Eine Gewalttat ist eine Handlung, die unter Anwendung von Gewalt durchgeführt wird. Sie kann sich auf Handlungen beziehen, die gegen die körperliche oder die psychische Unversehrtheit eines Anderen gerichtet ist. Gewalttaten werden häufig rechtlich sanktioniert, meist als Straftaten. Als Synonym wird häufig der Begriff Ausschreitungen für eine Kette von Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen verwendet.
Unter „Gewaltverbrechen“ versteht man nach allgemeinen Sprachgebrauch einen gesetzwidrigen Anschlag auf die körperliche Unversehrtheit einer Person durch einen Täter. Gewaltverbrechen sind Straftaten.
Beispielhaft für Gewaltdelikte stehen im deutschen Strafrecht
Nicht alle unter diesen Delikten aufgeführte Taten sind Verbrechen (schwere Straftaten), teilweise fallen auch Vergehen (minderschwere Straftaten) darunter. Das Strafmaß richtet sich üblicherweise nach der Schwere der Tat, ist aber selbst kein Gradmesser dafür, ob es sich bei der Tat um ein Gewaltverbrechen handelt.
In der polizeilichen Kriminalstatistik werden als Gewaltkriminalität die Delikte Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, gefährliche und schwere Körperverletzung, Körperverletzung mit Todesfolge, Beteiligung an einer Schlägerei, Vergewaltigung und schwere sexuelle Nötigung, Raubdelikte, erpresserischer Menschenraub, Angriff auf den See- und Luftverkehr sowie Geiselnahme zusammengefasst, auch wenn bei anderen Delikten Gewalt eine Rolle spielen mag.
Jedoch ist nicht jede Handlung, die unter Anwendung von Gewalt durchgeführt wird, im juristischen Sinn strafbar. Einige Beispiele:
Auch der Staat führt in Wahrnehmung seines Gewaltmonopols Gewalttaten aus, etwa mittels Verhängung der Freiheitsstrafe (Deutschland). Neben der Überwindung des Widerstands der Person in verschiedenen Situationen (etwa durch die zwangsweise Blutentnahme zur Täteridentifizierung) ist die in einigen Ländern noch verhängte Todesstrafe als Ausdruck der finalen Gewaltanwendung zu nennen.
Für Opfer von Gewalttaten gibt es in Deutschland das Opferentschädigungsgesetz (OEG), nach dem betroffene Geschädigte eine Entschädigung für die entstandenen Nachteile erhalten können. Voraussetzung ist ein vorsätzlicher, rechtswidriger, tätlicher Angriff auf den Körper (§ 1 Abs. 1 OEG). Es genügt hierbei nach der Ansicht des Bundessozialgerichtes bedingter Vorsatz, d.h. die bewusste Inkaufnahme der Schädigung eines Menschen.
In Deutschland existieren zahlreiche Vereine, die Opfer entschädigen. Im folgenden befinden sich einige von ihnen aufgelistet:
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