Aus einem riesigen Karton heraus rüstet Britta die in fließende Röcke gewandeten Teilnehmerinnen erst einmal großzügig mit Plastikblumenketten aus. Britta hat auf den Cook Islands geheiratet und dort ihre Liebe zum Hawaiianischen Hula entdeckt. Sie strahlt, während sie zu entspannten Huki-Huki-Lau-Aloha-Klängen den Grundschritt tanzt, hüftschwingend zwei nach rechts, zwei nach links.
Wir sollen mit Händen und Armen Geschichten erzählen. Die Bausteine für die Geschichten des Lebens - das auf Hawaii von beruhigender Konformität sein muss - sind: Strand, Palme, Hütte, Fischfangen, Kokosnusspflücken.
Brittas Heiterkeit will nicht so recht auf ihre Schülerinnen abfärben, die auch keine Miene verziehen, wenn Britta bei jedem Gang zum CD-Player über eine Delle im Laminat stolpert und fast zu Boden geht. Sie schauen drein, als würden sie für eine nordkoreanische Militärparade üben, während aus dem CD-Player eine liebliche Männerstimme "To my Sweetheart Aloha" säuselt.
Niemand beschwert sich über den politisch unkorrekten Text, zu dem wir anschließend die Hüften kreisen lassen: "Little Brown Girl" handelt von einem dicken weißen Amerikaner, der vor allem deshalb so gern nach Hawaii kommt, weil er sein kleines braunes Mädchen in seine kleine Hütte mitnehmen kann. Wir malen mit beiden Händen eine Frauensilhouette mit großen Brüsten und breiter Hüfte in die Luft und lächeln aufs Meer hinaus.
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