So also stellen sich die Erfinder von Computerspielen das Leben von Studenten vor: die ganze Nacht Party machen und am nächsten Tag dann in der Vorlesung einschlafen. Anschließend mit Freunden abhängen, am Computer zocken, Demos besuchen und Tofu-Hot-Dogs essen.
Auf diesen Klischees baut jedenfalls das neue Erweiterungspack "Wildes Studentenleben" für die Lebenssimulation "Die Sims 3" auf. "Wild" bedeutet dabei allerdings vor allem eines: Stress. Zwischen Wohnheim und Vorlesungssaal lauern in dem Spiel nämlich jede Menge Versuchungen. Stündlich trudeln neue Party-Einladungen auf dem Smartphone ein, außerdem locken immerzu Bowlingbahn, Kino, Schwimmbad oder die Studentenverbindung. Da wird es schwer, regelmäßig die Bibliothek aufzusuchen und an Lerngruppen teilzunehmen. Sich nur ein bisschen beim Professor einzuschleimen, reicht leider nicht aus.
Blöd, dass der Sim auch andauernd Schlaf und Essen braucht und die Körperhygiene nicht vernachlässigen darf. Fängt der digitale Student an zu müffeln, macht er sich bei seinen Kommilitonen nämlich schnell unbeliebt, das kann dem Spieler nicht gefallen. Man ist sowieso dem ständigen Kampf ausgesetzt, für seinen Sim einen guten Platz im Sozialgefüge zwischen Nerds, Sportlern und Rebellen zu ergattern. Ab und an holt er sich auf Partys auch noch schmachvolle Abfuhren. Wie im echten Leben. Genau das könnte man jedoch verpassen, wenn man zu viel Zeit mit der wilden Simulation verbringt.
hak
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