Alle Jahre wieder die gleiche Frage: Was schenke ich meiner Mutter? Meinem Bruder? Meinem Freund? Meist wollen wir etwas Wunderbares, Einmaliges, Unvergessliches verschenken und stehen hinterher doch in der Parfümerie, im Buchladen oder kaufen Duftkerzen.
Manchmal gelingt aber doch der Clou: Wir finden etwas, über das sich der Vater, die Schwester, die Freundin auch noch Jahre später freuen. Und genau von diesen Geschenken berichten Studenten aus Kenia, den USA und Deutschland.
Joel aus New York beispielsweise hat zu Weihnachten einmal ein selbstkomponiertes Lied verschenkt. Der Titel: Du und ich für immer. "So ganz geklappt hat es nicht", sagt er. "Wir sind inzwischen nicht mehr zusammen." Ian, ebenfalls aus den USA, hat seinem Bruder vor sechs Jahren zu Weihnachten einen Brief geschrieben. Der Bruder musste Weihnachten in einer Klinik verbringen, weil er alkoholkrank war. Ian sagte ihm, dass er immer auf ihn zählen könne, egal wie oft er noch stolpere. "Mein Bruder hat den Brief noch heute", sagt er. Njoroge aus Nairobi hingegen sagt: "Weihnachten bedeutet mir nichts." Früher habe er an Gott geglaubt. Das habe sich geändert, nachdem er in Kenia brutale Stammeskämpfe miterlebte. Heute sagt er: "Weihnachten ist für mich Pomp ohne Inhalt."
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Aufgezeichnet von Fabienne Kinzelmann, Wlada Kolosowa und Christoph Titz
fln
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