| 3sat | |
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| Senderlogo | |
| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | Analog: Kabel Digital: DVB-T, DVB-C, DVB-S, IPTV |
| Länder: | |
| Sendeanstalt: | ZDFORFSRG SSRARD (seit 1. Dezember 1993) |
| Auflösung: | 576i (SDTV)720p (HDTV) (3sat HD) |
| Intendant: | Monika Piel (ARD)Thomas Bellut (ZDF)Alexander Wrabetz (ORF)Roger de Weck (SRG SSR) |
| Programmchef: | Gottfried Langenstein(Vorsitzender der Geschäftsleitung, Direktor europäischer Satellitenprogramme des ZDF) |
| Sendebeginn: | 1. Dezember 1984 |
| Rechtsform: | öffentlich-rechtlich |
| Programmtyp: | Vollprogramm |
| Website: | www.3sat.de |
| Liste von Fernsehsendern | |
3sat ist der Name eines werbefreien öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramms. Als Gemeinschaftseinrichtung wird das Vollprogramm mit kulturellem Schwerpunkt[1] vom ZDF, dem ORF, der SRG SSR (vertreten durch das Schweizer Fernsehen) und den Fernsehanstalten der ARD betrieben. Federführender Sender ist das ZDF, an dessen Standort auch das Sendezentrum mit den Studios für die Eigenproduktionen steht.
Am 1. Januar 1984 startete in Ludwigshafen das dortige Kabelpilotprojekt, zu dem das ZDF das eigens hierzu neu gegründete Programm ZDF-Musikkanal beisteuerte. Doch noch im selben Jahr beschloss das ZDF zusammen mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Schweiz (Schweizer Fernsehen) und Österreichs (ORF) die Gründung eines gemeinsamen deutschsprachigen Kultur-Fernsehprogramms zur Verbreitung über Satellit. Sendestart dieses 3sat (3 für die Zahl der beteiligten Anstalten und Länder, sat für den damals neuartigen Übertragungsweg) genannten Senders war der 1. Dezember 1984. Der ZDF-Musikkanal ging in diesem Programm auf, blieb als Programmmarke für Musik-Sendestrecken innerhalb von 3sat jedoch noch bis Anfang der 1990er-Jahre bestehen. Inzwischen werden Musiksendungen auf 3sat meist unter dem Label Pop around the clock zusammengefasst.
1989 erreichte der Sender 7 Millionen Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Jahr 1990 stieg auch das Fernsehen der DDR mit ein, und es wurde über eine Umbenennung in 4sat nachgedacht. Diese Überlegung wurde jedoch wieder verworfen. Die Mitgliedschaft des DFF erlosch mit der Auflösung der Sendeanstalt gemäß dem Einigungsvertrag am 31. Dezember 1991. Nach Einstellung ihres Satellitenkanals Eins Plus zum 1. Dezember 1993 folgte als Partner die ARD. Damit wurde 3sat zum Vollprogramm. Heute teilen sich die Programmanteile der vier Sendeanstalten auf in ZDF mit 32,5 %, ORF mit 25 %, SRG mit 10 % und ARD mit 32,5 %. Entscheidungen werden im Konsens der Partner getroffen.
1995 startete die Dokumentationsreihe Schätze der Welt, im Oktober 1995 das Kulturmagazin Kulturzeit. Am 2. August 1999 startete das Onlineportal 3sat.de. Zum 15. Geburtstag im Dezember 1999 führte 3sat ein neues Programmschema ein und damit ging das werktägliche Wissenschaftsmagazin nano auf Sendung.
2003 erreichte 3sat 40 Millionen Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, europaweit 85,5 Millionen Haushalte. Seit Juni 2003 sendet 3sat mit einem neuen Design und einem neuen Logo. Dominierende Farbe des neuen Designs ist rot. Auch das Logo erhielt eine rote Note in Form eines roten Rechtecks, das die Drei umgibt; im Gegenzug wurden die vier Kästchen entfernt. Mit der Überarbeitung gingen 49 neue Fernsehspots auf Sendung. Diese Einblendungen, die verschiedene Porträts präsentieren, wurden im Vertigo-Effekt gedreht.
Im Jahr 2005 wurde 3sat gemeinsam mit n-tv kritisiert, weil die Sender Reportagen über Projekte von Hilfsorganisationen wie World Vision und der Christoffel-Blindenmission von diesen finanzieren ließen.[2] Der Deutsche Rat für Public Relations stellte in diesem Vorgang kein unzulässiges Verhalten fest.[3]
2008 erhielten die werktäglichen Sendungen nano und Kulturzeit jeweils ein neues Design und ein neues Studiodesign. Während der Medientage München 2008 wurde bei den „Eyes & Ears of Europe Awards“ die neue Kulturzeit-Studiodekoration mit dem ersten Preis für die „Beste Studiogestaltung“ ausgezeichnet.
2011 bedeutete das Ende für viele langjährige 3sat-Sendungen. Eingestellt wurden die 3satbörse, das Theatermagazin Foyer, das Computer- und Internetmagazin Neues, die Tiersendung Arche Noah, das Gerichtsmagazin Recht brisant und andere.
Der Sender wird über den Satelliten Astra in Europa ausgestrahlt und kann heute in Deutschland und Österreich fast flächendeckend über alle Kabelnetze, in den DVB-T-Empfangsgebieten und über die IPTV-Plattform Telekom Entertain empfangen werden. Im südlichen Afrika ist das Programm über die Sender von Deukom zu empfangen. Einzelne Sendungen sind über einen Live-Stream in der 3sat-Mediathek im Internet zu sehen. In Südtirol wird der Sender seit Mai 2010 von der Rundfunk-Anstalt Südtirol via DVB-T ausgestrahlt. Einzelne Filme werden in Österreich aus rechtlichen Gründen nicht über DVB-T ausgestrahlt, stattdessen wird ein Hinweis gesendet.
Seit 30. April 2012 ist 3sat außerdem in HD-Auflösung zu empfangen. Allerdings verkündete der Sender bereits vorab, dass es aufgrund von Umbaumaßnahmen bis Anfang 2013 nicht möglich sein wird, native HD-Inhalte zu senden. Bis dahin wird das komplette Programm nur hochskaliert zu sehen sein, selbst wenn die Inhalte eigentlich in HD-Auflösung vorliegen. [4]
2009 hatte 3sat in Deutschland einen Marktanteil von 1,1 %, in Österreich von 1,9 % und in der Schweiz von 1,2 %.[5]
Logo von 1984 bis 1993 (ab 1. Dezember 1984 sendete 3sat unter diesem Logo)[6]
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