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Heimwegtelefon: Wir quatschen dich sicher nach Hause

Gewalt auf dem Heimweg: Eines Nachts in einer deutschen Stadt (Symbolbild) Zur Großansicht
TMN

Gewalt auf dem Heimweg: Eines Nachts in einer deutschen Stadt (Symbolbild)

Ängstlich unterwegs? Die Heimwegbegleiter helfen weiter. Zwei junge Berlinerinnen bieten mit ihrer Hotline Mut machende Gespräche zwischen 22 und 2 Uhr morgens. Und wenn es brenzlig wird, alarmieren sie den Notruf.

Wer nachts auf dem Heimweg allein durch die Straßen laufen muss, der hat in der Dunkelheit mitunter ein mulmiges Gefühl. Auch die beiden ehemaligen Studentinnen Anabell Schuchhardt, 29, und Frances Berger, 31, kennen diese Unsicherheit - und haben deswegen nun eine Idee aus Schweden aufgegriffen und das erste deutsche "Heimwegtelefon" gegründet (030-12074182, heimwegtelefon.de).

Zu Beginn nennt der Anrufer sein Ziel und darf bis zur Wohnungstür mit dem Mitarbeiter der Hotline sprechen. "Wenn tatsächlich etwas passiert, kann der dann sofort die Polizei rufen", sagt Berger.

Noch befindet sich das ehrenamtliche Projekt in der Testphase und soll deutschlandweit mit freiwilligen Helfern ausgebaut werden. Schon jetzt sitzen Schuchhardt und Berger jeden Freitag und Samstag freiwillig von 22 bis 2 Uhr am Telefon und lotsen die Anrufer durch die Nacht. Laut Berger verfolgt das "Heimwegtelefon" zwei Ziele: Gespräche, die Sicherheit vermitteln - und Präsenz, wenn der Ernstfall eintritt.

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© UniSPIEGEL 1/2014
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Heft 1/2014 Eine Gebrauchsanweisung für die Hamburger Studentenparadiese "Schanze" und St. Pauli