Von Lea Hampel
Wenn ein Lebensabschnitt zu Ende geht, kommt sie unweigerlich auf jeden zu, die Frage: Was tun? Was tun nach dem Abitur, was kommt nach dem Bachelor? Bewerbungen schreiben oder das Leben genießen, voranschreiten oder zur Seite treten?
Viele entscheiden sich, die neue Freiheit für einen längeren Aufenthalt in der Fremde zu nutzen. So auch Philipp Wellmer, Tharaka Sriram, Angela Hahn, Hasan Alatas und Nina Herfert. Alle fünf sind zwischen 20 und 26 Jahren alt und sie alle trieb das Fernweh in die Welt - und der Wille, im Ausland zu arbeiten und etwas zu bewirken.
Sie waren seit September 2009 als "Botschafter in Turnschuhen" unterwegs: So lautet das Konzept des Projekts "Kulturweit", das im Februar 2009 von der Unesco und dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen wurde.
Ihre Einsatzorte sind Kultur- und Bildungsinstitutionen wie der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Vereinten Nationen oder das Deutsch-Archäologische Institut. Sechs oder zwölf Monate sind die Freiwilligen im jeweiligen Land. "Kulturweit" unterstützt sie mit einem Taschengeld und der Vermittlung von Unterkünften.
Bevor sie im August in ihre Heimat zurückkehren, berichten die fünf Turnschuh-Botschafter im SchulSPIEGEL von ihren Erfahrungen in der Ferne. Sie reisten nach Lettland, Bolivien, Israel, Kenia und in die Türkei. Und sie tauchten ein in fremde Kulturen: Nina soll schon verheiratet werden, Philipp ließ sich auf dem Ölberg taufen.
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