Der Sohn des Falk-Stadtpläne-Erfinders Gerhard Falk (1922–1978) und seiner zweiten Frau Evelyn wuchs in Hamburg-Blankenese auf, wo er 1989 auch das Abitur bestand. 1996 verkauften Alexander Falk und seine Schwester Karin Falk ihre ererbten Anteile am Kartografie-Verlag Falk für 50 Millionen DM an die Bertelsmann AG. Mit seinem Anteil am Verkaufserlös gründete und kaufte Alexander Falk anschließend mehrere Unternehmen aus dem Bereich der New Economy.
Zunächst galt Falk als erfolgreicher Internet-Unternehmer. So verkaufte er Ende 2000 seine Firma Ision für 812 Millionen Euro an die britische Firma Energis. Kurze Zeit später ging Energis Pleite und strengte daraufhin einen Prozess gegen Falk an. Ihm wurde vorgeworfen, durch Scheinumsätze den Wert seiner Firma Ision künstlich in die Höhe getrieben zu haben, um einen unrealistisch hohen Verkaufspreis zu erzielen. Falk bestritt jede Schuld. Der mitangeklagte Finanzvorstand gab zwar Scheinumsätze zu, nach seiner Ansicht hätten diese jedoch keinen Einfluss auf den Verkaufspreis gehabt.[1]
Der Fall wurde von Dezember 2004 bis Mai 2008 am Landgericht Hamburg verhandelt. Vom 6. Juni 2003 bis zum 22. April 2005 befand sich Alexander Falk in Untersuchungshaft. Gemeinsam mit ihm waren vier ehemalige Manager angeklagt. Ihnen wurde unter anderem Betrug in einem besonders schweren Fall, Kursmanipulation und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Der aufwändige Prozess (157 Verhandlungstage und 75 Zeugen) führte im Mai 2008 zur Verurteilung Falks wegen versuchten gemeinschaftlichen Betruges und Bilanzfälschung zu vier Jahren Haft.[2] Nach Verbüßung von zwei Drittel seiner Haftstrafe wurde Alexander Falk am 12. August 2011 wegen guter Sozialprognose aus der JVA Glasmoor (Hamburg) vorzeitig entlassen.[3]
Die Revision der Verteidigung vor dem Bundesgerichtshof gegen dieses Urteil hatte keinen Erfolg, wodurch es rechtskräftig wurde. Das Landgericht muss nur noch über Vermögensverfall an den Staat bzw. Schadensansprüche zugunsten Energis entscheiden.[4] Falk besaß ab Januar 2002 mehr als 75 % der Wertpapierhandels- und Investmentbank Hornblower Fischer AG, die in Folge der Ermittlungen gegen ihn im Juli 2003 Insolvenz beantragen musste.[5]
Seine Mutter beging am 15. Dezember 2005, drei Wochen nach dem Tod ihres Lebensgefährten, in ihrem Blankeneser Haus Suizid. [6]
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