Montag, 28. Mai 2012

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Atze Schröder

Atze Schröder (2010)

Atze Schröder ist eine Bühnenfigur aus der deutschen Comedyszene. Ihr Erfinder und Darsteller tritt in der Öffentlichkeit ausschließlich in dieser Rolle auf. Er spielte die Figur erstmals 1995 auf Kleinkunstbühnen, sie hat aber erst über Comedyfernsehshows eine größere Bekanntheit erreicht. Er baute die Figur zudem in verschiedene Rollen in deutschen und, als Sprechrolle im Rahmen der Synchronisation, auch in ausländische Filmproduktionen ein.

Figur

Atze Schröder wurde laut Charakterbeschreibung am 27. September 1965 als Thomas Schröder im Essener Stadtteil Kray geboren,[1] absolvierte eine Ausbildung zum Tanzlehrer und begann ein Studium der Soziologie. 1982 war die Figur fiktiver deutscher A-Jugend-Meister im Gerätturnen.

Auftritte

Atze Schröder wurde ab 1995 auf deutschen Kleinkunstbühnen gespielt, u. a. im Schmidt-Theater in Hamburg und beim Köln Comedy Festival, worauf eine erfolgreiche Deutschland-Tournee folgte. Der erste Fernsehauftritt fand im Rahmen der RTL-Comedy-Talkshow T.V. Kaiser statt, damals in der Combo Die The Proll zusammen mit den Figuren „Amaretto von Bali“ und „Jonas Wagner aus dem 10. Stock“.

Größere Bekanntheit erlangte die Figur durch Auftritte in der Stand-up-Comedy-Sendung Quatsch Comedy Club (ProSieben) und durch die Fernsehsendung Alles Atze (RTL). Im Kinofilm 7 Zwerge – Männer allein im Wald (2004) wurde sie als Hofnarr eingesetzt.

Der Darsteller moderierte 2000 sowie 2002 bis 2007 in der Rolle von Atze Schröder den Deutschen Comedypreises. Seit Mitte Dezember 2008 moderiert er auf diese Weise auch jedes Jahr den Comedy Adventskalender auf RTL. Anfang Januar 2010 übernahm er in der Rolle die Gastgeberschaft der Sendung Der Comedy Olymp. 2011 erhielt er für die Figur den Deutschen Comedypreis in der Kategorie Bestes TV-Soloprogramm für Revolution.

Kontroverse um die Offenlegung der Identität des Erfinders

Der Erfinder und Darsteller von Atze Schröder lehnt eine Offenlegung seiner bürgerlichen Identität durch die Medien ab und ist auch bereits mehrfach erfolgreich mit Gerichtsverfahren dagegen vorgegangen. So gewann er 2005 eine Klage gegen die Bild-Zeitung, die ein Foto veröffentlicht hatte, das ihn ohne Perücke zeigte.[2] Ebenfalls erfolgreich konnte er sich 2006 gegen die Nennung seines bürgerlichen Namens im Weser-Kurier wehren.[3][4] Auch versuchte er, die Löschung seines Namens aus dem Artikel zu seiner Bühnenfigur in der deutschsprachigen Wikipedia gerichtlich durchzusetzen, jedoch zog er die Klage zurück, nachdem die Wikipedia eingelenkt und den Namen selbst entfernt hatte.[5]

Filmografie

Fernsehen

  • 1999–2006: Alles Atze
  • 2008: Atzes Sommer
  • 2008: iMusic1 Special – Atze mit AC/DC
  • seit 2008: Comedy Adventskalender
  • 2010: Der Comedy Olymp

Filme

Live-Programme

  • 1998: Nur so geht's
  • 1999: Lecker
  • 2001: Meisterwerke
  • 2003: Goldene Zeiten
  • 2005: Atze im Wunderland
  • 2007: Mutterschutz
  • 2009: Revolution
  • 2011: Schmerzfrei

Diskografie

  • als Die The Proll
    • Circuit Break Vol.1
    • Intime Geständnisse
    • The Hardest Tour on Earth
  • als Atze Schröder
    • 2000: Lecker (CD)
    • 2002: Meisterwerke (CD)
    • 2003: Atze Schröders Kaltstart (CD)
    • 2004: Atze Schröder Live – Goldene Zeiten (CD)
    • 2006: Die Live Kronjuwelen (DVD)
    • 2007: Atze im Wunderland (CD)
    • 2009: Mutterschutz (CD/DVD)
    • 2011: Revolution (DVD)

Bücher

Auszeichnungen

  • 2000: Deutscher ComedypreisBester Comedy-Act für Alles Atze
  • 2003: Deutscher Comedypreis – Bester Schauspieler in einer Comedy für Alles Atze
  • 2003: Deutscher FernsehpreisBeste Sitcom für Alles Atze
  • 2005: Deutscher Comedypreis – Beste Comedy-Serie für Alles Atze
  • 2007: Goldene Schallplatte – 1 × Platin für Die Live Kronjuwelen
  • 2011: Deutscher Comedypreis – "Bestes TV-Soloprogramm" für "Revolution"

Weblinks

Einzelnachweise

  1. RTL.de: alles atze – Presseunterlagen (verlinkte Seite nicht mehr verfügbar) zur 6. Staffel
  2. Landgericht Berlin 27 O 26/05; Kammergericht 9 U 71/05
  3. Pressemitteilung 14/2007 des Kammergerichts zum Urteil des Landgerichts Berlin vom 14. März 2007 (Az. 27 O 72/07, Az. 10 U 92/07).
  4. Jurion.de: Vollständiger Text der Urteilsbegründung zu vorgenanntem Urteil
  5. heise online: Atze Schröder gegen Wikipedia, 11. Mai 2007
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Diese Seite wurde zuletzt am 1. Mai 2012 um 11:43 Uhr geändert.

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