Es gibt eine Folge der Fernsehserie "Die Simpsons", in der Sideshow-Bob droht, Springfield mit einer Atombombe auszulöschen. Außer, augenblicklich wird das Fernsehen abgeschafft. Die Drohung sendet er über alle Fernsehkanäle. Er sagt: "Ich bin mir der Ironie wohl bewusst."
Oder so. Genau weiß ich das nicht mehr. Ich könnte es googeln, aber das geht nicht. Ich will eine ganze Woche auf den Online-Anschluss verzichten. Kein Google, keine E-Mails, kein StudiVZ, kein YouTube, keine Nachrichten.
Das wird nicht einfach, ist mir klar. Neuigkeiten aus der Uni kommen im Studi-Newsletter, die Buchsuche funktioniert digital, selbst die Profs satteln aufs Netz um und stellen die Pflichtlektüre auf ihre Homepage statt in den Seminarordner. Abgesehen davon, dass ich auch zwischenmenschlich auf Online-Netzwerke angewiesen bin. Ich habe in StudiVZ Gruppen für Freunde aus der Heimat und aus dem Journalismus, zum Biertrinken verabrede ich mich online mit Kommilitonen.
Schließlich, und das ist beinahe am schlimmsten: Ich bin ein Informationsjunkie. Ich muss mehrmals täglich die gängigen Nachrichtenseiten absurfen. Und ich wikipedisiere alles, bevor ich auch nur ein Buch aufschlage.
Nun also digitale Funkstille. Eine Woche lang. Los geht's.
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