Bretton Barbers T-Shirt, darunter ein Foto von US-Präsident Georg W. Bush. Der 16-jährige Schüler der Dearborn High School aus dem Bundesstaat Michigan wurde daraufhin vor die Wahl gestellt: Entweder das Hemd ausziehen und umdrehen oder nach Hause gehen.
Bretton Barber ging nach Hause. Der Schüler wollte mit seinem T-Shirt klar machen, dass er den Irak-Krieg ablehnt. "Bush hat inzwischen über 1000 Menschen in Afghanistan getötet - das ist Terrorismus", sagte Barber der Zeitung "The Detroit News". Das T-Shirt hatte er im Internet bestellt.
Ein Sprecher der Schule erklärte, dass die Schüler durchaus das Recht hätten, ihre Meinung zu demonstrieren. In diesem Fall hätten sich die Verantwortlichen allerdings Sorgen gemacht, die Spannungen aufgrund eines drohenden Irak-Krieges noch zu verschärfen.
55 Prozent der 17.600 Schüler in diesem Distrikt sind arabischer Abstammung. Auch die Dearborn High School wird mehrheitlich von arabisch-amerikanischen Kindern besucht. Dearborn ist das Zentrum einer Arabisch-Amerikanischen Gemeinschaft, der rund 300.000 Menschen im Südosten Michigans angehören.
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