| Atos S.A. | |
|---|---|
| Rechtsform | Société Anonyme |
| ISIN | FR0000051732 |
| Gründung | 2000 |
| Sitz | Bezons nahe Paris, Frankreich |
| Leitung | Thierry Breton |
| Mitarbeiter | 48.278 (2010)[1] |
| Umsatz | 5,02 Mrd. Euro (2010)[2] |
| Branche | Informationstechnik |
| Website | www.atos.net |
Atos (ehemals Atos Origin) ist ein französischer IT-Dienstleister mit Hauptsitz in Bezons bei Paris. Zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens gehören transaktionsbasierte Hightech-Services, Beratung- und Technologie-Services, Systemintegration sowie Outsourcing-Dienstleistungen.[3]
Atos Origin entstand durch die Fusion der französischen Firma Atos mit der niederländischen Firma Origin im Jahr 2000.[4] Das Unternehmen wuchs stetig, zum einen durch Akquisitionen, zum anderen durch Outsourcingvereinbarungen mit Personal- und Technologietransfers. Im Jahr 2002 entstand aus der Übernahme des Beratungsgeschäfts von KPMG in Großbritannien und den Niederlanden die Firma Atos Consulting. Damit sicherte sich der Konzern ein starkes Standbein im Beratungssegment des IT-Marktes. Im Januar 2004 erwarb Atos Origin von Schlumberger (Unternehmen) die Sema-Gruppe und formte damit eines der größten europäischen Unternehmen für IT-Dienstleistungen. Zum Zeitpunkt der Akquisition hatte Sema 20.000 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von rund 2,4 Milliarden Euro. Atos Origin erwirtschaftete 2003 mit 26.500 Beschäftigten einen Jahresumsatz von über 3 Milliarden Euro. Im Jahr 2010 erzielte Atos Origin mit über 48.000 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro.[5]
Am 14. Dezember 2010 gab Atos Origin den Kauf der Siemens-Sparte Siemens IT Solutions and Services (kurz SIS) zum Juli 2011 bekannt, vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden und der Aktionäre des Käufers.[6] Der Verkauf wurde am 1. Juli 2011 nach Zustimmung der Atos-Aktionäre vollzogen. Zuletzt hatte die SIS einen Umsatz von 3,7 Milliarden mit rund 31.000 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftet.[7] Siemens wurde durch die Transaktion größter Aktionär von Atos und hält etwa 15 % der Anteile.
Nach der Übernahme der ehemaligen IT-Sparte von Siemens ließ man dann "Origin" aus dem Unternehmensnamen wegfallen und firmiert seit dem 1. Juli 2011 unter dem Namen Atos.
Atos ist zudem bereits seit längerer Zeit Partner der olympischen Spiele, für die Atos die IT-Infrastruktur entwickelte.[8]
Im Dezember 2010 gab Thierry Breton überraschend bekannt, dass Siemens IT Solutions and Services, die IT-Sparte von Siemens, übernommen wird. Ein halbes Jahr später, am 1.Juli 2011 war die Integration der beiden Unternehmen vollzogen. Als Zeichen des Neuanfangs wird das Unternehmen zukünftig unter dem Namen Atos in Erscheinung treten. Der Kauf von SIS kostete Atos Origin 850 Millionen Euro, wobei davon nur 186 Millionen Euro bar ausbezahlt wurden. Der Rest floss in Wandelanleihen und Anteilsscheine. Siemens ist seither mit 15 % an dem neuen IT-Dienstleister beteiligt und gilt als größter Kunde von Atos.[7] Weltweit beschäftigt das neue Unternehmen ca. 74.000 Mitarbeiter in rund 42 Ländern und erwirtschaftet einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro (Stand 2011). Somit ist das Unternehmen der zweitgrößte IT-Service-Provider in Europa.[7]
Atos ist weltweit in 42 Ländern vertreten. Der Hauptsitz der Firma liegt nahe Paris in Bezons, Frankreich.[9] In Deutschland befindet sich der Geschäftssitz in Essen. Weitere Standorte sind unter anderem München, Berlin, Düsseldorf, Nürnberg, Fürth, Paderborn, Frankfurt/Main, Stuttgart und Erlangen.
48.9247333333332.2245083333333
Koordinaten: 48° 55′ 29″ N, 2° 13′ 28″ O
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