| Wappen | Deutschlandkarte | |
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Koordinaten: 49° 58′ N, 9° 9′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Höhe: | 138 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,45 km² | |
| Einwohner: |
68.678 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 1100 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 63739–63743 | |
| Vorwahlen: | 06021 06028(Stadtteil Obernau) | |
| Kfz-Kennzeichen: | AB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 61 000 | |
| Stadtgliederung: | 10 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Dalbergstraße 15 63739 Aschaffenburg | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Klaus Herzog (SPD) | |
| Lage der Stadt Aschaffenburg in Bayern | ||
Die Hochschulstadt Aschaffenburg [aˈʃafənˌbʊɐ̯k] (lokal: Aschebersch [ˈaʒəˌbɛːʃ]) ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken und Teil der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Mit knapp 70.000 Einwohnern ist Aschaffenburg größte Stadt der Region Bayerischer Untermain und nach Würzburg die zweitgrößte Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken. Die Stadt ist Sitz des Landratsamtes Aschaffenburg und der Hochschule Aschaffenburg.
Die Stadt liegt an den Flüssen Main und Aschaff, am westlichen Rand des Spessarts und am nordwestlichen Eck des Mainvierecks. Die Stadt Aschaffenburg wird im Westen, Norden und Osten vom Landkreis Aschaffenburg umschlossen. Im Süden grenzt der Landkreis Miltenberg direkt an das Stadtgebiet.
Das Mineral Aventurin-Quarz findet sich in Europa nur an ein paar Stellen, nämlich in der Nähe von Aschaffenburg, und in Österreich bei Mariazell in der Steiermark. Ansonsten findet man es in Europa in größerem Maße besonders am Ural.
Im Jahre 2010 hat die Stadt Aschaffenburg 68.722 Einwohner und gliedert sich in zehn Stadtteile[2][3]:
An das Stadtgebiet von Aschaffenburg grenzen folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Johannesberg, Glattbach, Goldbach, Hösbach, Haibach, Bessenbach, Sulzbach am Main, Niedernberg, Großostheim, Stockstadt am Main, Mainaschaff und Kleinostheim.
Aschaffenburg, im Mittelalter Ascaffaburc (Burg am Eschenwasser nach dem Flüsschen Aschaff) genannt[4], wurde im 5. Jahrhundert von den Alemannen gegründet, erste Siedlungshinweise finden sich bereits aus der Steinzeit.
957 gründete Herzog Liudolf von Schwaben das Kollegiatstift St. Peter und Alexander. 982 ging Aschaffenburg von Otto von Bayern und Schwaben über Otto II. an das Erzstift Mainz über, das dort später ein Oberamt errichtete. Seit dem 10. Jahrhundert bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803 gehörte Aschaffenburg zum Mainzer Kurfürstentum und war damals die Zweitresidenz der Mainzer Erzbischöfe. Das vom Erzstift Mainz weltlich beherrschte Territorium war im gesamten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit sehr stark fragmentiert und der größte zusammenhängende Teil („Oberes Erzstift“) befand sich um Aschaffenburg herum im Bereich des heute so genannten Bayerischen Untermain. Deshalb war die Stadt ein bedeutender Verwaltungssitz und häufiger Aufenthaltsort der Erzbischöfe und Kurfürsten.
Im Jahre 975 wurde mit dem Bau der Stiftskirche St. Peter, später St. Peter und Alexander, begonnen. 989 ließ der Erzbischof von Mainz, Willigis, eine Holzbrücke über den Main bauen. Um 1122 befestigte der Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken die Siedlung. 1144 erhielt Aschaffenburg das Marktrecht und 1161 Stadtrechte. 1346 entstand die Ummauerung der Vorstadt um die Agathakirche. Im selben Jahr bestätigt Erzbischof Heinrich von Mainz die Privilegien der Stadt.[5]
Der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Albrecht von Brandenburg residierte ursprünglich in Halle an der Saale, wo er sich als großer Kunstmäzen erwies und besonders Lucas Cranach umfangreiche Aufträge erteilte. Als er aufgrund der Ereignisse der Reformation 1541 aus Halle fliehen musste, verlegte er seine Residenz nach Aschaffenburg und nahm viele seiner gestifteten Kunstschätze mit. So kamen mehrere Cranach-Bilder und ein Reliquien-Kalender – zu jedem Tagesheiligen wurde eine Reliquie gesammelt – in den Besitz der Stiftskirche St. Peter und Alexander in Aschaffenburg. Von hier aus führte Albrecht auch mit Martin Luther den berühmten Schriftwechsel zum Ablasshandel. Die Stiftsherren von St. Peter und Alexander beauftragten 1516 „Mathis, den Maler“ (heute bekannt als Matthias Grünewald) mit der Erstellung von Altargemälden. Nach der Zerstörung der alten Burg im Jahre 1552 im Markgräflerkrieg ließ 1605 Johann Schweikhard von Kronberg das Schloss Johannisburg errichten, das 1619 fertiggestellt war. Von 1631 bis 1634 war Aschaffenburg Bestandteil des Schwedischen Staates in Mainz.
Das Stift war um 1700 im Kanton Odenwald des Ritterkreises Franken immatrikuliert. Nach der Eroberung der Stadt Mainz durch Frankreich 1798 wurde Aschaffenburg Sitz der Regierung des Erzstiftes Mainz. 1803 wurde für Karl Theodor von Dalberg, den letzten Mainzer Kurfürsten und Reichskanzler, das Fürstentum Aschaffenburg geschaffen und Aschaffenburg wurde im selben Jahr Hauptstadt dieses neu gegründeten Fürstentums. Von 1810 bis 1813 war die Stadt dann Hauptstadt des Großherzogtums Frankfurt, in dem das Fürstentum Aschaffenburg aufgegangen war. Am Ende der Befreiungskriege, nach dem Wiener Kongress 1814, kam das Gebiet des Fürstentums zusammen mit dem Großherzogtum Würzburg zu Bayern, wozu es seitdem gehört. 1835 bis 1865 war Adalbert von Herrlein Bürgermeister von Aschaffenburg. Während seiner Amtszeit kam es zu einem rasanten Anstieg der Einwohnerzahlen. 1840 bis 1848 ließ König Ludwig I. von Bayern das Pompejanum errichten. Während des Deutschen Krieges fanden in Aschaffenburg am 14. Juli 1866 Kampfhandlungen statt (siehe Gefechte bei Aschaffenburg).
Seit 700 Jahren waren jüdische Familien in der Stadt ansässig. Ihre Verstorbenen begruben die Aschaffenburger Juden, wie auch Juden der näheren und weiteren Umgebung auf dem Alten Jüdischen Friedhof im Ortsteil Schweinheim. In Jahr 1890 entstand, an den Altstadtfriedhof angrenzend, ein weiterer jüdischer Friedhof. Dort wird mit einem Gedenkstein sieben jüdischer Bürger gedacht, die vor ihrer drohenden Deportation 1942 den Freitod suchten. Von jüdischem Leben zeugt zudem das ehemalige Schul- und Rabbinerwohnhaus am Wolfsthalplatz, das die Jüdische Gemeinde 1898 neben ihrer, im Jahre 1893 eröffneten Synagoge errichtet hatte. Die Synagoge wurde beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern geschändet und zerstört. Im alleine erhalten gebliebenen ehemaligen Rabbinatsgebäude wurde nach einer Nutzung u. a. als Städtisches Jugendhaus 1984 von der Stadt Aschaffenburg das Museum jüdischer Geschichte und Kultur eingerichtet. In einer Dauerausstellung wird hier auch über die Verfolgung und Ermordung in der Shoa informiert. Auf dem nach dem wohltätigen jüdischen Bankier Wolfsthal benannten Platz erinnert eine Gedenktafel an die Verfolgung und an den Mord an ungefähr 300 Aschaffenburger Juden.[6]
Im Zweiten Weltkrieg wurde Aschaffenburg bei Herannahen der US-Armee im Frühjahr 1945 zur „Festung“ erklärt und sollte unter allen Umständen gehalten werden. Das hatte schwere Zerstörungen der Stadt und der Dörfer in der Umgebung durch Artilleriebeschuss und Luftangriffe zur Folge. Auch unter der Zivilbevölkerung gab es viele Tote. Die US-Truppen erreichten über die unzerstört gebliebene Nilkheimer Eisenbahnbrücke den Stadtteil Schweinheim und drangen nach Tage währenden Gefechtshandlungen in der Karwoche 1945 in die Innenstadt vor. Nach den Zerstörungen des Luftkrieges wurden vor allem durch Artilleriebeschuss bei der Einnahme der Stadt so bedeutende Kultur- und Baudenkmäler wie das Schloss Johannisburg und das Pompejanum schwer beschädigt. Das Schloss wurde ab 1954 wieder aufgebaut, das Pompejanum erst in der Zeit von 1984 bis 1994. Heute prägen gerade diese beiden Bauten wieder in besonderem Maße das Aschaffenburger Stadtbild. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Aschaffenburg zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP) ein DP-Lager ein. Die meisten von ihnen stammten aus der Ukraine und aus Polen.
Im Sommer 1958 wurde die Anschlussstelle Aschaffenburg-Zentrum der Autobahn A3 dem Verkehr übergeben. Im diesem Jahr erhielt die Stiftskirche St. Peter und Alexander den päpstlichen Titel Basilika minor, wurde also zur Stiftsbasilika St. Peter und Alexander. Im Jahre 1978 initiierte Guido Knopp einen Geschichtsdiskurs, die bis 2008 jährlich stattfindenden Aschaffenburger Gespräche, die damals einen festen Bestandteil der Geschichtsdiskussion in Deutschland darstellten.
Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt eröffnete 1995 in der ab 1896 erbauten Jäger-Kaserne, in der im 19. Jahrhundert das 2. Königlich-Bayerische Jägerbataillon stationiert war, bis 1992 amerikanische Garnison eine Außenstelle in Aschaffenburg (in dieser Zeit Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg), die bald darauf zur selbständigen Fachhochschule Aschaffenburg (später Hochschule Aschaffenburg) wurde.
In die kreisfreie Stadt Aschaffenburg wurden eingemeindet[7]:
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wuchs die Bevölkerung von Aschaffenburg nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So musste die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) und nach einem Ausbruch der Pest im Jahre 1635 Einwohnerverluste hinnehmen. Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1812 erst ca. 6.600 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 18.000.
Deutlich sichtbar sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Nach über 20 alliierten Luftangriffen zwischen September 1940 und März 1945 lag der größte Teil der Stadt in Schutt und Asche. Allein beim schwersten Angriff am 21. November 1944 starben 344 Menschen. Insgesamt verlor Aschaffenburg durch Evakuierung, Flucht und Luftangriffe ein Drittel seiner Bewohner (14.518 Personen). Die Bevölkerungszahl sank von 45.379 im Jahre 1939 auf 30.861 im Dezember 1945. Im Jahre 1950 wurde der Vorkriegsstand wieder erreicht. Am 30. Dezember 2006 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Aschaffenburg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 69.863 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) - historischer Höchststand.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Für das Jahr 1812 handelt es sich um eine zeitnahe Schätzung, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis
Nachdem Oberbürgermeister Klaus Herzog (SPD) bei den Wahlen im März 2003 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt wurde, setzte er sich bei den Wahlen am 11. März 2012 mit 82% gegen seinen Herausforderer Winfried Bausback (CSU) durch[8].
| Der Aschaffenburger Stadtrat besteht aus 44 Mitgliedern. Seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 hat er folgende Zusammensetzung: | |||||||||
| 2008-2010[9]: | CSU | SPD | GRÜNE | UBV* | FDP | KI** | Gesamt | ||
| 17 | 14 | 5 | 3 | 3 | 2 | 44 | |||
| Leonie Kapperer, die für die Kommunale Initiative ins Stadtparlament eingezogen war, verließ diese kurz nach der Wahl und saß bis Ende 2010 als Parteilose im Stadtrat. Seit Dezember 2010 ist sie Mitglied der SPD-Fraktion, die seitdem auf 15 Mitglieder angewachsen ist. | |||||||||
| 2010-2014[10]: | CSU | SPD | GRÜNE | UBV* | FDP | KI** | Gesamt | ||
| 17 | 15 | 5 | 3 | 3 | 1 | 44 | |||
*Unabhängige Bürgervertretung ** Kommunale Initiative
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Der zweite Bürgermeister und Stellvertreter des Oberbürgermeisters wird alle sechs Jahre nach der Stadtratswahl vom Stadtrat gewählt. Amtsinhaber ist seit 2002 Werner Elsässer (CSU).
Auf silbernem Grund eine rote Burg mit runden Seitentürmen und blauen Dächern; im kleeblattförmigen Torbogen thront ein blau gekleideter Bischof (Heiliger Martin) , die Rechte segnend erhoben, mit der Linken den goldenen Krummstab haltend, bekleidet mit silbernem Pallium und blauer Mitra[11].
Der segnende Heilige Martin, Patron des Erzbistums Mainz, wie auch das Pallium, das einem Erzbischof zusteht, symbolisieren die jahrhundertelange Zugehörigkeit Aschaffenburgs zum Erzstift Mainz.
Das Stadtwappen ist als Siegel aus Wachs überliefert und erstmals für 1236 urkundlich belegt. Aufgrund der Beteiligung an den Bauernkriegen 1526 war es der Stadt von Erzbischof Albrecht von Mainz aberkannt worden. Erst König Ludwig I. von Bayern gab der Stadt mit Entschließung vom 1. April 1836 ihr altes Wappen zurück, nachdem sie jahrhundertelang nur ein gotisches A als Wappen führen durfte.[12] Die Farben der Stadt Aschaffenburg, bei offiziellen Ereignissen auf den Fahnen vor dem Rathaus zu sehen sind Grün - Rot - Weiß.
Vom 23. bis zum 25. Juni 2006 feierte die Stadt Aschaffenburg mit Perth das 50-jährige Jubiläum der gemeinsamen Partnerschaft. Zur Feier kam Provost („Bürgermeister“) Bob Scott mit einer größeren Delegation aus Perth und Umgebung in die deutsche Partnerstadt. Höhepunkt des Festes waren die in der Aschaffenburger Fasanerie veranstalteten Highland Games.
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katholisch
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evangelisch
evangelisch-freikirchlich
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→ siehe auch Liste der Baudenkmäler in Aschaffenburg
Über 720 Geschäfte laden derzeit in Aschaffenburg auf über 200.000 m² zum Einkaufen ein. Pro Kopf sind das 2,92 m² Ladenfläche. Die Fußgängerzonen (z. B. Herstallstraße, Sandgasse, Steingasse, Roßmarkt, Frohsinnstraße) bieten alleine knapp 50.000 m² Verkaufsfläche. Des Weiteren befindet sich hier die City-Galerie, das mit ebenfalls über 50.000 m² größte innerstädtische Einkaufszentrum Nordbayerns. Mit einer Kaufkraftkennziffer von 107,4 liegt der Aschaffenburger Bürger weit über dem Landesdurchschnitt (100). Das entspricht einer Kaufkraft von 17.709 € pro Einwohner.
Mit all diesen Geschäften werden nicht nur die knapp 70.000 Aschaffenburger versorgt, sondern auch weitere 400.000 aus dem süd-östlichen Rhein-Main-Gebiet, weitere 175.000 Einwohner aus dem Landkreis Aschaffenburg, 131.000 aus dem Landkreis Miltenberg sowie 132.000 aus dem Landkreis Main-Spessart. Insgesamt ergibt das rund 733.000 potentielle Kunden.
Seit den 1990er Jahren werden die ehemaligen Einrichtungen der US-Armee an der Würzburger Straße im Südwesten der Stadt am Rande des Stadtteils Schweinheim (Bundesstraße 8, Ausfallstraße in den Spessart, Richtung Würzburg) in Wohngebiete und in eine „Serviceachse“ umgewandelt. Die ehemalige Graves-Kaserne beherbergt eine Sammelstelle für Abfälle, ein Heim für Asylbewerber und diverse Kleinbetriebe. Ein ursprünglich geplantes Technologiezentrum kam nicht zustande. Bisher größte Einzelansiedlung war am 27. Dezember 2005 die Eröffnung eines Baumarktes der Firma Bauhaus mit 120 neuen Arbeitsplätzen nahe der ehemaligen Ready-Kaserne. Die ehemalige Jäger-Kaserne ist jetzt Sitz der Hochschule Aschaffenburg. Aus dem Areal der Smith-Kaserne erwarb im Jahre 2005 die Leimeister Firmengruppe ein Gebäude und hat dies zum "Business-Center Würzburger Straße" umgebaut. Es wird seitdem als Bürohaus genutzt. Im Jahre 2009 erwarb die Leimeister Unternehmensgruppe das zweite noch leerstehende Gebäude dieses Areals und baute es zu Gebäude 2 des Business Center Würzburger Straße um, welches ebenfalls als Bürohaus genutzt wird.
Überregionale Bekanntheit besitzt der Traditionsverein Viktoria Aschaffenburg, der seine Heimspiele im städtischen Stadion am Schönbusch austrägt. Nach vielen Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse in den fünfziger Jahren spielt der Verein nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga seit 1989 von kurzen Unterbrechungen abgesehen in der Oberliga Hessen. Für die Saison 2008/2009 ist der Verein wieder in die Regionalliga aufgestiegen.
Der Herren-Handballbundesligist TV Großwallstadt trägt seine Bundesliga-Heimspiele in der f.a.n. frankenstolz arena aus.
Mit dem Ruderclub Aschaffenburg ist ein Mitgliedsverein des DRV abgesiedelt, der ein breites Leistungs-, Schul- und Freizeitsportabgebot abdeckt und zu den leistungsfähigsten Vereinen in der Stadt und im Verband gehört.
Aschaffenburg weist die höchste Dichte an Gaststätten und Kneipen in Bayern auf - auf rund 400 Einwohner entfällt ein Betrieb der Gastronomie. [17] Bis 2008 fanden alljährlich die Aschaffenburger Gespräche statt. Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind das traditionelle einwöchige Aschaffenburger Volksfest im Juni mit anschließendem Feuerwerk und Schlossbeleuchtung, das Jugendmusikfest KOMMZ, das Aschaffenburger Stadtfest am letzten Augustwochenende, die Floßhafenregatta und der seit 2005 stattfindende Staplercup, eine Weltmeisterschaft der Staplerfahrer.
Von 20.000 deutschen Unternehmen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHT) wurde Aschaffenburg auf Platz 3 der besten Wirtschaftsstandorte gewählt. Als Standortstärken wurden „Nähe zum Kunden“, „Verkehrsinfrastruktur“, „Bildungseinrichtungen“ und „Hochschulkooperationen“ angegeben.
Aschaffenburg weist eine Verkehrsanbindung über die A3 auf, die tangential die Stadt im Norden berührt und von jedem Ort der Stadt in nur wenigen Minuten über drei Auffahrten erreicht werden kann. Der Rhein-Main Flughafen in Frankfurt ist rund 30 Auto-Minuten entfernt. Zudem besteht eine Zugverbindung nach Frankfurt am Main. Es existiert ein Binnenhafen.
Textil
Der Raum Aschaffenburg war eines der traditionellen Zentren der deutschen Textilindustrie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren rund 35.000 Personen in der Region in dieser Branche beschäftigt. Die arme Bevölkerung im Spessart verdiente sich mit Heimarbeit als Zulieferer für die Fabriken ein dringend benötigtes Zubrot. Durch die Globalisierung und die Verlagerung von lohnintensiven Branchen in Billiglohnländer wurden in der Region viele Arbeitsplätze in der Fertigung abgebaut, die Unternehmen sind aber weitgehend noch vor Ort und ziehen überregional Kunden durch ihren Fabrikverkauf an.
Holz und Papier
Bedingt durch den Holzreichtum des Spessarts war Aschaffenburg traditionell auch Zentrum der Papierindustrie. Die beiden Werke der früheren Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg (PWA) gehören heute zur Südafrikanischen Sappi Gruppe bzw. der schwedischen SCA. Die Firma Sappi befindet sich jedoch nicht direkt in Aschaffenburg sondern im Landkreis Stockstadt am Main. In den Betrieben werden Verpackungs- und Sanitärpapiere hergestellt.
Anfang 2007 hat das Unternehmen Pollmeier Massivholz auf dem Aschaffenburger Hafengelände (Bayernhafen) ein neues Sägewerk in Betrieb genommen, in dem 180 neue Arbeitsplätze entstanden sind. Die Investitionssumme betrug rund 150 Millionen Euro. Dies war der größte industrielle Neubau in der Stadt seit 1954. Die Stadt erwartet dadurch Impulse für Forstwirtschaft und Waldbesitz sowie die Schaffung weiterer Arbeitsplätze bei Zulieferunternehmen.
Zwei große Werke der Automobilzulieferindustrie sind in der Stadt Aschaffenburg ansässig, die in weltweit tätige Konzerne integriert sind. Dazu kommen weitere Zulieferer in der Stadt und in der Region. In Aschaffenburg befindet sich der Hauptsitz der Linde Material Handling GmbH, einer 100prozentigen Tochter der KION Group, Wiesbaden, die weltweit zweitgrößter Hersteller von Gabelstaplern und anderen Flurförderzeugen ist. Weitere Zulieferer und Dienstleister aus der Fahrzeugbranche befinden sich in der Umgebung Aschaffenburgs. Auch die Hochschule Aschaffenburg ist in der Fahrzeugbranche engagiert.
In der Region siedeln sich auch viele Unternehmen für Mess- und Regeltechnik an. An Bedeutung gewinnen die Unternehmen für Informationstechnologie und Softwareberatung.
Bekannte ansässige Unternehmen in Aschaffenburg und Umgebung sind zum Beispiel: DPD, Linde Material Handling, Kaup, TRW, Takata Petri, Nintendo Europe, Adler-Moden, SAF-Holland, SCA, PSI , E-on Netz und Modler.
Insgesamt gibt es im Stadtgebiet von Aschaffenburg über 789 Krankenhausbetten, die sich auf drei Krankenhäuser verteilen (Klinikum Aschaffenburg „Am Hasenkopf“, Hofgartenklinik, Frauenklinik am Ziegelberg). Es gibt 133 Fach- und 26 Allgemeinärzte, sowie 68 Zahnärzte und 38 Apotheken.
Obwohl zwei Wohngebiete als sozial schwächer gewertet werden, gelten diese nicht als soziale Brennpunkte. Der Anteil der ausländischen Mitbürgern ist dort etwas höher, die Kriminalitätsrate vergleichsweise gering.
Für ältere Menschen gibt es in der Stadt sechs Alten- und Pflegeheime, die Platz für 730 Bewohner bieten. Hinzu kommen 266 seniorengerechte Wohnungen und ca. 220 Möglichkeiten für betreutes Wohnen in vier verschiedenen Einrichtungen.
Die Initiative Sozialnetz Aschaffenburg, stellt Informationen über Beratungseinrichtungen, Behörden, Organisationen, Vereine und kirchliche Einrichtungen im Hinblick auf soziale Fragen bereit.
Aschaffenburg ist durch Aschaffenburg Hauptbahnhof (Regional- und Fernverkehr), den Hafenbahnhof (nur Güterverkehr) sowie die Haltepunkte Hochschule, Aschaffenburg-Süd und Obernau (nur regional) an das Schienennetz angebunden. Der Bahnhof Nilkheim an der Bachgaubahn wurde mit deren Stilllegung 1974 außer Betrieb genommen. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, den Streckenabschnitt durch den Park Schönbusch und weiter bis Großostheim, der bis 1974 die Kreisstraße ABs 16 höhengleich gekreuzt hat, zu reaktivieren.[18] Es bestehen zahlreiche Nah- sowie Fernverkehrsmöglichkeiten. Es ist außerdem vorgesehen, einen zusätzlichen Schienenhaltepunkt am Viadukt in der Goldbacher Straße einzurichten. Mitte 2009 wurde das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes abgebrochen. Am 29. Januar 2011 wurde das neu errichtete Bahnhofgebäude vom Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer seiner Bestimmung übergeben [19].
Der Staatshafen Aschaffenburg liegt an der transeuropäischen Wasserstraße Rhein-Main-Donau, gehört zur Bayernhafen Gruppe und umfasst das größte Gewerbegebiet am Bayerischen Untermain. Neben der Containerumverladung zwischen Straße, Schiene und Wasser liegt der Schwerpunkt in den Bereichen Logistik, Versorgung und Recycling. Im Jahr 2005 lag der Güterumschlag bei 2,8 Millionen Tonnen.
Von 1886 bis 1938 war Aschaffenburg eine der Anlaufstellen der Kettenschifffahrt auf dem Main.
Aschaffenburg ist über drei Anschlussstellen an die A 3 angebunden (Aschaffenburg-Ost, Aschaffenburg-Zentrum (vormals -West) und Aschaffenburg-West (vormals Stockstadt). Über die A 3 gelangt man nach Frankfurt am Main (etwa 40 Kilometer entfernt) und Würzburg (etwa 80 Kilometer entfernt). Durch Aschaffenburg verlaufen die Bundesstraßen B 8 und B 26, die auch den Mautausweichverkehr von der A 3 durch die Stadt leiten. Die B 469 tangiert das Stadtgebiet im Westen. Der südliche Endpunkt der Bundesautobahn 45 Aschaffenburg-Dortmund liegt bei Aschaffenburg.
In Aschaffenburg wird bereits seit Jahrzehnten an einem Innenstadtring gebaut. Teile dieser innerstädtischen Ringstraße sind bereits im Betrieb und entlasten den Stadtkern vom Durchgangsverkehr. Die Fertigstellung ist für Juli 2013 vorgesehen.[20] Ferner ist in absehbarer Zeit der Bau eines neuen Nordrings (ehemals Bahnparallele genannt) geplant, der den momentanen Verlauf durch Dämmer Wohngebiet (Schillerstraße) ersetzen soll. Möglich wurde dies durch die Aufgabe von ehemaligen Güterverkehrsgleisen nördlich des Aschaffenburger Hauptbahnhofs. Das erste Teilstück wurde Ende Mai 2012 für den Verkehr freigegeben. [21] Bis Ende 2012 erfolgt der Weiterbau zum Anschluss an den bestehenden Ostring. Als weiterer Fixpunkt steht eine Sperrpause des Bahnverkehrs im Februar 2014 zwecks Einschieben einer neuen Bahnunterführung als Verknüpfung zum bestehenden Westring.[22] Die endgültige Fertigstellung ist derzeit für 2017 geplant.[23]
Innerhalb des Stadtgebietes gibt es 15 Buslinien der Stadtwerke Aschaffenburg, die im 15-, 20-, 30- und 60-Minutentakt bedient werden. Der Landkreis Aschaffenburg, der Landkreis Miltenberg sowie einige hessische Ziele werden durch fünf Buslinien der KVG und durch zwölf Buslinien der VU angefahren. Mit weiteren vier Bahnlinien der Deutsche Bahn AG, bildet sich die Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain, die VAB. Nachts und sonntags gibt es außerhalb der Busfahrzeiten einen Service von Anrufsammeltaxis, mit denen man jedes Ziel erreichen kann, das sonst durch die Busse der Stadtwerke angebunden ist.
Der Flugplatz Aschaffenburg ist als Verkehrslandeplatz kategorisiert und befindet sich etwa 2 km südwestlich des Stadtgebietes in der Marktgemeinde Großostheim. Derzeit (2011) läuft ein luftrechtliches Genehmigungsverfahren zur Verlängerung der Start- und Landebahn um 350 m in Richtung Aschaffenburg. Im Süden des Stadtgebietes an der Grenze zu Markt Sulzbach befindet sich zudem ein Segelfluggelände.
Aschaffenburg ist Sitz eines Landgerichts. Der Bezirk des Landgerichts Aschaffenburg umfasst die kreisfreie Stadt Aschaffenburg sowie die Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg. Zum Landgerichtsbezirk gehören das Amtsgericht Aschaffenburg und seine Zweigstelle Alzenau in Unterfranken sowie das Amtsgericht Obernburg am Main und seine Zweigstelle Miltenberg.
Eine Justizvollzugsanstalt befindet sich im Stadtteil Strietwaldsiedlung. Jahrelang existierte auch ein Untersuchungsgefängnis in der Alexandrastraße in der Innenstadt.
Die 18.000 Schüler Aschaffenburgs besuchen insgesamt 55 Schulen. Dazu gehören: 13 Grundschulen, 8 Hauptschulen, 4 Realschulen, 1 Wirtschaftsschule, 4 Gymnasien ( Friedrich-Dessauer-Gymnasium (Aschaffenburg), Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium, Kronberg-Gymnasium Aschaffenburg, Gymnasium der Maria-Ward Schule), 5 Förderschulen und 22 Fach- und berufliche Schulen. Mehr als 3000 Kurse werden jährlich in der Volkshochschule Aschaffenburg für fast 50.000 Teilnehmer angeboten.
Rund 1500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nehmen an Kursen der Städtische Musikschule Aschaffenburg teil, die jedes Jahr beachtliche Erfolge im Wettbewerb Jugend musiziert vorzuweisen hat. Sie wurde 1810 eröffnet und gilt als älteste Musikschule Deutschlands. Unterstützt werden die Schulen Aschaffenburgs durch die Stadtbibliothek, bei der fast 80.000 Medien (Bücher, Tonträger etc.) mehr als 430.000-mal im Jahr entliehen werden. Aschaffenburg besitzt seit Jahrzehnten auch eine von 10 in Deutschland existierenden Steinmetz-Meisterschulen.
Am 5. Oktober 1995 nahm die Hochschule Aschaffenburg den Lehrbetrieb zunächst als Abteilung der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg auf.
Seit dem 1. Oktober 2000 ist die Hochschule Aschaffenburg eigenständig und in die Fakultäten Ingenieurwissenschaften (IW) mit den heutigen Studiengängen "Elektro- und Informationstechnik", "Mechatronik", "Wirtschaftsingenieurwesen", "Erneuerbare Energien und Energiemanagement" und "Internationales Technisches Vertriebsmanagement" sowie Wirtschaft und Recht (W+R) mit den heutigen Studiengängen "Betriebswirtschaft", "Betriebswirtschaft und Recht" und "Internationales Immobilienmanagement" gegliedert.
Die Fachakademie für Sozialpädagogik ist eine Ausbildungsstätte für Erzieher. Sie befindet sich im Stadtteil Damm und wird vom Landkreis Aschaffenburg finanziert. Rund 50 Absolventen werden jährlich verabschiedet. Die Einrichtung wurde 1973 gegründet und ist seit Mitte der 1990er Jahre besonders für ihre jährlichen Musicalaufführungen in der Maintalhalle Mainaschaff im Umkreis bekannt.
1798 wurde der Unterrichtsbetrieb der Universität Aschaffenburg mit Dozenten der vom revolutionären Frankreich geschlossenen Mainzer Universität begonnen. Aus dem Jahre 1808 datiert die Stiftungsurkunde des Kurfürsten Karl Theodor von Dalberg für die Fürstlich Primatische und Erzbischöflich Regensburgische Universität zu Aschaffenburg mit theologischer, juristischer und philosophischer Fakultät. 1809 erfolgte die Umbenennung in Karls-Universität. Nach der Reorganisation des Unterrichtswesens des Großherzogtums Frankfurt nach französischem Muster wurde Aschaffenburg 1812 Landesuniversität mit Teileinrichtungen an mehreren Orten. 1808 ging die theologische Fakultät in das Priesterseminar über. 1814, nachdem Aschaffenburg bayerisch geworden war, wurde die juristische Fakultät geschlossen und 1818 wurde der Rest der Universität in ein bayerisches Lyceum als hochschulgleiche Einrichtung umgewandelt, die 1873 geschlossen wurde.
Die Geschichte der Forstlichen Hochschule Aschaffenburg begann mit einem privaten Forstinstitut, das im Jahre 1807 gegründet wurde. Bereits 1810 wurde das Institut als staatliche Einrichtung übernommen. Als Aschaffenburg im Jahre 1814 zu Bayern kam, war diese Einrichtung die einzige ihrer Art im Königreich und hieß von 1819 bis 1832 Königlich-Bayerische Nationale Forst-Lehranstalt. Im Jahre 1832 wurde die Anstalt vorläufig geschlossen, der Grund waren wohl die vermuteten revolutionären Aktivitäten der Studenten.
Die Wiedergründung der Forstlehranstalt erfolgte mit zunächst nur 25 Hörern am 19. April 1844. Aus diesem Anlass verschaffte König Ludwig I. der Lehranstalt auch zwei Jahre später ein repräsentatives Gebäude an der Alexandrastraße. Als ab 1858 das Abitur Eingangsvoraussetzung wurde, erfolgte die Umbenennung in Centralforstlehranstalt für das Königreich Bayern.
Im gleichen Jahr wurde in Aschaffenburg das pflichtschlagende und farbentragende Corps Hubertia gegründet, das mit dem Umzug der Lehranstalt nach München ebenfalls nach München umzog.
Die Bezeichnung Forstliche Hochschule erhielt die Lehranstalt im Sommersemester 1899. Im Jahre 1910 wurde die Hochschule nach München verlegt und in die forstwissenschaftliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München umgewandelt. In den letzten Aschaffenburger Jahrzehnten, von 1878 bis 1910, wurde die Hochschule von Professor Dr. Hermann von Fürst geleitet, dem die Hochschule ihren guten Ruf verdankte. Das Gebäude in der Alexandrastraße wurde danach für die Oberrealschule Aschaffenburg genutzt und im Jahre 1968 abgerissen. An der Stelle steht heute ein moderner Wohnblock mit Tiefgarage („Parkhaus Alexandrastraße“).
1904 eröffnete der Architekt Rudolf Kempf die „Erste deutsche Autolenkerschule“ die dem „Kempf'schen Privat-Technikum Aschaffenburg“ angegliedert war. Sie wurde allerdings Ende 1906 wieder geschlossen, Kempf verließ Aschaffenburg und übersiedelte nach Mainz. Zum 100. Jubiläum 2004 wurde am ehemaligen Standort eine Stele errichtet, geschaffen von Meisterschüler Bernhard Chemin aus der Städtischen Fachschule (Meisterschule) für Steinmetzen und Steinbildhauer in Aschaffenburg.
Die Luftbelastung während der Wintermonate vor allem mit Feinstaub [24] führte zur Gründung des „Projektbeirates Luftqualität“, der von Dezember 2006 bis Juni 2009 tagte. In der Sitzung vom 1. Februar 2008 wurde geschätzt, dass 85 % der PM10-Emissionen von Kleinfeuerungsanlagen (Haushalte und Kleinverbraucher) verursacht werden. [25] Als Maßnahme wurden Begrenzungen des Schadstoffemissionen ähnlich der Regensburger Brennstoffverordnung diskutiert, aber nicht umgesetzt.
Aschaffenburg verfügt über eine vielfältige und ökologisch wertvolle Kulturlandschaft. Exemplarisch seien die Streuobstbestände und wertvolle blütenreiche Wiesen genannt.
Streuobstwiesen sind Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Durch konsequente Pflege der Flächen in den Stadtteilen Schweinheim und Obernau seit dem Jahr 2000 konnte die Population des Steinkauz erhalten werden.
Aus dem Naturschutz ging in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz das Schlaraffenburger Streuobstprojekt zum Erhalt der Kulturlandschaft und des besonderen Lebensraums hervor. Im Zuge dieses Projektes werden mit Grundstückseigentümern Verträge über den Absatz vom Mostobst geschlossen und vielfältige Produkte wie Apfelsaft, Apfelwein, Cidre, sowie weitere Erzeugnisse rund um den Apfel angeboten.[26] Seit der Gründung im Jahr 2000 werden die Flächen nach strengen Bioland-Richtlinien bewirtschaftet.
Der Aschaffenburger Mundartdichter Karl Reuß schreibt in der ersten Strophe seines Gedichtes in dem Band Ascheborjer Posse zu seiner Heimatstadt:
Die Stadt Aschaffenburg würdigt Personen, die sich um die Stadt besonders verdient gemacht haben. Diese Anerkennung leistet die Stadt Aschaffenburg mit der Verleihung von:
Für Personen mit Bezug zu Aschaffenburg siehe: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Aschaffenburg.
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