Sonntag, 22. November 2009

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15.06.2003
 

Redetalente

Rau zeichnet zwei Schüler aus

Bundespräsident Rau hat zwei Schüler aus Saarbrücken und Bremen zu den besten jugendlichen Debattierern Deutschlands gekürt. Ihr Thema war unter anderem: "Sollen Eltern das Geschlecht ihrer Kinder aussuchen können?"

Ziel von "Jugend debattiert": Reden wie Rau?
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AP

Ziel von "Jugend debattiert": Reden wie Rau?



Berlin - Die Schüler Dominic Divivier (18) aus Saarbrücken und Jakob Michael Gleim (15) aus Bremen sind die besten jugendlichen Debattierer Deutschlands. Sie wurden am Sonntag im Berliner Schloss Bellevue von Bundespräsident Johannes Rau in dem von ihm angeregten Wettbewerb "Jugend debattiert" ausgezeichnet. Die beiden hatten sich bei dem erstmals bundesweit ausgetragenen Wettbewerb unter 16.000 Schülern durchgesetzt. Divivier bereitet sich am Saarbrücker Ludwigsgymnasium auf das Abitur vor, Gleim besucht in Bremen das Alte Gymnasium.

Rau hatte im November "Jugend debattiert" mit dem Ziel gestartet, die politische und sprachliche Bildung durch Training und Wettbewerb in die Schulen zu tragen. Eine lebendige Demokratie brauche die Auseinandersetzung und "das Streiten in gesitteter Form", sagte Rau zu Beginn der Finalrunde. Er wünsche sich, "der Debatte und dem politischen Diskurs den Platz zu verschaffen, den unsere Demokratie dringend braucht".

Die Debatten wurden getrennt für die Klassen 8 bis 10 und 11 bis 13 geführt. Für das Finale in Berlin hatten sich jeweils vier Schüler qualifiziert. Die 14- bis 17-Jährigen hatten als Debattenthema "Soll in Deutschland die Gesamtschule zur Regelschule werden?", die Oberstufenschüler die schwierige Frage "Sollen Eltern das Geschlecht ihrer Kinder aussuchen können?"

Der Wettbewerb ist mit einem Etat von rund fünf Millionen Euro das größte privat finanzierte Vorhaben zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. Nach dem Willen seiner Initiatoren soll er sich als dritter bundesweiter Jugendwettbewerb neben "Jugend forscht" und "Jugend musiziert" etablieren. "Jugend debattiert" wird maßgeblich von der Hertie-Stiftung finanziert und von den Stiftungen Mercator, Heinz Nixdorf und Robert Bosch unterstützt.

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