Was kostet die Welt? Nairobi, staubig und charmant
2. Teil: Essen und Trinken: Alles da, von Ugali bis Sushi
Viele Ausländer verbringen eine Menge Zeit in Shopping-Malls. Das sind Einkaufsparadiese mit allen Annehmlichkeiten: Kino, Bars und Restaurants, aller Art von Geschäften und mit mindestens einem Riesensupermarkt. In denen gibt es Gemüse und Obst zu Spottpreisen, aber auch importierte Nutella für 9 Euro das Glas. So ist das mit allem: Was aus Kenia kommt, ist günstig, Importware dagegen richtig kostspielig, solange sie nicht aus China stammt.
Angenehm: Europäer mit Heimweh finden in Nairobi fast alles, was sie von zu Hause so kennen. Chai Latte, Sushi und viele internationale Restaurants. Doch leben wie in Darmstadt hat nicht nur beim Nutella seinen Preis: Eine Pizza kostet zwischen 5 und 10 Euro, Gerichte beim Inder zwischen 7 und 14 Euro.
Richtig billig wird es, wenn man sich an die kenianische Küche hält: Ein kenianisches Frühstück aus drei Mandazi, Teigteilchen in Fett ausgebacken, und eine Tasse Schwarztee mit Milch und Ingwer (oft schon mit Zucker gekocht) gibt es für 80 Cent. Fisch-, Rind- oder Ziegeneintopf kostet 1,50 bis 3 Euro. Als Beilage gibt es Sukuma - schmeckt wie Grünkohl - und natürlich die Standardbeilage Chapati oder Ugali. Chapati sind flache Weizenmehlfladen, gebacken auf einem heißen Eisenteller. Ugali ist ein fester, weißer Brei aus Maismehl, ungesalzen und nur mit Soße runterzubekommen. Außerdem sind die Kenianer leidenschaftliche Griller, das Barbecue heißt auf Kenianisch Nyama Choma.
Getränke sind in Kneipen, in denen hauptsächlich Kenianer verkehren, günstig. Einen halben Liter Bier gibt es für 1,20 bis 1,80 Euro, Limonaden (wie der Ostafrika-Klassiker Stoney Tangawizi mit beißendem Ingwergeschmack) und Cola kosten 30 bis 80 Cent. Guten, erschwinglichen Wein sucht man meist vergebens, da hilft nur der Supermarkt mit Importware aus Südafrika oder Europa. Und auch guten Käse zu finden, ist schwierig und echt teuer.
- 1. Teil: Nairobi, staubig und charmant
- 2. Teil: Essen und Trinken: Alles da, von Ugali bis Sushi
- 3. Teil: Transport und Verkehr: Tagsüber Moped, nachts Taxi
- 4. Teil: Feiern und Flirten: Jederzeit zu allem bereit
- 5. Teil: Wohnen und Sicherheit: Ohne Mauer geht es nicht
- 6. Teil: Nairobisch für Anfänger: "Can you buy me lunch?"
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