| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 48° 32′ N, 7° 59′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Ortenaukreis | |
| Höhe: | 152 m ü. NN | |
| Fläche: | 38,03 km² | |
| Einwohner: |
9.802 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 258 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 77762 - 77767 | |
| Vorwahl: | 07805 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 17 005 | |
| LOCODE: | DE APW | |
| NUTS: | DE134 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Ortenauer Straße 13 77762 - 77767 Appenweier | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Manuel Tabor | |
| Lage der Gemeinde Appenweier im Ortenaukreis | ||
Appenweier ist eine Gemeinde des Ortenaukreises in Baden-Württemberg und liegt rund sieben Kilometer nördlich von Offenburg.
Appenweier besteht aus der Hauptgemeinde Appenweier (4075 Einwohner), dem für Meerrettichanbau bekannten Ortsteil Urloffen (4301 Einwohner) und Nesselried (1383 Einwohner). Der Ortsteil Nesselried zieht sich durch das Wannenbachtal in die Vorberge, Urloffen liegt nördlich von Appenweier.
Zu Appenweier gehören die früher selbstständigen Gemeinden Nesselried und Urloffen. Zur Gemeinde Appenweier in den Grenzen von 1970 gehört das Dorf Appenweier. Zur ehemaligen Gemeinde Nesselried gehören das Dorf Nesselried und die Weiler Illental und Kohlstatt. Zur ehemaligen Gemeinde Urloffen gehören das Dorf Urloffen und der Weiler Zimmern (baulich mit Urloffen verbunden). Im Gemeindeteil Appenweier lag der in Appenweier aufgegangene Weiler Heetlisberg. Im Gemeindeteil Nesselried lag das aufgegangene Gehöft Weilerhof und die abgegangenen Ortschaften Schweighof und Ufholz. Im Gemeindeteil Urloffen lagen die abgegangenen Ortschaften Rüchelnheim und Wisungen[2]
Die erste urkundliche Nennung Appenweiers erfolgte im Jahr 884. Damit zählt Appenweier zu den ältesten schriftlich überlieferten Orten im Ortenaukreis.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort Opfer schlimmster Verwüstungen, die in den folgenden Revolutionskriegen fortgesetzt wurden. 1632 wurde Appenweier von schwedischen Truppen niedergebrannt, 1689 folgten Brandschatzungen durch französische Truppen.
Im Jahr 1750 wurde die dem heiligen Michael geweihte Kirche im alten Ortskern im Rokokostil neu errichtet. Appenweier gehörte bis 1805 zur Landvogtei Ortenau und kam dann durch den Reichsdeputationshauptschluss zum Großherzogtum Baden, wo es zum Amtsbezirk Kehl zählte, aus dem später der Landkreis Kehl wurde. Aufgrund der Kreisreform fiel der Ort 1973 in den Ortenaukreis.
| Urloffen wurde im Jahr 1150 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde gegen großen Widerstand ihrer Einwohner nach Appenweier eingemeindet. |
Bei der Bürgermeisterwahl am 15. März 2009 wurde Hansjürgen Stein (Freie Wähler) mit 98,32 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 34,26 Prozent ohne Gegenkandidaten zum zweiten Mal in seinem Amt bestätigt. [3]
Hansjürgen Stein verstarb am 5. September 2010 unerwartet und plötzlich. [4]Bei der Neuwahl des Bürgermeisters am 5. Dezember wurde mit großer Mehrheit (knapp 90% der Stimmen) und im ersten Wahlgang der 29 Jahre alte Diplom-Verwaltungswirt Manuel Tabor gewählt. Zuvor war Tabor als Kämmerer, Amtsleiter und Bürgermeisterstellvertreter der Gemeinde Seewald tätig.
Die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:
Seit 1975 gibt es eine Partnerschaft zwischen Appenweier und der französischen Weinbaugemeinde Montlouis-sur-Loire in der Touraine.
Appenweier ist ein Eisenbahnknoten, an dem insgesamt drei Eisenbahnstrecken aufeinandertreffen. Die Rheintalbahn verbindet Appenweier mit Mannheim über Karlsruhe, sowie Basel über Offenburg und Freiburg im Breisgau. Die Europabahn stellt die Verbindung mit dem französischen Straßburg über Kehl her und die Renchtalbahn zweigt nach Bad Griesbach ab. Parallel zur Rheintalbahn führen die Bundesautobahn 5 an Appenweier vorbei und die Bundesstraße 3 mitten hindurch. Gekreuzt werden beide vor den Toren Appenweiers von der Bundesstraße 28, über die man ostwärts zügig in das Renchtal des Mittleren Schwarzwaldes oder westwärts über Kehl und den Rhein (Europabrücke) nach Straßburg gelangt.
Ein großes Problem stellt für Appenweier die vorgesehene neue Einfädelung der Europabahn in die Rheintalbahn dar. Geplant ist eine Schnellfahrstrecke, die den Ort Appenweier faktisch teilen würde, wogegen sich starker Widerstand regt. Alternativ wäre es möglich, die Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Frankreich und Deutschland über die stillgelegte Bahnstrecke Roeschwoog–Rastatt zu führen, was eine erhebliche Beschleunigung erlauben und in Appenweier keine größeren Baumaßnahmen erfordern würde.
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