"Work and Travel"-Erfahrungen: Klos putzen statt Affenbabys retten

Von Charlotte Haunhorst

5. Teil: Zähnebleicherin: Uta und der Unterbiss

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Corbis

Erst mal ankommen, dachte sich Uta Hennig. Doch als die junge Frau sich nach ein paar Tagen in Australien auf die Suche nach einem Job begab, merkte sie, wie schwierig es werden würde. Die Abiturientin war in der Ferienzeit angekommen, sämtliche Jobs waren bereits an einheimische Schüler vergeben. Zwei Monate hing sie ohne Perspektive fest, die Zahlen auf ihrem Kontoauszug wurden immer kleiner.

Als Uta den Aufenthalt abbrechen wollte, kam ein Angebot: Zähnebleichen im Einkaufszentrum. 15 australische Dollar gab es pro Patient, geübt wurde zuvor an Freunden. So kam es, dass Uta täglich zehn Gebisse bleichte. Ob sie eine Ausbildung hatte für den Job, ob sie das überhaupt konnte - danach fragte niemand. Drei Monate und rund 720 aufgehellte Zahnreihen später hatte sie zumindest Geld fürs Reisen zusammen. Ihren Plan, Zahnmedizin zu studieren, hat Uta allerdings inzwischen verworfen.

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insgesamt 38 Beiträge
KuGen 22.01.2013
...etwas bitter. Das kann natürlich ein bisher bestens behütetes spätes Kind aus Deutschland nicht wissen. Und Arbeitslosigkeit vor Ort .... gibt es natürlich auch nicht. Die warten dort nur auf unausgebildete deutsche [...]
...etwas bitter. Das kann natürlich ein bisher bestens behütetes spätes Kind aus Deutschland nicht wissen. Und Arbeitslosigkeit vor Ort .... gibt es natürlich auch nicht. Die warten dort nur auf unausgebildete deutsche Jugendliche!
Warum stehen hier nur Erfahrungen von Frauen? ;)
Warum stehen hier nur Erfahrungen von Frauen? ;)
hape! 22.01.2013
Ich selbst habe keine Farmarbeit verrichtet, sondern konnte in Brisbane einen ziemlich gut bezahlten Job machen, weil ich schon eine abgeschlossene Berufsausbildung habe. Und das ist für viele einfach das Problem: Besonders an [...]
Ich selbst habe keine Farmarbeit verrichtet, sondern konnte in Brisbane einen ziemlich gut bezahlten Job machen, weil ich schon eine abgeschlossene Berufsausbildung habe. Und das ist für viele einfach das Problem: Besonders an der Ostküste tummeln sich die ganzen Backpacker und viele davon sind gerade erst von der Schule gekommen oder machen gerade Pause vom Studium. Natürlich kommen dann nur Jobs in der Gastronomie (wenn man in der Stadt bleiben möchte) oder auf der Farm in Frage. Wenn man jetzt noch kein Auto hat, ist man wirklich gekniffen, weil man wie alle anderen mit dem Bus fahren muss und dann in typischen Backpackerfarmarbeitshöllen wie Bundaberg landet. Die sind total überlaufen und die Löhne entsprechend niedrig. Also: Wenn man ne Ausbildung hat, ist man fein raus, wenn nicht, Auto kaufen. Und ganz wichtig: Mit den Leuten in den Hostels reden, die alten Hasen wissen meistens, wo es sich lohnt hinzufahren und wo nicht.
les2005 22.01.2013
OK, 5 Mädels ziehen vom behüteten Zuhause in die große Welt hinaus und staunen, daß man für Geld ARBEITEN muß. Nicht nur mit Affenbabies spielen - nein die pinkeln ja sogar, igitt. Arbeiten sollte doch primär Spaß machen und [...]
Zitat von sysopEin Jahr durch ferne Länder reisen? Geht wunderbar mit dem beliebten Konzept "Work 'n' Travel" - arbeiten und mit dem Lohn Hostels und Bustickets zahlen. Nur ähneln manche Jobs moderner Sklaverei. Fünf Geschichten, wie es nicht laufen sollte. Ein Jahr "Work 'n' Travel": Was alles schief gehen kann - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/ein-jahr-work-n-travel-was-alles-schief-gehen-kann-a-871970.html)
OK, 5 Mädels ziehen vom behüteten Zuhause in die große Welt hinaus und staunen, daß man für Geld ARBEITEN muß. Nicht nur mit Affenbabies spielen - nein die pinkeln ja sogar, igitt. Arbeiten sollte doch primär Spaß machen und der Selbstverwirklichung, nebenher Aufbesserung der Reisekasse dienen. Alles andere ist schockierend und menschenunwürdig, ähm ich meine moderne Sklaverei. Willkommen im richtigen Leben! Was das allerdings mit Work'n Travel zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Die Mädels wären zuhause in Deutschland bestimmt ebenso entsetzt gewesen, wenn sie rein zufällig da ihre erste Begegnung mit der Arbeitswelt gehabt hätten. Dann hätten sie vielleicht auch gelernt, daß viele Menschen ihr Leben lang solche Jobs machen müssen, und zwar ohne daß dabei soviel rausspringt daß ich nebenher Weltreisen finanzieren kann.
also in Australien vedient man doch selbst bei KFC 15-20 AUD die Stunde,,,die 5 Maedels sind da wirklich etwas naiv gewesen, als sie dort anrueckend...und in Sued Afrika weiss man doch, daß die Weissen nur Ausbeutung kennen und da [...]
also in Australien vedient man doch selbst bei KFC 15-20 AUD die Stunde,,,die 5 Maedels sind da wirklich etwas naiv gewesen, als sie dort anrueckend...und in Sued Afrika weiss man doch, daß die Weissen nur Ausbeutung kennen und da ist es egal, ob es weisse Europaer oder schwarze Einheimische sind.
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  • Dienstag, 22.01.2013 – 12:12 Uhr
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