Studenten-Filmpreis: And the little Oscar goes to... Germany!

In diesem Jahr sind gleich zwei Deutsche beim begehrten Studenten-Oscar unter den letzten drei: Thomas Stuber und Elmar Imanov. Ob Rang eins oder eine Trophäe in Bronze oder Silber entscheidet sich bald. Die Jungfilmer sind schon jetzt "hellauf begeistert".

Großes Kino: Deutsche räumen bei Studenten-Oscars ab Fotos
ifs / Imanov, Blondiau

Der große Oscar wurde in diesem Jahr bereits mit viel Prunk, Protz und Glitzer verliehen, am Wochenende folgt sein kleiner Bruder: der Studenten-Oscar. In diesem Jahr werden zwei junge Filmemacher aus Deutschland einen Oscar bekommen - ob in Gold, Silber oder Bronze entscheidet sich noch.

Unter den letzten drei Kandidaten sind Thomas Stuber und Elmar Imanov sowie der Brite David Winstone. Am Samstagabend wird die Oscar-Akademie in Los Angeles die Trophäe übergeben.

Thomas Stuber von der Filmakademie Baden-Württemberg hat es mit "Von Hunden und Pferden" in die Endrunde geschafft. Der Kurzspielfilm erzählt nach dem Buch des Leipzigers Clemens Meyer die Geschichte von dem arbeits- und mittellosen Rolf. Er verwettet sein ganzes bisschen Geld auf der Pferderennbahn, mit dem erhofften Gewinn will er seinen Hund Piet operieren lassen. 30 Minuten dauert der Film, beim Deutschen Kurzfilmpreis hat er bereits eine Auszeichnung erhalten.

Elmar Imanov reichte seinen Abschlussfilm von der Internationalen Filmschule Köln ein, ebenfalls knapp eine halbe Stunde lang. In "Die Schaukel des Sargmachers" erzählt er die Geschichte eines Vaters und seines behinderten Sohnes Musa im ländlichen Aserbaidschan, wo Imanov geboren ist. Normalerweise verprügelt der Vater seinen schon erwachsenen Sohn, doch als er den Sarg für den eigenen Sohn machen muss, verändert das ihn und die Beziehung.

Der Film ist auf Aserbaidschanisch gefilmt und wird mit englischen Untertiteln gezeigt. "Die Schaukel des Sargmachers" wurde bereits beim Internationalen Studentenfilmfestival Sehsüchte als Bester Kurzspielfilm ausgezeichnet. "Eine super Nachricht - wir sind hellauf begeistert", teilte Imanov mit. "Ein Studenten-Oscar ist mehr als wir uns je erhofft haben."

Der Studenten-Oscar wird in diesem Jahr zum 39. Mal verliehen, diesmal hatten 51 Teilnehmer aus 29 Ländern ihre Filme eingereicht. Mit gleich sieben Filmen war Deutschland am stärksten vertreten. Im vergangenen Jahr hatte der Hamburger Regisseur Max Zähle mit seinem Kurzspielfilm "Raju" die Trophäe in Bronze gewonnen. Auch in den Jahren davor war Deutschland stets gut vertreten:

  • 2011: Max Zähle für "Raju"
  • 2008: Reto Caffi für "Auf der Strecke"
  • 2007: Toke Constantin Hebbeln (Berlin) für "Nimmermeer"
  • 2005: Ulrike Grote (Hamburg) für "Der Ausreißer"
  • 2003: Florian Baxmeyer (Hamburg) für "Die rote Jacke"
  • 2000: Florian Gallenberger (München) für "Quiero ser"
  • 1999: Marc-Andreas Bochert (Potsdam) für "Kleingeld"
  • 1998: Thorsten Schmidt (Filmakademie Baden-Württemberg) für "Rochade"
  • 1997: Raymond Boy (Köln) für "Ein einfacher Auftrag"
  • 1994: Katja von Garnier (München) für "Abgeschminkt"
  • 1988: Wolfgang Becker (Berlin) für "Schmetterlinge"

fln/dpa

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