Studenten in Japan: "Die Welt mit einem Lächeln retten"

Von Heike Sonnberger, Tokio

Wovon träumen Japans Studenten, ein Jahr nach der Tsunami-Katastrophe? Worauf sind sie stolz, was macht ihnen Angst? Für Yuka, Kota und ihre Freunde steht fest: Leistungsdruck spornt an. Und läuft es mit Jobsuche und Familie rund, ist fast alles wunderbar.

Japanische Studenten: Mein größter Wunsch? Ein guter Job! Fotos
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Sie wollten diese Reise gemeinsam machen. Ihre erste Fahrt in den Nordosten Japans, seit dort ein Jahr zuvor ein Tsunami Häuser, Straßen und Menschen mit sich gerissen und das Atomkraftwerk von Fukushima zerstört hatte. Und so saßen die fünf Soziologiestudenten Yuka, Kota, Maiko, Rina und Daiki aus Tokio in einem Bus in die Katastrophenzone, um mit eigenen Augen zu sehen, was Naturgewalten anrichten können.

Auf der zweitägigen organisierten Busreise besuchten sie die Orte Ishinomaki und Onagawa. Der Bus rollte durch Brachland, wo einst Häuser standen. Am Straßenrand türmten sich immer noch Berge von Sperrmüll. Die Ruinen einzelner Gebäude ragten wie faulige Zähne aus dem Boden.

Eine junge Therapeutin, die im Krankenhaus in dem Küstenörtchen Onagawa arbeitet, sprach von dem Tag, an dem die braune Flut kam. Die fünf Freunde schauten sich Luftbilder an, die die Gegend vor der Katastrophe zeigten - und sahen vor dem Busfenster die triste Gegenwart.

Als der Reisebus am Sonntagabend schließlich zurück in die japanische Hauptstadt fuhr, erzählten die 20- und 21-Jährigen, wovon sie träumen, wovor sie sich fürchten, an was sie sich gern zurückerinnern und wie sie die Welt retten würden.

Yuka: Versucht von innen heraus zu leuchten

Kota: Will Umweltminister werden

Rina: Fühlt sich zu schüchtern

Daiki: Träumt von einer Hochzeit vor 30

Maiko: Fürchtet sich vor einem Erdbeben

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1. Krisen machen konservativ ...
Alfons Emsig 04.05.2012
Auch ich habe beruflich viel mit Japan und Japanern zu tun und stoße immer mal wieder auf das Phänomen der konservativen jungen Leute, welche sich Familie, einen guten Job in einer großen Firma und ein Häuschen in der Vorstadt zum Lebensziel gemacht haben. Rebellion gegen AKW-Betreiber, das Bildungssystem, die Politik, oder das Ausprobieren neuer Lebensentwürfe würden dabei nur unnötig aufhalten. In Deutschland brächte eine solche Umfrage - abgesehen vom einschneidenden Faktor "Naturkatastrophen" - wohl sehr ähnliche Resultate. Hier wollen laut SPON die meisten jungen Ingenieure bei Audi, Siemens oder der Lufthansa arbeiten. Ein Mark Zuckerberg geht aus so einer Einstellung natürlich nicht hervor - weder hier noch in Japan.
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