Von Charlotte Haunhorst
Das Konzept "Wwoofing" klingt zunächst fair. Ein weltweites Netzwerk von Farmern verspricht für sechs Stunden Arbeit am Tag freie Kost und Logis. Leider befinden sich die Farmen oft im Nirgendwo, was es schwer macht, zu entkommen, wenn der Job sich als miese Ausbeutung entpuppt. Das erlebte Sabine Hopf im australischen Queensland.
Als Unterkunft wurde ihr ein schimmeliger Caravan mit Plumpsklo zu Verfügung gestellt, die tägliche Mahlzeit erwies sich als Toastbrot. Als Sabine nach fünf Tagen schwer erkrankte, musste sie dem Gastgeber rund 50 Euro Entschädigung für ihren Arbeitsausfall zahlen, erst dann brachte er sie für einen Arztbesuch in die 70 Kilometer entfernte Stadt. Dort fiel sie erst einmal einem Schalterbeamten am Busbahnhof weinend in die Arme.
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