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Nervige WG-Mitbewohner: Von Messie bis Ersti

Von Sonja Leister

Sie sind der Schrecken jeder Studenten-WG: Mitbewohner mit Macken können einem den letzten, wirklich allerletzten Nerv rauben. Manche sind nur eine Herausforderung, andere eine echte Heimsuchung. SPIEGEL ONLINE zeigt die fünf anstrengendsten Typen - und was sie anrichten.

Der Messie

Das Chaos breitet sich strahlenförmig um den Messie herum aus. Ausgehend von seinem eigenen Zimmer sifft er nach und nach alle Ecken der WG zu. Im Schuhregal findest du seine Gebrauchsanweisungen, hinter der Waschmaschine liegen Bonbon-Papierchen, und dreckige Socken von ihm können auch mal in der Besteckschublade auftauchen.

Schuhhaufen: In manchen WGs wohnen ausschließlich Messies
Sonja Leister

Schuhhaufen: In manchen WGs wohnen ausschließlich Messies

Der Messie hat kein Gefühl für Ordnung und Hygiene: Um das zu bekräftigen, lagert er sechs Wochen lang einen Teller mit Chili con Carne im Kühlschrank ein. Dann behauptet er allen Ernstes, dass der eklige Geruch von deinem Gouda-Käse herrührt. Als du ihn aufforderst, den schimmeligen Chili-Matsch zu entfernen, stellt er sich verständnisvoll und tut: NICHTS. Denn eigentlich findet er, dass du übertreibst. Er nennt dich "Oberpingel", wenn er glaubt, dass du's nicht hörst.

Bisweilen tut der Messie sogar so, als sei er beschränkt, nur um sich vor dem Putzen zu drücken. Mit "Kalenderwoche 25: Küche - Johannes" kann er angeblich gar nichts anfangen und fragt dich jedes Mal genervt, womit er diese Woche schon wieder dran ist. Geduldig erklärst du ihm, das diese Zeichen bedeuten sollen: "DU-PUTZT-SOFORT-DIE KÜCHE!"

Zwei Tage später lässt sich der Messie dann herab, den Flur zu saugen. Und kann gar nicht verstehen, warum du schon wieder so zeterst. Als letzte Disziplinierungsmaßnahme bestellst du nun jedes Mal eine Putzfrau, wenn der Messie seinen hygienischen Pflichten nicht nachkommt. Die Reinigungskraft bezahlst du mit dem Geld, das er beim Einzug als Kaution hinterlegt hat - und sicher nie wieder sehen wird.

  • In seinem Zimmer hängt ein Poster von: Keine Ahnung, das Poster ist vor zwei Wochen runtergefallen

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 10 Beiträge
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1. ...
mbberlin, 02.07.2009
Klasse! Sehr amüsant geschrieben!
2. gehört aber irgendwie dazu
skudde 02.07.2009
Mal einen derartigen Mitbewohner in der WG gehabt zu haben gehört irgendwie zum Studium dazu. Sich auch mit wirklich unsozialen oder schwierigen Characteren zu arangieren, schadet sicher nicht. Außerdem entstehen daraus auch oft sehr lustige Situationen ;-)
3. Es gibt noch eine interessante Typologie
GPM 02.07.2009
Hier: Horror in der Wohngemeinschaft - Was jede WG auf Dauer sprengt http://stud-blog.de/?p=191
4. Ein Typ wurde vergessen
dehlite 02.07.2009
Die Zicke Einmal durch unvorsichtiges WG-Gespraech eingefangen ist garantiert, dass das Wohlbefinden der WG dauerhaft geschaedigt ist. Die Zicke wuerde am liebsten alleine in einer tollen Wohnung wohnen, muss aber, da sich ihre oeffentlich verkuendeten Karrieretraeume als Weltklassejournalistin bei einem Online Boulevardmagazin noch nicht erfuellt haben, sich herablassen und in eine WG ziehen. Diese ungerechte Verkennung ihres, doch zu hoeherem Berufenen, Genie nimmt Sie fortan ihren Mitbewohnern uebel und hat an allem und jedem was auszusetzen. Sie besteht auf strikte Trennung im Kuehlschrank und notiert sich nach gemeinsamen Kochen wer, wieviel seiner Lebensmittel zu dem Essen beigetragen hat. Es ist selbstverstaendlich, dass am gemeinsamen Fruehstueck jeder seine eigene Milch verwendet. Will man zusammen mit Freunden noch ein wenig vorgluehen bevor man weggeht kann man sicher sein, dass Sie um 10 in der Kuechentuer steht und – mit einem nur muehsam beherrschten Grinsen – fragt ob man nicht demnaechst plant loszugehen, da Sie morgen so einen wichtigen Tag hat und es schwer sei sich auf ihre Bewerbung zu konzentrieren. Bei gemeinsamen WG Parties wird sie alles dransetzen einen zu uebereden das eigene Zimmer als Tanzflaeche freizuraeumen, da ihres (obwohl das groesste) doch so ungeschickt sei, nur um es spaeter dann komplett verschlossen vorzufinden. In ihrer Lerngruppe die sich zum Sushikochen bei dir in der Kueche einfindet kann man jedoch einiges an billigen Stereotypen lernen und weiss auf jeden Fall wer mit wem, was und ueberhaupt getan hat. Es macht ihr nichts aus sich das komplette IKEA Regal zusammenbauen zu lassen, jedoch kaeme es nie in ihren eingeschraenkten Sinn zum Abgeben der Bierkaesten das eigene Auto von Papi zu leihen (die Versicherung!). Ueberall findet man Zettelchen von ihr, die einen darauf hinweisen, was Sie alles nervt und wie man sein Leben leben sollte. • In ihrem Zimme haengt ein Poster von: Che Guevara
5. Gut getroffen.
08154711, 02.07.2009
Zitat von dehliteDie Zicke Einmal durch unvorsichtiges WG-Gespraech eingefangen ist garantiert, dass das Wohlbefinden der WG dauerhaft geschaedigt ist. Die Zicke wuerde am liebsten alleine in einer tollen Wohnung wohnen, muss aber, da sich ihre oeffentlich verkuendeten Karrieretraeume als Weltklassejournalistin bei einem Online Boulevardmagazin noch nicht erfuellt haben, sich herablassen und in eine WG ziehen. Diese ungerechte Verkennung ihres, doch zu hoeherem Berufenen, Genie nimmt Sie fortan ihren Mitbewohnern uebel und hat an allem und jedem was auszusetzen. Sie besteht auf strikte Trennung im Kuehlschrank und notiert sich nach gemeinsamen Kochen wer, wieviel seiner Lebensmittel zu dem Essen beigetragen hat. Es ist selbstverstaendlich, dass am gemeinsamen Fruehstueck jeder seine eigene Milch verwendet. Will man zusammen mit Freunden noch ein wenig vorgluehen bevor man weggeht kann man sicher sein, dass Sie um 10 in der Kuechentuer steht und – mit einem nur muehsam beherrschten Grinsen – fragt ob man nicht demnaechst plant loszugehen, da Sie morgen so einen wichtigen Tag hat und es schwer sei sich auf ihre Bewerbung zu konzentrieren. Bei gemeinsamen WG Parties wird sie alles dransetzen einen zu uebereden das eigene Zimmer als Tanzflaeche freizuraeumen, da ihres (obwohl das groesste) doch so ungeschickt sei, nur um es spaeter dann komplett verschlossen vorzufinden. In ihrer Lerngruppe die sich zum Sushikochen bei dir in der Kueche einfindet kann man jedoch einiges an billigen Stereotypen lernen und weiss auf jeden Fall wer mit wem, was und ueberhaupt getan hat. Es macht ihr nichts aus sich das komplette IKEA Regal zusammenbauen zu lassen, jedoch kaeme es nie in ihren eingeschraenkten Sinn zum Abgeben der Bierkaesten das eigene Auto von Papi zu leihen (die Versicherung!). Ueberall findet man Zettelchen von ihr, die einen darauf hinweisen, was Sie alles nervt und wie man sein Leben leben sollte. • In ihrem Zimme haengt ein Poster von: Che Guevara
Stimmt, die hat wirklich noch gefehlt.
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