| České Budějovice | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Tschechien | |||
| Region: | Jihočeský kraj | |||
| Bezirk: | České Budějovice | |||
| Fläche: | 5556 ha | |||
| Geographische Lage: | 48° 58′ N, 14° 28′ O48.97416666666714.474444444444381 Koordinaten: 48° 58′ 27″ N, 14° 28′ 28″ O |
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| Höhe: | 381 m n.m. | |||
| Einwohner: | 94.754 (1. Jan. 2011) [1] | |||
| Postleitzahl: | 370 01 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | C | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Statutarstadt | |||
| Ortsteile: | 7 | |||
| Verwaltung | ||||
| Oberbürgermeister: | Miroslav Tetter (Stand: 2007) | |||
| Adresse: | nám. Přemysla Otakara II. 1,2 370 92 České Budějovice | |||
| Gemeindenummer: | 544256 | |||
| Website: | www.c-budejovice.cz | |||
| Lageplan | ||||
| Lage von České Budějovice im Bezirk České Budějovice | ||||
České Budějovice (deutsch Böhmisch Budweis oder Budweis)[2] ist mit etwa 95.000 Einwohnern die größte Stadt in Südböhmen und Verwaltungssitz der Südböhmischen Region. Weltweit bekannt ist die Stadt vor allem wegen der Budweiser-Biermarken, jedoch auch als Universitätsstadt und Sitz eines Bistums.
Den Zusammenfluss der Flüsse Moldau und Maltsch wählte 1265 der böhmische König Přemysl Ottokar II. als Ausgangspunkt für die Gründung der Königsstadt Budweis, mit der er seine Machtstellung in Südböhmen festigen wollte. Dafür überließ der König dem Čéč von Budějovice als Austausch die Burg und den Flecken Velešín.
Die Stadt wurde von Oberösterreich aus und vom Böhmerwald her besiedelt, aufgebaut und wuchs dank der königlichen Gunst und der günstigen Lage an der Kreuzung von Handelswegen wirtschaftlich schnell. Für die Treue zur Krone wurde Budweis immer wieder belohnt und mit Vorteilen und Privilegien versehen.[3] Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts wurden zwei Kirchen erbaut und die Stadt mit Mauern umgeben. Im Verlauf des unruhigen 15. Jahrhunderts war das katholisch ausgerichtete Budweis eine wichtige Stütze gegen die Hussiten. Mit seinen 4000 Einwohnern gehörte es zu den größten und wichtigsten Städten des böhmischen Königreiches.
Seit dem 14. Jahrhundert leben in der Stadt auch jüdische Familien, die jüdische Gemeinde wurde jedoch mehrfach an den Rand der Existenz gebracht und zeitweise aus der Stadt vertrieben. Über diese Vergangenheit zeugt heute der jüdische Friedhof.
Das 16. Jahrhundert brachte der Stadt starkes wirtschaftliches Wachstum vor allem durch die Förderung von Silber, aber auch durch die Fischwirtschaft und den Handel mit Salz. Budweis bekam so ein Renaissance-Aussehen. 1569 wurde hier eine Münzstätte errichtet, die Silber verarbeitete, das in den Schachtrevieren um das Städtchen Rudolfov gefördert wurde.
Im Verlauf des Ständeaufstandes und des darauffolgenden Dreißigjährigen Krieges blieb Budweis an der Seite des Kaisers und hielt dem Ständeheer stand. Die moderne Befestigung machte aus der Stadt eine strategisch wichtige Festung, wohin im Verlauf des Krieges einige Male die höchsten Landesbeamten umzogen. In der Kirche wurden die böhmischen Krönungsjuwelen aufbewahrt. Während die eigentlichen Kriegsgeschehnisse nicht viele Schäden anrichteten, vernichtete ein Großbrand im Juli 1641 mehr als die Hälfte der Häuser. Der Wiederaufbau der Stadt dauerte einige Jahrzehnte. Die Ära des Barock veränderte deutlich das Aussehen der Stadt, bereicherte Budweis um eine Reihe religiöser Bauten, unter anderem auch um eines der Symbole der Stadt, den Samsonbrunnen.
Die Theresianischen Reformen in der Mitte des 18. Jahrhunderts machten aus Budweis den Sitz des neu gebildeten Kreises. Zur kulturellen Bedeutung der Stadt trug der Piaristenorden bei, der sich hier 1762 ansiedelte und ein lateinisches Gymnasium einrichtete. In dieselbe Zeit fällt auch die Entstehung des Stadttheaters. Unter Kaiser Joseph II. wurde 1785 das Budweiser Bistum gegründet und zwei Jahrzehnte später ein Priesterseminar und das Philosophische Institut eröffnet.
Das 19. Jahrhundert brachte der Stadt einerseits technischen Fortschritt, andererseits eine moderne bürgerliche Gesellschaft. Die Pferdebahn von Linz nach Budweis, errichtet zwischen den Jahren 1825 und 1832 als erste auf dem europäischen Kontinent, verband Budweis mit der oberösterreichischen Stadt Linz, und gemeinsam mit dem Schiffsverkehr auf der Moldau, der von Adalbert Lanna betrieben wurde, verbesserte sich der Transport von Waren in nordsüdliche Richtung. Dadurch wuchs auch die Bedeutung der Industrie und des Handels. 1847 verlegte die Wiener Firma Hardtmuth die Produktion von Bleistiften und keramischen Waren nach Budweis. Die Stadt erhielt ihre erste große Fabrik. 1871 entstand die Summerauer Bahn nach Linz. Bis 1890 war die Stadt überwiegend deutschsprachig und bildete mit den Dörfern der Umgebung eine deutsche Sprachinsel. Dann erlangte durch die Masseneinwanderung allmählich die tschechischsprachige Bevölkerung die Mehrheit, Bürgermeister blieben jedoch bis 1918 Deutsche – aufgrund des Zensuswahlrechts.
1895 entstand die tschechische Aktienbrauerei, die heutige Brauerei Budweiser Budvar, welche die Stadt international bekannt machte. Als Teil des Protektorats Böhmen und Mähren wurde Budweis 1939 durch die Wehrmacht besetzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Budweis wieder Teil der wiedererrichteten Tschechoslowakischen Republik. Der größte Teil der Deutschen wurde vertrieben. Budweis wurde zur wirtschaftlichen und kulturellen Metropole Südböhmens und 1949 zum Sitz des neu gebildeten Budweiser Kreises. Seit 1991 ist es Sitz der Südböhmischen Universität České Budějovice und seit 2000 Verwaltungssitz der Südböhmischen Region.
Beschreibung: In Rot eine schwarzgefugte gemauerte silberne aus dem Schildfuß aufragende Mauer mit drei aufgesetzten ebenso gebildeten Türmen mit goldenem Spitzdach und goldenem Kreuz, der mittlere Turm ist der höhere und breitere. Vor allen ein roter Schild mit dem böhmischen silbernen Löwen, der goldbewehrt, so gekrönt und doppelschwänzig ist.
Die Stadt České Budějovice gliedert sich in sieben Stadtteile und elf Katastralbezirke.
Die Katastralbezirke Kaliště u Českých Budějovic und Třebotovice liegen als Exklave östlich des Stadtgebietes.
Budweis unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten [4]:
České Budějovice liegt an den beiden Hauptverkehrsachsen Prag–Linz, sowie Wien–České Budějovice–Plzeň.
Diese Nord-Süd-Verkehrsachse ist als Schnellstraße R 3/E 55 von Prag nach Linz ausgeführt. In den nächsten Jahren soll diese zur Autobahn D 3 ausgebaut werden. Die zweite Achse von České Budějovice nach Plzeň ist als Schnellstraße R 20/E 49 ausgeführt.
Daneben existieren diese beiden Verbindungen als Eisenbahnhauptstrecken. Zum einen ist dies die Summerauer Bahn von Linz, welche hier in die Eisenbahnstrecke Nummer 220 nach Prag übergeht. Zum anderen ist dies die Eisenbahnstrecke Nummer 190 nach Pilsen. Beide Strecken sind elektrifiziert. Daneben existieren weitere kleinere Nebenbahnen von und zum Eisenbahnknoten České Budějovice.
2005 gründete die Stadt zusammen mit dem Jihočeský kraj eine gemeinsame Trägergesellschaft für den früheren Militärflugplatz Planá an der südwestlichen Peripherie, der zu Jahresbeginn 2006 vom Militär einer zivilen Nutzung übergeben wurde und bis zum Jahr 2011 für 20 Millionen Euro zum internationalen Flughafen České Budějovice ausgebaut werden soll, auf welchem Flugzeuge der Größenordnung einer Boeing 737 oder Airbus 318 landen können. Jährlich sollen ca. 600.000 Passagiere abgefertigt werden.
Die durch die Stadt fließende Moldau ist seit 2011 zum Teil schiffbar.[5] Auf einem Abschnitt von gut 8 Kilometern findet Personenschifffahrt statt. Das von der EU geförderte Projekt ist Teil des Planes die Moldau bis Budweis schiffbar zu machen. 2010 war die Moldau bis Tyn (Moldaustein) schiffbar. Derzeit laufen die Bauarbeiten für die Staustufen Richtung Budweis. Es ist geplant die Baumaßnahmen bis 2014 fertigzustellen.
Bereits zwischen 1909 und 1914 verkehrte in der Stadt die Gleislose Bahn Budweis, einer der ersten Oberleitungsbus-Betriebe der Welt.
Die ortsansässigen Brauereien setzen wieder verstärkt auf den Namen „Budweis“ bzw. „Budweiser“[6] und halten verschiedene Namensrechte, abgesehen von den USA:
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