Die Albanische Küche ist ein Produkt der natürlichen, kulturellen und historischen Begebenheiten Albaniens und auch der Albaner in anderen Ländern. Eine Besonderheit der albanischen Küche ist die Vielfalt der Zutaten: In der albanischen Landwirtschaft hat sich bis heute eine außerordentliche Vielfalt unterschiedlicher Züchtungen erhalten. Die wichtigsten Nahrungsmittel sind Getreide (Brot, verschiedene Teige und Gebäcke, Nudeln), Kartoffeln, Bohnen, Fleisch, Fisch, Gemüse (von Paprika, Tomaten und Gurken bis hin zu eingelegtem Kohl und Tomaten) und auch viele Früchte und Süßspeisen.
Charakteristisch ist zudem, dass ein Großteil der albanischen Küche der türkischen Küche entstammte, was sich v.a. an den Namen ableiten lässt. Dies ist jedoch grundsätzlich überall auf dem Balkan üblich, wo während der jahrhundertelangen Herrschaft der Türken die Balkanvölker viele Lebensgewohnheiten aus Anatolien übernommen haben.
Für Albaner ist die Hauptmahlzeit des Tages das Mittagessen. Hierzu gehört in aller Regel ein Salat aus frischen Gemüsen wie Tomaten, Gurken, Grüner Paprika, Oliven, Olivenöl, Essig, Salz und Sonnenblumenöl. Die Hauptspeise besteht normalerweise aus Getreide (Reis, Teigwaren, Kartoffeln und aber auch Gemüse) und vor allem Fleisch/Fisch (in Küstennähe und an den großen Inlandseen). Verbreitet in Albanien ist die Meze, unterschiedliche kleine Speisen, mehr oder minder stark zubereitet, die während der ganzen Mahlzeit gereicht werden. An alkoholfreien Getränken sind vor allem die traditionelle Boza und Dhalla, aber auch Mineralwasser, Limonaden und Cola etc. im Handel. Überall in Albanien werden alkoholische Getränke hergestellt und konsumiert, die beliebtesten sind Raki und Bier; die bekanntesten Sorten sind Birra Korça und Birra Tirana. Daneben gibt es heimische Rot- und Weißweine (z.B. albanischer Merlot-Wein[1]) und den bekannten Kognak Skanderbeg. Albaner trinken auch gerne schwarzen Kaffee und Tee.
Bei Mahlzeitbeginn sagt man zu den Leuten am Tisch Ju bëftë mirë! (alb. für Guten Appetit!, wörtlich übersetzt jedoch: Es soll euch gut munden!), diese erwidern es mit Faleminderit, edhe ju gjithashtu! (wörtlich übersetzt: Danke, euch auch!). Tradition ist auch, dass man den Gast/Essenden immer wieder fragt, ob er noch mehr wolle. Man gibt ihm dann mehr, obwohl er vielleicht nicht mehr will/mag, doch es ist beleidigend bzw. unhöflich abzulehnen. Bei Mahlzeitende sagt man dem Aufstehenden, der mit dem Essen fertig ist: A je ngopur? (wörtlich übersetzt: Bist du satt?).
Die Süßspeisen der Albanischen Küche zeigen starken orientalischen Einfluss.
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