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StudiVZ-Sonntagsfrage: Etablierte jagen die Piraten

Die Piratenpartei setzt ihren Sturzflug fort, bis auf die Grünen legen alle anderen deutlich zu - doch weiterhin bleiben die Freibeuter stärkste Kraft im politischen Kosmos der StudiVZ und MeinVZ-Nutzer. Die aktuelle Sonntagsfrage in den sozialen Netzwerken macht mehrere fiktive Koalitionen möglich.

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StudiVZ / MeinVZ

Geht den Piraten die Puste aus? Zwar ist die neu gegründete Partei für ein freies Internet noch immer die meistgewählte Gruppierung in der Sonntagsfrage von StudiVZ und MeinVZ - aber die Volksparteien CDU/CSU und SPD konnten deutlich aufholen, die Freibeuter stürzten dagegen um über 14 Prozentpunkte ab.

Bei der vierten aktuellen Sonntagsfrage der sozialen Netzwerke entschieden sich über 111.000 Mitglieder für eine Trendwende im Vergleich zur Vorwoche: Die Piratenpartei verliert den Großteil ihrer Stimmen und liegt mit 24 Prozent jetzt bloß noch knapp vor der CDU. Die Christdemokraten konnten ihr Vorwochenergebnis um weitere fünf Prozent verbessern und erreichen nun 21 Prozent der Stimmen. Platz drei geht an die SPD, sie kletterte um gute vier Prozentpunkte auf 15 Prozent Stimmenanteil. Damit verdrängen die Sozialdemokraten die FDP in dieser Woche vom dritten Rang.

Auf Platz vier landet die FDP trotz ihrer leichten Zuwächsen auf 12 Prozent. Es folgen Bündnis 90/ Die Grünen und die Linke mit jeweils gut acht Prozent, die Grünen verloren in der Online-Wählergunst der Netzwerke als einzige in dieser Woche, die Linke legte leicht zu.

StudiVZ und MeinVZ stellen ihren insgesamt rund 9,5 Millionen Mitgliedern bis zur Bundestagswahl am 27. September in der VZ-Wahlzentrale die klassische Sonntagsfrage: "Wen würdest du wählen, wenn Sonntag Bundestagswahl wäre?"

Bildung mit Cem, Rente mit Angela

In der Wahlzentrale kann sich jeder laufend über die aktuelle Stimmung im Netzwerk informieren und sehen, wie viele Mitglieder sich als Anhänger von welchen Parteien und Politikern eingetragen haben. Zudem treten die Vorsitzenden der Jugendorganisationen deutscher Parteien im Videoduell gegeneinander an. Die Benutzer können sehen und hören, was die Jungpolitiker zu Themen wie Studiengebühren, Cannabis oder zur Kernenergie zu sagen haben.

Auch alte Hasen kommen zu Wort: Nutzer reichen Fragen ein, Spitzenpolitiker antworten per Video. So plauderte schon Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unter anderem über Kinderlosigkeit, Rente und den Generationenvertrag. Cem Özdemir (Grüne) sagte seine Meinung zu Anti-Terror-Maßnahmen, Massentierhaltung und Bildung.

cht

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