Unter Auswilderung oder Ausgewöhnung versteht man den Prozess, Tiere, die in Gefangenschaft gelebt haben, wieder langsam an ein Leben in der freien Natur zu gewöhnen, mit dem Ziel einer dauerhaften Besiedelung und selbstständigen Fortpflanzung.
Bei Tieren, die in Zoos oder Wildparks geboren wurden, geschieht das meist, um bestimmte Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren oder um die ursprüngliche Artenvielfalt wiederherzustellen. Säugetiere und Vögel sind in wesentlich stärkerem Maße, als man noch vor ein bis zwei Jahrzehnten glaubte, auf ein Lernen von den Eltern oder anderen erfahrenen Tieren angewiesen. Neben der Erlernung bestimmter Futterquellen ist das Erkennen von Gefahren und Feinden (Beutegreifern) wichtig. Da bestimmte Tiere Traditionen ausbilden, müssen auch diese den Zootieren beigebracht werden. Bestes Beispiel ist das Erlernen bestimmter Wanderrouten einiger Zugvögel wie Gänsevögeln oder Waldrappen.
Einen Sonderfall stellen Heckrinder in Oostvaardersplassen dar, weil es sich dabei nicht um eigentliche Wildtiere handelt, sondern um Haustiere, die man durch Dedomestikation wieder wildtierähnlich machen will.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Auswilderung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |