Typologie der Festivalgäste: Vandalen, Jünger und Choleriker

Jeden Sommer das gleiche, schmutzige Spiel: Auf alten Flugfeldern und riesigen Weiden werden Festival-Bühnen aufgestellt, wachsen Zeltdörfer, zischt das Dosenbier. Autor Oliver Uschmann skizziert sieben seltsame Gestalten, die man bei Festivals trifft - eine Besucher-Typologie.


Vorfreude ist die schönste Freude - und das gilt ganz besonders für Festivals, findet Oliver Uschmann. Der Musikfanatiker und Autor pilgerte Ende der Neunziger mit 19 Jahren zu seinem ersten Festival. "Ich war der Typ Weltverbesserer und durchaus anstrengend für meine Mitmenschen", sagt er.

Inzwischen ist Uschmann 34 und nicht mehr nur als Fan, sondern auch als Berichterstatter auf Festivals unterwegs. In seinem Buch "Überleben auf Festivals - Expeditionen ins Rockreich" hat er für die Saison 2012 aufgeschrieben, was Novizen über die musikalische Großveranstaltung Festival wissen sollten.

Denn Festivalbesucher sind, sobald sie das Auto abgestellt und die erste Palette Dosenbier ausgeladen haben, nicht mehr sie selbst. Sie mutieren zu ganz bestimmten Typen, denen man auf einem langen Musikwochenende irgendwo im nirgendwo (Wacken, Neuhausen ob Eck, Haldern, Scheeßel und viele mehr) immer wieder begegnet:

Einer kümmert sich rührend um seine Mitzelter. Ein anderer sitzt wie eine Sphinx inmitten des Chaos und man weiß nicht, was er hier eigentlich will. Und der Fahrer des alten VW-Busses ist zwar bald Mitte-Dreißig, hat aber trotzdem seinen Punkrockgeschmack aus den Neunzigern beibehalten.

Ihnen allen hat Uschmann je ein liebevolles Kapitel in seinem Buch gewidmet. Teil 1 aus "Überleben auf Festivals" - die Typologie der anstrengendsten Festivalbesucher, vom Neunziger-Jahre-Kinnbart bis zum Vandalen:

Die Vandalen: Nachts wird es gefährlich

Der Jünger: Es gibt nur diese eine Band

Der Neunziger-Jahre-Kinnbart: Es sollte immer NOFX da sein

Der Kümmerer: Immer helfen, weil es sonst niemand tut

Der Flirter: Hauptsache er riecht gut

Die Statue: Wann steht der Mann vom Stuhl auf?

Der Choleriker: Endlich ein Grund zu zetern

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insgesamt 34 Beiträge
steintor 01.06.2012
es fehlt noch ein Typ: der alte Sack, der nicht alt werden und weiter rocken will....der bin ich...und ich gehe heute zu Rock im Park, mein Bus steht schon drin :-)
es fehlt noch ein Typ: der alte Sack, der nicht alt werden und weiter rocken will....der bin ich...und ich gehe heute zu Rock im Park, mein Bus steht schon drin :-)
bösergutmensch 01.06.2012
selten so einen Blödsinn über Festivals gelesen. ich glaube der Autor war noch nie auf einem...
selten so einen Blödsinn über Festivals gelesen. ich glaube der Autor war noch nie auf einem...
Lexington67 01.06.2012
me too... See you in Wacken, Rain or shine
Zitat von steintores fehlt noch ein Typ: der alte Sack, der nicht alt werden und weiter rocken will....der bin ich...und ich gehe heute zu Rock im Park, mein Bus steht schon drin :-)
me too... See you in Wacken, Rain or shine
philbird 01.06.2012
Ich wette, dass der Autor noch nie auf einem Festival war oder zumindest nicht freiwillig. Peinliche Ansammlung von Klischés die von aussen so wirken mögen, aber dem Realitätstest in keinster Weise stand halten.
Ich wette, dass der Autor noch nie auf einem Festival war oder zumindest nicht freiwillig. Peinliche Ansammlung von Klischés die von aussen so wirken mögen, aber dem Realitätstest in keinster Weise stand halten.
Christofkehr 01.06.2012
so ein richtiges Party-Geschenk-Mitbringsel-Buch. Macht sich gut in der WC-Bibliothek.
so ein richtiges Party-Geschenk-Mitbringsel-Buch. Macht sich gut in der WC-Bibliothek.
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  • Freitag, 01.06.2012 – 08:53 Uhr
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  • Kommentieren | 34 Kommentare
Zur Person
  • Sylvia Witt
    Oliver Uschmann, 34, besucht seit Jahren Festivals im ganzen Land - früher als Fan und nun als Journalist und Schriftsteller. Er hat mehrere Jugendbücher und einen satirischen Männerratgeber geschrieben. Außerdem schuf er gemeinsam mit seiner Frau Sylvia Witt die Romanserie "Hartmut und ich". Das Künstlerpaar wohnt in Herbern in Nordrhein-Westfalen.
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