Von Charlotte Haunhorst
Einer der beliebtesten Backpackerjobs ist das "Fruitpicking": Hunderte von Rucksacktouristen werden dafür morgens mit Mini-Lkw auf Felder gekarrt, wo sie Orangen, Äpfel oder Trauben pflücken. Bezahlt wird im Akkord, also pro abgeerntetem Baum oder gefüllter Kiste. Was das faktisch bedeutet, erfuhr Rebecca Wessinghage an ihrem ersten Arbeitstag im australischen Queensland.
Um einigermaßen zu verdienen, hätte sie täglich mindestens 300 Olivenbäume pflegen und beschneiden müssen, im Gepäck ihre Werkzeuge: Säge, Axt, Schere und Handschuhe - letztere, um sich vor dem giftigen Biss der Redback-Spinne zu schützen. Nach drei Wochen kündigte Rebecca. Obwohl sie sich vergleichsweise glücklich schätzen durfte - ihr Arbeitgeber hatte sie wegen der Hitze nur bis zur Mittagszeit schuften lassen. So mancher Backpacker ist von der Feldarbeit unter australischer Sonne mit Hautkrebs nach Hause gekommen.
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