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Studentinnen mit Hilfsverein: Geld ranschaffen für gute Sachen

Vereinsgründerinnen Caroline Seidel (r.) und Ayla Mayer: Keine Ruhe geben Zur Großansicht
Katrin Binner

Vereinsgründerinnen Caroline Seidel (r.) und Ayla Mayer: Keine Ruhe geben

Sie helfen, wo sie können: Für Caroline Seidel begann ihr Kampf für arme Kinder mit einem Einsatz in Indien. Heute leiten sie und ihre Freundin Ayla Mayer einen Verein, der Zehntausende Euro an Spenden bewegt.

Sie konnte die Kinder von Tenali nicht mehr vergessen. Die Mädchen und Jungen, auf die Caroline Seidel (rechts) während eines Praktikums in der südindischen Stadt traf, gingen so gut wie nie in die Schule, waren schlecht ernährt und mussten zum Teil schon wie die Erwachsenen auf dem Feld oder in Textilfabriken arbeiten.

Als die Abiturientin zurückkehrte und ein Lehramtsstudium in Bamberg aufnahm, lernte sie Ayla Mayer (l.) kennen und erzählte ihr vom Schicksal der Kinder, deren bitterarme Eltern oft kein Geld übrig hatten für Schulgebühren oder medizinische Versorgung. Gemeinsam gründeten Seidel und Mayer 2012 den Verein "Hand des Menschen".

Bei Infoabenden erzählen die beiden 23-Jährigen nun regelmäßig von der Situation in Indien, vermitteln Patenschaften für die Schulkinder aus Tenali und ermutigen Kommilitonen, sich ihnen anzuschließen. Bis heute ist ihr Team auf über 20 Studenten aus Bamberg gewachsen, aktuell unterstützen sie mehr als 700 Mädchen und Jungen, inzwischen auch einige aus Kenia.

Um an Spenden zu kommen, laden die Helfer zum Beispiel zu Benefiz-Aktionen ein und schreiben Firmen an. "Schon mit zehn Euro im Monat ermöglicht man indischen und auch kenianischen Kindern einen Schulbesuch und medizinische Versorgung", sagt Caroline. Eines der größten Projekte von "Hand des Menschen" ist der geplante Bau einer Schule in Sullia, einer Stadt im südindischen Bundesstaat Karnataka.

Dafür hat der Verein bereits 35.000 Euro gesammelt, 55.000 Euro werden insgesamt benötigt. Damit der Kontakt zu den Kindern nicht abreißt, fliegen die beiden Studentinnen regelmäßig nach Indien und nach Kenia. Wenn man die Not der Menschen immer wieder mit eigenen Augen sehe, sporne das an. "Wir werden keine Ruhe geben", sagt Mayer.


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insgesamt 7 Beiträge
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1. 0% Verwaltungskostn auf Dauer machbar?
twister-at 02.03.2015
Hm ob 0% Verwaltungskosten auf Dauer wirklich machbar sind ist fraglich. Selbst wenn man die REisekosten, Portokosten und die reine Arbeit auf die eigene Kappe nimmt, kommen früher oder später meist auch die Kosten für einen Steuerberater usw. hinzu. Bei näherer Betrachtung ergibt sich das "0% Verwaltungskosten", was so vollmundig auf der Seite steht, aber als nicht ganz konsequent, freundlich ausgedrückt da der Jahresbericht ja auch Ausgaben für Porto und Büromaterial ausweist, die zu den Verwaltungskosten gehören. Für "Sonstiges'" wurden über 2000 Euro gezahlt, der Begriff ist recht schwammig. So lobenswert ja der Einsatz ist, aber so ganz ehrlich finde ich das "0% Verwaltungskosten" nicht
2. 0% Verwaltungskostn auf Dauer machbar?
twister-at 02.03.2015
Hm ob 0% Verwaltungskosten auf Dauer wirklich machbar sind ist fraglich. Selbst wenn man die REisekosten, Portokosten und die reine Arbeit auf die eigene Kappe nimmt, kommen früher oder später meist auch die Kosten für einen Steuerberater usw. hinzu. Bei näherer Betrachtung ergibt sich das "0% Verwaltungskosten", was so vollmundig auf der Seite steht, aber als nicht ganz konsequent, freundlich ausgedrückt da der Jahresbericht ja auch Ausgaben für Porto und Büromaterial ausweist, die zu den Verwaltungskosten gehören. Für "Sonstiges'" wurden über 2000 Euro gezahlt, der Begriff ist recht schwammig. So lobenswert ja der Einsatz ist, aber so ganz ehrlich finde ich das "0% Verwaltungskosten" nicht
3. Es geht ohne Verwaltungskosten...
fxe1200 02.03.2015
Man muss sich nur die Mühe machen, die Buchhaltung selbst zu machen, z.B. mit einem Amerikanischem Journal, innerhalb einer Tabellenkalkulation. 2000 Euro unter "Sonstiges" zu verbuchen, fördert jedoch nicht die Transparenz und sollte bei einem gemeinnützigen und besonders förderungswürdigem Verein nicht vorkommen.
4. Ich finde
beleth 02.03.2015
das Engagement einfach Klasse und wünsche dem Verein nur das Beste. Natürlich sucht sich der 08/15 Kommentarschreiberling immer die Schwachstellen heraus, dabei sollte er sich vielleicht einmal Gedanken machen, was für einen Aufwand die beiden Gründerinnen NEBEN ihrem Studium mit dem Projekt auf sich genommen haben. Und das aus uneigennützigen Gründen. Chapeau!
5.
twister-at 02.03.2015
Zitat von belethdas Engagement einfach Klasse und wünsche dem Verein nur das Beste. Natürlich sucht sich der 08/15 Kommentarschreiberling immer die Schwachstellen heraus, dabei sollte er sich vielleicht einmal Gedanken machen, was für einen Aufwand die beiden Gründerinnen NEBEN ihrem Studium mit dem Projekt auf sich genommen haben. Und das aus uneigennützigen Gründen. Chapeau!
ich sehe das Engagement, wie bereits geschrieben, als positiv an, nur sollte nicht mit etwas geworben werden, was sich so nicht halten lässt, das hinterlässt einfach einen seltsamen Nachgeschmack. Es kann gut sein, dass die Damen und Herren das selbst gar nicht bemerken, aber sie sollten es imho eben ändern _damit_ es ihr Engagement nicht schmälert.
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