| A.T. Kearney, Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Incorporated |
| Gründung | 1926 |
| Sitz | Chicago, Vereinigte Staaten |
| Leitung | Paul Laudicina, Vorstandsvorsitzender |
| Mitarbeiter | ca. 2.700 (2008) |
| Umsatz | USD 910 Mio. (2008) |
| Branche | Unternehmensberatung |
| Website | www.atkearney.com |
A.T. Kearney ist eine international tätige Unternehmensberatung. Das Unternehmen wurde 1926 in Chicago gegründet und ist heute mit 57 Büros in 39 Ländern vertreten.[1] Als eigenständige Partnerschaft mit einem Umsatz von 786 Millionen USD (2009)[2][3] und rund 3.000 Mitarbeitern[1] gehört A.T. Kearney zu den größten strategischen Unternehmensberatungen weltweit.[4][5]
Die deutsche Tochterfirma ist die A.T. Kearney GmbH. In Deutschland sind die Unternehmensberater mit Büros in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart vor Ort vertreten.[6] In Österreich betreibt das Unternehmen ein Büro in Wien.[7] In der Schweiz ist A.T. Kearney in Zürich ansässig.[8]
Im Jahr 2010 waren in Deutschland 587 Mitarbeiter bei A.T. Kearney beschäftigt.[1] Im selben Zeitraum erzielte A.T. Kearney Deutschland einen Umsatz von 221 Millionen Euro und konnte sich damit um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessern.[9]
Martin Sonnenschein leitet als Managing Director Central Europe seit 2009 die Geschäfte im deutschsprachigen Raum.[10] Die Beratungsschwerpunkte liegen dabei auf den Themen Wachstum, Innovation, Nachhaltigkeit, Strategische IT, Komplexitätsmanagement sowie Prozessoptimierung von globalen Produktions- und Lieferketten.
A.T. Kearney Deutschland wurde zum sechsten Mal in Folge vom CRF Institute als „Top Arbeitgeber Deutschland 2012“ ausgezeichnet.[11]
Im Jahr 1926 wurde McKinsey & Company gegründet. Andrew Thomas Kearney trat 1929 in das Unternehmen ein und wurde 1935 geschäftsführender Partner.[12] 1939 kam es zur Trennung, wobei McKinsey & Co. nach New York und Boston ging, während McKinsey, Kearney & Co. in Chicago verblieb.[13]
1946 firmierte das Unternehmen in A.T. Kearney & Company um. Tom Kearney ging 1961 in Pension und verstarb am 11. Januar des Folgejahres.
Das erste internationale Büro wurde 1964 in Düsseldorf eröffnet. In den folgenden vier Jahren kamen Büros in Mailand, Paris, London sowie San Francisco und New York hinzu. 1972 wurde das Unternehmen schließlich zu A.T. Kearney. Im gleichen Jahr eröffnete in Tokio die erste Dependance in Asien.[14]
1995 wurde das Unternehmen von dem texanischen IT-Dienstleister und Outsourcing-Spezialisten Electronic Data Systems (EDS) gekauft. Im Januar 2006 wurde A.T. Kearney im Rahmen eines Management-Buy-out wieder ein eigenständiges Unternehmen und feierte das 80-jährige Jubiläum.[15]
Eine geplante Fusion mit der Unternehmensberatung Booz & Company wurden im Juli 2010 nach Sondierungsgesprächen abgesagt.[2][9]
A.T. Kearney veranstaltet verschiedene Benchmarking-Wettbewerbe.
Der Best Innovator ist ein europäischer Innovationswettbewerb, der seit 2004 ausgerichtet wird.[16][17] Mit dem Wettbewerb werden Unternehmen ausgezeichnet, die erfolgreiches und nachhaltiges Innovationsmanagement betreiben.[18] In den vergangenen Jahren haben mehr als 1.200 Unternehmen an dem Wettbewerb teilgenommen.[19]
Der Wettbewerb wird von A.T. Kearney in Zusammenarbeit mit dem Magazin Wirtschaftswoche, der Fraunhofer-Gesellschaft und unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durchgeführt.[20]
Die Fabrik des Jahres/GEO Award ist ein branchenübergreifender Benchmark-Wettbewerb für produzierende Unternehmen.[21] Der Wettbewerb wurde 1992 von A.T. Kearney in Kooperation mit der Wirtschaftszeitung Produktion initiiert und wird seitdem einmal pro Jahr durchgeführt.[22]
Der Wettbewerb wendet sich an produzierende Industrieunternehmen aus der EU sowie den EU-Beitrittsländern, die mindestens 100 Mitarbeiter beschäftigen. Das Bewertungsmodell des Wettbewerbs orientiert sich an den sechs Leistungsdimensionen Kundenzufriedenheit, Qualität, Wirtschaftlichkeit, Agilität, Innovation und Wertgenerierung.[23]
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