Das Studentenwerk Trier startete jetzt das neue Angebot. Drei Mensa-Standorte gibt es dort, und per Kurznachricht erfährt man die tagesaktuellen Speisepläne - erste Hilfe für alle hungrigen Studenten, die gerade nicht im Internet schauen können.
"SMA - Short Message Appetizer" tauften die Großküchenbetreiber ihren Service. "Diese Informationsoffensive eröffnet uns die Gelegenheit zu beweisen, dass unsere Köche alles andere als Einheitsbrei produzieren", frohlockt Andreas Wagner, Geschäftsführer des Trierer Studentenwerks.
Teuer ist der virtuelle Vorgeschmack nicht, nur die netzübliche SMS-Gebühr fällt an. Oder kein Cent, denn bei manchen Betreibern gibt es für Studenten ja Frei-SMS. Damit die hungrigen Handybesitzer nicht den Speiseplan der falschen Mensa erfragen, müssen sie an die Rufnummer 0174/3337322 das Kürzel des Standorts senden, also Geo, Tarforst oder FHmensa.
"Menü" am Display mal anders
Für vorausschauende Hungerleider wird der Küchenserver gleich mit den Menüplänen für die ganze Woche bestückt. Wer wissen will, ob die Köche für Dienstag Delikatessen oder nur die gute alte "Panzerplatte" (paniertes Schnitzel) vorbereiten, tippt nach dem Standortkürzel das Datum ein, etwa 2806 für den 28. Juni.
Das Wort "Display Menü", so die Betreiber, erhalte damit eine ganz neue Bedeutung. Neben der "Empfehlung des Küchenchefs" verschickt die Mensa als "amuse gueule" auch die "Topseller aus dem Komponentenangebot" und die Hauptzutaten des Stammessens, wie das Studentenwerk mit einiger Begeisterung vermeldet.
Der Praxistest zeigt, dass es tatsächlich funktioniert, zum Beispiel am Freitag - die Mensa funkte die Menüfolge in Windeseile. "Der Küchenleiter empfiehlt: Gebackene Scholle Finkenwerder Art (mit Krabben und mageren Speckstreifen) m. Butterreis u. Salat, Stamm: Hausgemachter Gratin (m. Spiralnudeln, Quark, Erbsen, Schinken, Möhren, Zwiebeln und Crème fraîche) auch vegetarisch, Salat, Kompo: Kaiserschmarren mit Staubzucker".
Klingt doch lecker. Am Dienstag gibt es dann Platte ohne Panzer und auf Chinesisch, nämlich "Kompo: Großes Schweineschnitzel Shanghai an süß-saurer Sauce". Das muss man mögen. Die Alternative ist der Vierfachleim für den robusten Studentenmagen: "Penne al quattro Formaggi".
Jochen Leffers
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