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Junge Palästinenser: Widerstand ohne Steine in der Hand

Von Sonja Peteranderl

Krieg, Besatzung, ungewisse Zukunft: Die Jugend Palästinas hat gute Gründe, frustriert zu sein. Drei junge Erwachsene aus dem Westjordanland zeigen, wie sich trotzdem etwas bewegen lässt. Sie helfen Kindern, organisieren friedlichen Anti-Siedler-Protest und träumen von einem Ausweg.

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Wütend, aber friedlich: Junge Palästinenser in der Westbank
Sie haben viele Enttäuschungen, aber noch nie einen eigenen Staat erlebt, sind mit Gewalt und Krieg aufgewachsen und kennen das Gefühl, im eigenen Land unerwünscht zu sein und eingeschränkt zu leben: Junge Palästinenser haben oft eine schwierige Vergangenheit - und auch ihre Zukunftsaussichten versprechen nicht viel Gutes.

Ohnmacht, Wut, Aggression: Der Rest der Welt stellt sich den jungen Palästinenser oft als gewaltbereiten Nachwuchsterroristen mit einem Stein in der Hand vor. Steine auf israelische Soldaten zu werfen, ist tatsächlich für manche ein Ventil, vor allem für Jugendliche. Doch viele finden Wege, die nicht dem gewalttätigen Klischee entsprechen, um mit ihrer ständigen Ausnahmesituation umzugehen.

Wajdi Yaeesh, Tamer Atrash und Abood Ali leben in den ehemaligen Hochburgen des palästinensischen Widerstands im Westjordanland, in Hebron, Nablus, Bethlehem. Einer hilft traumatisierten Kindern, einer organisiert friedlichen Widerstand und einer träumt von einem Job, der für mehr Verständnis sorgt.

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1. Die Entstehung der Intifada ist nicht unwichtig!
_sobieski 13.12.2011
Ein gewohnt einseitig-tendenziöser Bericht kommt natürlich nicht überraschend, SPIEGEL ist eben SPIEGEL. Zu der Intifada fehlen natürlich dem jüngeren Leser wichtige geschichtlichen Informationen: vielleicht sollte man unterstreichen, dass vor der 1. Intifada in der s.g. Westbank die beste medizinische Versorgung und die beste Schulbildung der arabischen Welt existierten. Die Intifada, deren Entstehung auf gemeinschaftliches Beleidigsein als Reaktion auf den (zuvor abgesprochenen, aber das unterschlägt man so gerne) Besuch von Ariel Sharon auf dem Tempelberg zurückzuführen ist, hat nicht nur sehr viele Menschen auf beiden Seiten das Leben gekostet, sondern eben diese Errungenschaften zerstört. Sollte die Arbeit der jungen Männer friedlich bleiben, kann man davon ausgehen, dass sie entsprechende Reaktionen der Gegenseite hervorrufen wird.
2. einseitig
herr-vorragend 13.12.2011
Zitat von _sobieskiEin gewohnt einseitig-tendenziöser Bericht kommt natürlich nicht überraschend, SPIEGEL ist eben SPIEGEL. Zu der Intifada fehlen natürlich dem jüngeren Leser wichtige geschichtlichen Informationen: vielleicht sollte man unterstreichen, dass vor der 1. Intifada in der s.g. Westbank die beste medizinische Versorgung und die beste Schulbildung der arabischen Welt existierten. Die Intifada, deren Entstehung auf gemeinschaftliches Beleidigsein als Reaktion auf den (zuvor abgesprochenen, aber das unterschlägt man so gerne) Besuch von Ariel Sharon auf dem Tempelberg zurückzuführen ist, hat nicht nur sehr viele Menschen auf beiden Seiten das Leben gekostet, sondern eben diese Errungenschaften zerstört. Sollte die Arbeit der jungen Männer friedlich bleiben, kann man davon ausgehen, dass sie entsprechende Reaktionen der Gegenseite hervorrufen wird.
Ihre "geschichtlichen Informationen" suggerieren, dass die Intifadas völlig überraschend und vor allem grundlos ausbrachen. Das nennen Sie dann wie? Nicht "einseitig-tendenziös"? Lustig. Ich begrüße es sehr, dass die Palästinenser langsam erkennen ihr Ziel eines eigenen Staates am ehesten durch gewaltfreie Aktionen erreichen zu können. Weiter so!
3. Selbstkritische Analyse würde helfen
unsichtbarergeist 14.12.2011
Zitat von sysopKrieg, Besatzung,*ungewisse Zukunft: Die Jugend Palästinas hat gute Gründe, frustriert zu sein. Drei junge Erwachsene aus dem Westjordanland zeigen, wie sich trotzdem etwas bewegen lässt. Sie helfen Kindern, organisieren friedlichen Anti-Siedler-Protest und träumen von einem Ausweg. http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,802113,00.html
Den Menschen dort würde auch eine selbstkritische Analyse der dortigen Bevölkerungsentwickung helfen. In den sog. palästinensischen Autonomiegebieten gebähren Frauen im Schnitt 6 Kinder, und die Bevölkerung ist geradezu explodiert. Aus einer kleinen Anzahl Flüchtlinge ist somit ein riesiges Volk geworden - perspektivlos und eingezwängt auf viel zu kleinem Raum. Vielleicht sollten die Menschen dort einmal umdenken - hin zu Geburtenkontrolle und einer selbstkritischen Einschätzung dessen, was alles schief läuft.
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