StudiVZ-Sonntagsfrage: Union überholt die Piraten

Sind sie gekentert oder ist es nur ein Zwischentief? Die Piratenpartei fällt zwei Wochen vor der Bundestagswahl erstmals auf den zweiten Platz zurück: Nicht mal mehr 20 Prozent bekommen die Freibeuter bei der Umfrage von StudiVZ und MeinVZ. Dafür legen CDU und CSU zu.

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StudiVZ / MeinVZ

Die Beteiligung an der Sonntagsfrage von StudiVZ und MeinVZ ist groß: Über 340.000 Teilnehmer haben mittlerweile ihre Stimme abgegeben - und die politischen Verhältnisse in den sozialen Netzwerken auf den Kopf gestellt. Die Unionsparteien liegen mit 23 Prozent erstmals auf Platz eins und überholen damit die Piratenpartei, die mit 18 Prozent auf Platz zwei landet.

Bei den ersten Sonntagsfragen erreichte die neu gegründete Partei, die für ein freies Internet antritt, noch fast die absolute Mehrheit. Dann verloren die Piraten stetig, konnten aber bis zur Vorwoche den ersten Platz halten.

Jetzt liegt die Union vorne. Die SPD hingegen verharrt bei 15 Prozent. Es folgen, ebenfalls fast gleichbleibend, die FDP mit 13 Prozent und die Grünen mit 10 Prozent, die damit ein wenig zulegen konnten. Die Linke bleibt Schlusslicht, legt aber auch leicht zu, auf etwas über 9 Prozent.

StudiVZ und MeinVZ stellen ihren insgesamt rund 9,5 Millionen Mitgliedern bis zur Bundestagswahl am 27. September in der VZ-Wahlzentrale die klassische Sonntagsfrage: "Wen würdest du wählen, wenn Sonntag Bundestagswahl wäre?"

Spitzenpolitiker antworten auf Nutzerfragen - per Video

In der Wahlzentrale kann sich jeder laufend über die aktuelle Stimmung im Netzwerk informieren und sehen, wie viele Mitglieder sich als Anhänger von welchen Parteien und Politikern eingetragen haben. Zudem treten die Vorsitzenden der Jugendorganisationen deutscher Parteien im Videoduell gegeneinander an. Die Benutzer können sehen und hören, was die Jungpolitiker zu Themen wie Studiengebühren, Cannabis oder zur Kernenergie zu sagen haben.

Auch alte Hasen kommen zu Wort: Nutzer reichen Fragen ein, Spitzenpolitiker antworten per Video. So plauderte schon Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unter anderem über Kinderlosigkeit, Rente und den Generationenvertrag. Cem Özdemir (Grüne) sagte seine Meinung zu Anti-Terror-Maßnahmen, Massentierhaltung und Bildung.

Nachtrag: Die Sonntagsfrage von StudiVZ und MeinVZ ist keine repräsentative Umfrage. Die sozialen Netzwerke hatten in der vergangenen Woche Anzeigeprobleme bei den Zwischenergebnissen, zu denen die VZs im firmeneigenen Blog Stellung nehmen. StudiVZ und MeinVZ teilen weiter mit, dass die wöchentliche Gesamtabrechnung, die auch SPIEGEL ONLINE immer montags bis zum Termin der Bundestagswahl dokumentiert, korrekt ist.

otr

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