Wort-Akrobaten beim Poetry-Slam: Ich hab da mal ne Geschichte geschrieben...

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Sie fauchen und feixen, bangen und zittern: Bei Poetry-Slams treten die unterschiedlichsten Charaktere auf. Aber was sind das für Leute, die sich mit ihren selbstgeschriebenen Texten auf die Bühne wagen? Manche verführen das Publikum - andere blamieren sich. Eine kurze Typologie.

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Sieben Dichter-Typen: Poeten unter sich
Bei den ersten Poetry-Slams mussten die Organisatoren, die "Slam-Master", noch bangen, ob wenigstens die erste Zuschauerreihe voll wird. Mittlerweile stehen die Leute Schlange: Zum Finale der deutschsprachigen Meisterschaften in Hamburg kamen jüngst 4000 Besucher. Poetry-Slam ist ziemlich hip geworen.

Immer neue Gesichter stehen auf der Bühne und präsentieren dem Publikum ihre selbstgeschriebenen Texte. Jeder Poet ist anders, und doch tauchen immer wieder die gleichen Typen auf: Der Emotionale, der seine Texte dem verstorbenen Vater widmet oder der ganz großen Liebe. Der Freestyler, der unerwartet im Finale landet und das Publikum um Mithilfe bittet. Und der Jungspund, der denkt, eine 2+ in Deutsch reicht zum Siegen.

Der UniSPIEGEL zeigt, wer zur Slammer-Szene gehört: Lesen Sie hier von Urgesteinen, Storytellern, Reisenden, Freestylern, Emotionalen, Intellektuellen und Jungspunden. Zum Weiterlesen auf die Überschriften klicken...

1. Das Urgestein - Tritt außer Konkurrenz auf

2. Der Emotionale - Hat jemand mal ein Taschentuch?

3. Der Storyteller - Entertainment pur

4. Der Reisende - Ein Publikumsmagnet

5. Der Freestyler - "Mist, ich bin im Finale"

6. Der Intellektuelle - "Einmal Schnipopi und 'ne Frico, bitte"

7. Der Jungspund - Hat eine 2+ im Deutsch-LK

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1. I do not
RDetzer 31.03.2012
Wort-Akrobaten beim Poetry-Slam: Ich hab da mal ne Geschichte geschrieben... - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL (http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,793971,00.html)[/QUOTE] only know what means Poetry-Slam, but I like it.
2. wo sind die Poetinnen!?
spree_quelline 31.03.2012
blöder artikel. beim slam machen doch auch frauen mit!
3. Aha...
Le Poonie 04.04.2012
Zitat von spree_quellineblöder artikel. beim slam machen doch auch frauen mit!
Danke, dass das auch jemand bemerkt! Zunächst: Schön, was der Autor versucht hat. Die Betonung liegt hierbei auf ´versucht´und das ´Schön´ist Ironie. Poetry Slam kann alles und dann wiederum alles andere sein. Das liegt daran, dass dieses Format so offen ist. Egal, wer mit was, worüber auf der Bühne steht. Das ist Poetry Slam. Es geht nicht um Kategorien. Die gibt es doch überall und viel zu viel. Sollen die aufgestellten Raster witzig sein? Und dann ist da noch eine Sache: Poetry Slam ist nicht nur textlich, sondern auch menschlich für jeden zugänglich. Das ist das Prinzip von Poetry Slam. Bei einer solchen Auflistung keinen, aber mal so gar keinen Bezug zu ALLEN Menschen, die daran beteiligt sind, zu nehmen, geht gar nicht! "Netter" "Versuch", hätte aber nicht sein müssen!!!
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Daher kommt’s
Der Amerikaner Marc Smith startete die weltweite Poetry Slam Bewegung 1986 in Chicago.
Das sind die Regeln
Die Startplätze werden je nach Slam über eine offene Liste oder über Einladungen des jeweiligen Slam-Masters vergeben. Gelesen werden dürfen nur eigene Texte, Musik und Requisiten sind verboten. Die Dichter stehen untereinander im Wettbewerb und haben ein Zeitlimit. Abgestimmt wird entweder durch eine Jury oder über Publikumsapplaus. Generell gilt: Respect the poets. Die Regeln sind bei jedem Slam ein bisschen anders, Varianten gibt es von Team-Slams über U20-Slams bis hin zu Comedy-Slams. Der klare Unterschied zur Lesebühne besteht im Wettbewerbscharakter eines Poetry Slams.
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