Dort will der von Attac, Jusos und Linker Liste gebildete ASta-Vorstand der studentischen Initiative "Kulturzentrum" (KUZ) den Geldhahn zudrehen. Hintergrund: Das KUZ hatte den Schriftsteller Thor Kunkel eingeladen, aus seinem Roman "Endstufe" vorzulesen, einem Buch, das sich um Nazis und Porno dreht und von der Kritik nahezu einhellig als wirre Sieg-Geil-Prosa verrissen wurde. Termin war der 20. April, Adolf Hitlers 115. Geburtstag.
"Eine unsägliche Veranstaltung", meint der ASta-Vorstand und fordert nachträgliche Konsequenzen bei den wenig geschmackssicheren Kulturmachern. Die Lesung zeuge von einem "Bewusstsein gegenüber der deutschen Geschichte, das der neue ASta nicht unterstützen möchte", so die Studentenregierung.
"Das ist alles ein rein machtpolitisches Spiel", wehrt sich Andrea Diener vom KUZ. "Da wir uns öffentlich gegen die Sparpolitik des ASta ausgesprochen haben, sollen wir nun offenbar abgestraft werden." Die Wahl des Datums sei zwar ein Fehler gewesen, die "inszenierte Schlammschlacht im Nachhinein" diene aber nur als Vorwand, um das KUZ zu "zerschlagen". Harte Worte findet auch die Grüne Hochschulgruppe: Die Studentenopposition wittert "Willkür" und "Meinungsdiktat" gegenüber dem "nicht linientreuen" Kulturzentrum.
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