Ein besichertes Geldmarktpapier[1] bzw. asset-backed commercial paper bezeichnet ein mit Assets unterlegtes („besichertes“) Geldmarktpapier (commercial paper, CP) und einen Anwendungsfall der Verbriefung von Forderungen. Die Forderungsverkäufer (Originator) erhalten für den Verkauf ihres Portfolios an Forderungen Liquidität.
Die Forderungen werden dabei meist an ein sogenanntes Conduit (Emissionsgesellschaft) verkauft, welches CPs in einer Art Daueremission emittiert, um den Forderungskaufpreis zu refinanzieren. Dabei handelt es sich in der Regel um durch die angekauften Forderungen besicherte Commercial Paper, das heißt kurzlaufende, nicht börsennotierte Schuldverschreibungen mit einer Fälligkeit von max. 360 Tagen (üblich sind 30–90 Tage).[2] Die gewählte Fälligkeit hängt vom Barwert beziehungsweise der Umlaufgeschwindigkeit der zugrundeliegenden Forderungen ab.[3]
Normalerweise werden Conduits von größeren Banken(-konsortien) betreut, die notfalls auch die erforderliche Liquidität für die Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit der CPs in Form einer speziellen Kreditlinie (Liquiditätslinie, engl.: Liquidity- oder auch CP-backup-Facility genannt) bereitstellen, falls es zu Zahlungsschwierigkeiten kommt. Dies kann beispielsweise dann eintreffen, wenn neue CPs nicht oder nicht in ausreichendem Umfang am Markt platziert werden können und damit die Liquidität zur Ablösung fälliger CPs fehlt. Letzteres kann im Falle von Marktstörungen der Fall sein.[4] Ohne eine solche Liquiditätslinie würde das Rating solcher CPs schlechter ausfallen, was sich wiederum auf Verzinsung beziehungsweise Disagio auswirkt.
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