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Preisgekrönter Film: Deutsche gewinnen Studenten-Oscar

Drei Hamburger Filmhochschüler drehten mehrere Monate in Indien einen Kurzfilm und gewinnen dafür nun einen Studenten-Oscar. Welchen sie bekommen, wird erst noch entschieden. Aber für ihren Dozenten steht schon jetzt fest: "Das ist die absolute Krönung."

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Max Zähle, Sin Huh und Stefan Gieren: Absolventen erhalten Studenten-Oscar

Drei Absolventen der Hamburg Media School werden in diesem Jahr einen Oscar bekommen - wenn auch "nur" den Studenten-Oscar. Ob in Gold, Silber oder Bronze, entscheidet sich noch, teilte die Hamburg Media School am Dienstag mit.

Für ihren Kurzfilm "Raju" arbeiteten der Regisseur Max Zähle, der Producer Stefan Gieren und der Kameramann Sin Huh mehrere Monate im indischen Kalkutta. In dem rund 25-minütigen Film geht es um ein deutsches Ehepaar, gespielt von Julia Richter und Wotan Wilke Möhring, das nach Indien kommt, um ein vermeintliches Waisenkind zu adoptieren. Die beiden müssen dann aber feststellen, dass das Kind seinen leiblichen Eltern weggenommen und entführt worden ist.

Die Idee zu dem Film kam Drehbuchautor Zähle nach dem Erdbeben in Haiti und der Diskussion um die Adoption von Waisenkindern aus dem Krisengebiet. "Dann habe ich angefangen, zum Thema Auslandsadoptionen zu recherchieren", sagt Zähle. "Es war dann recht schnell klar, dass Kalkutta ein Drehkreuz des Kinderhandels ist", fügt Produzent Stefan Gieren hinzu.

Zahlreiche Deutsche unter den Gewinnern der vergangenen Jahre

Für die Verleihung des Preises am 11. Juni reisen die drei zur Oscar-Akademie nach Beverly Hills. "Der Studenten-Oscar ist die absolute Krönung", sagte Studiengangsleiter Richard Reitinger, der das Film-Projekt begleitet hatte.

Die Liste der deutschen Studenten-Oscar-Gewinner könnte in diesem Jahr um einen Namen anwachsen:

  • 2008: Reto Caffi für "Auf der Strecke"
  • 2007: Toke Constantin Hebbeln (Berlin) für "Nimmermeer"
  • 2005: Ulrike Grote (Hamburg) für "Der Ausreißer"
  • 2003: Florian Baxmeyer (Hamburg) für "Die rote Jacke"
  • 2000: Florian Gallenberger (München) für "Quiero ser"
  • 1999: Marc-Andreas Bochert (Potsdam) für "Kleingeld"
  • 1998: Thorsten Schmidt (Filmakademie Baden-Württemberg) für "Rochade"
  • 1997: Raymond Boy (Köln) für "Ein einfacher Auftrag"
  • 1994: Katja von Garnier (München) für "Abgeschminkt"
  • 1988: Wolfgang Becker (Berlin) für "Schmetterlinge"

fln/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Merkwürdig, merkwürdig
plietsch 17.05.2011
ist dieser Kunst- und Mediencampus Finkenau wirklich so grandios -- oder warum werden regelmäßig Nachrichten über diese Hochschule, genau wie über die anliegende HfBK oder Bürgersendungen auf TIDE TV, quasi als Live-Ticker veröffentlicht?
2. Was wollen Sie wittern....??
gemamundi 18.05.2011
Zitat von plietschist dieser Kunst- und Mediencampus Finkenau wirklich so grandios -- oder warum werden regelmäßig Nachrichten über diese Hochschule, genau wie über die anliegende HfBK oder Bürgersendungen auf TIDE TV, quasi als Live-Ticker veröffentlicht?
Was meinen Sie denn da zu wittern oder wittern zu wollen ? Einen Abgrund an Landesverrat,Vorteilsgebung oder Hollywood-Beeinflussung ??? Oder sind Sie Hausmeister an einer konkurrierenden Filmhochschule und geben altruistisch Ihr Insiderwissen weiter ? Klären Sie auf - die Verhältnisse und uns...... ;-))
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