Fotomagazin von Studenten: Eingewickelte Eltern, Menschen ohne Gesicht

Im Netz gibt es Millionen Fotos, reicht das nicht? Nein, sagten drei Design-Studenten und gründeten das Fotomagazin "Der Greif". Mit Erfolg: Inzwischen überschütten junge Fotografen sie mit ihren Arbeiten - und die Studenten basteln daraus ein beeindruckendes Werk.

Fotomagazin von Studenten: Stille Wucht Fotos
davidfavrod.com

Man könnte sich jetzt mal ganz schnell lustig machen über das rotköpfige Mädchen mit Melonenhelm im Schilf. Irgendwie vergeht einem aber die Lust darauf, weil das Bild die stille Wucht hat, den Betrachter bis in seine Träume zu verfolgen.

Eine Wirkkraft, die es mit vielen anderen der 133 Fotos teilt, die drei Augsburger Design-Studenten nun in der sechsten, diesmal melancholisch anmutenden Ausgabe ihrer Zeitschrift "Der Greif" veröffentlicht haben. Durch einen Aufruf im Internet und viele Empfehlungen bekamen sie mittlerweile fast 10.000 Aufnahmen von meist jungen Fotografen aus insgesamt 50 Ländern zugeschickt, Tendenz stark steigend. "Greif"-Gründer Leon Kirchlechner kann die Begeisterung für ein gedrucktes Fotomagazin in einer immer stärker vom Internet geprägten Zeit gut verstehen: "Viele Künstler haben die Bilderflut im Netz satt, das Medium Foto wird dort entwertet", sagt er.

Wer das Magazin bestellen oder selbst Fotos einschicken will, kann das bei www.dergreif- online.de tun.

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insgesamt 7 Beiträge
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1.
Geisterkarle 15.01.2013
Das Medium Foto wird weniger durch das Internet entwertet, als dadurch, dass jeder "Idiot" mit seinem Telefon Fotos - nennen wir es vielleicht besser: Aufnahmen... - machen kann. Oder auch sehr "beliebt" sind mir die Leute, die sich eine High-End-Spiegelreflexkamera zulegen aber keine Ahnung davon haben. Da bleibt dann den Einstellschalter auf "Auto" und wenn man sie fragt, welche Verschlusszeit sie nutzen oder welchen ISO-Wert sie eingestellt haben einen angucken, wie ne Kuh wenn's blitzt.
2. Photoshop
blowup 15.01.2013
Zitat von GeisterkarleDas Medium Foto wird weniger durch das Internet entwertet, als dadurch, dass jeder "Idiot" mit seinem Telefon Fotos - nennen wir es vielleicht besser: Aufnahmen... - machen kann. Oder auch sehr "beliebt" sind mir die Leute, die sich eine High-End-Spiegelreflexkamera zulegen aber keine Ahnung davon haben........
Das Medium Foto wird vor allem durch Photoshop etc. entwertet. Einfach was knipsen und ein paar Filter drauf geschmissen, fertig ist das Kunstwerk. Noch einfacher: man nimmt gleich Instagram. Greif ist ein netter Versuch, noch was zu retten. Alternativ kann man auch einen beliebigen Begriff in die Google Bildersuche eingeben. Das Web ist voll von guten Fotos, auch von Amateuren. Klar, den echten Fotofreaks mit der "ich-habe-die-Größte-Attitude", den Pixelpeepern und Objektivvergleichern ist das ein Dorn im Auge. Was ich mich nur frage, ist, wovon die ganzen "Fotografen" eigentlich leben ....
3. Das Geld kann man sich sparen
doc.nemo 15.01.2013
Zitat von sysopIm Netz gibt es Millionen Fotos, reicht das nicht? Nein, sagten drei Design-Studenten und gründeten das Fotomagazin "Der Greif". Mit Erfolg: Inzwischen überschütten junge Fotografen sie mit ihren Arbeiten - und die Studenten basteln daraus ein beeindruckendes Werk. Der Greif: Erfolgreiches Fotomagazin von Augsburger Design-Studenten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/der-greif-erfolgreiches-fotomagazin-von-augsburger-design-studenten-a-873030.html)
Wer sich die Bilder auf der Webseite des GREIF anschaut, kann sich das Geld für das Magazin sparen - es lohnt sich nicht. Was diese Aufnahmen mit Fotokunst zu tun haben sollen, ist schleierhaft. Irgendetwas zu knipsen und es in einer vermeintlichen Kunstzeitschrift zu veröffentlichen, macht es noch lange nicht zur Kunst.
4. Jahre später.....
montesero 15.01.2013
Jahre, fast ein Jahrzehnt nach der Mode hat es jetzt auch die Fotokunst erwischt: Anämisches, Ausgebleichtes, Schrott, Leere und Trostlosigkeit. Die Fotos in Greif sehen alle aus, als seien sie drogenabhängig, magersüchtig und verloren.
5. Trostlos
beatbox 15.01.2013
Diese verkrampften Versuche, künstlerisch zu wirken. Wirkt auf mich wie abgeguckt. Da habe auf Flickr in 5 Minuten etliche, erheblich beeindruckendere und überraschendere Aufnahmen entdeckt.
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