Die Automobilindustrie ist ein Industriezweig, der sich der Herstellung von Automobilen und anderen Kraftfahrzeugen widmet. Die Automobilindustrie entstand nach Erfindung des Automobils 1885 durch den Deutschen Carl Benz gegen Ende des 19. Jahrhunderts und erlebte einen bedeutenden Aufschwung durch die Massenproduktion von Kraftfahrzeugen (vor allem durch Henry Ford), der bis heute anhält.
In vielen Industrieländern, wie in den USA, Japan, Deutschland und Südkorea stellt die Automobilindustrie einen der bedeutendsten Industriezweige dar. Die Entwicklung der Produktionsverfahren in der Kraftfahrzeugindustrie ging allerdings dahin, dass bei der Endmontage immer mehr vorgefertigte Komponenten (oder Module) verwendet werden.
2001 wurde in der Europäischen Union (EU-25) ein Umsatz von 643,550 Milliarden Euro erwirtschaftet, davon entfielen auf Deutschland 264,525 Milliarden Euro (=41,1 Prozent). In der Automobilindustrie waren 2001 rund 2.168.400 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 863.207 (=39,8 Prozent) in Deutschland.[1]
In jüngster Zeit ist die Lage der Automobilindustrie schwieriger geworden, viele Hersteller haben Rückgänge bei den Pkw-Neuzulassungen hinnehmen müssen.[2]
Kaum ein anderes industrielles Massenprodukt hat den Alltag der Menschheit mehr verändert als das Automobil. Ungefähr seit dem Jahr 1900 hat es mehr als 2.500 Unternehmen gegeben, die Automobile für den Markt produzieren. Viele Unternehmen, die im 19. Jahrhundert Eisenwaren oder Stahl produzierten, fingen Mitte des Jahrhunderts mit der Produktion von Waffen oder Fahrrädern an und entwickelten dadurch die nötigen Kenntnisse, die Jahrzehnte später im Automobilbau benötigt wurden.
Selbst heute gibt es neben den großen hier aufgeführten Massenherstellern auch noch viele kleine Betriebe im Bereich Automobilproduktion, die nur eine Handvoll – zumeist exklusive – Fahrzeuge produzieren, beispielsweise die Unternehmen Stutz (USA) oder Morgan (GB). Siehe auch eine Liste der Automobilmarken. Mit dem Wachstum und dem gleichzeitigem abnehmenden Eigenwertschöpfungsanteil der Hersteller hat sich auch eine bedeutende Zulieferindustrie entwickelt.
| Position | Hersteller | Land | Umsatz in Mrd. $ |
|---|---|---|---|
| 1. | Toyota | Japan | 204,8 |
| 2. | Volkswagen | Deutschland | 167,9 |
| 3. | General Motors | USA | 149 |
| 4. | Ford | USA | 146,3 |
| 5. | Daimler | Deutschland | 141,2 |
| 6. | Honda | Japan | 94,24 |
| 7. | Nissan | Japan, Frankreich | 88,7 |
| 8. | Peugeot | Frankreich | 56,3 |
| 9. | Fiat | Italien | 53,1 |
| 10. | BMW | Deutschland | 46,7 |
| 11. | Renault | Frankreich | 44,5 |
| 12. | Robert Bosch GmbH (Zulieferer) | Deutschland | 42,0 |
| 13. | Hyundai | Südkorea | 40,1 |
| 14. | Denso (Zulieferer) | Japan | 30,6 (Toyota-Tochter) |
| 15. | Delphi (Zulieferer) | USA | 28,9 |
| 16. | Mazda | Japan | 28,8 |
| Position | Hersteller | Land | Absatz in Mio. Stück |
|---|---|---|---|
| 1. | Toyota | Japan | 8,418 |
| 2. | General Motors | USA | 8,390 |
| 3. | Renault-Nissan | Frankreich, Japan | 7,276 |
| 4. | Volkswagen | Deutschland | 7,140 |
| 5. | Hyundai Kia Automotive Group | Südkorea | 5,702 |
| 6. | Ford | USA | 5,313 |
| 7. | PSA | Frankreich | 3,602 |
| 8. | Honda | Japan | 3,555 |
| 9. | Suzuki | Japan | 2,592 |
| 10. | Fiat | Italien | 2,224 |
| 11. | Daimler | Deutschland | 1,884 |
| 12. | Chrysler | USA | 1,516 |
| 13. | BMW | Deutschland | 1,416 |
| 14. | Mazda | Japan | 1,286 |
| 15. | Mitsubishi | Japan | 1,078 |
Siehe Details unter: Wirtschaftszahlen zum Automobil
In Westeuropa wurden im Jahr 2003 14.208.250 Personenkraftwagen erstmals für den Verkehr zugelassen. Weltweit waren es 56,3 Millionen Automobile. Während die Nachfrage nach Personenkraftwagen mit nur 1 % Wachstum fast stagniert wurden über 6 % mehr Nutzfahrzeuge gegenüber dem Jahr 2002 abgesetzt. Dieser Zuwachs spielt sich zumeist in den so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern ab, mit China als Vorreiter im Wachstumsmarkt, wo gegenüber dem Jahr 2002 35 % mehr Automobile in den Verkehr gebracht wurden. Im Jahr 2006 wurden in den USA 16 Millionen Neuwagen verkauft, in China waren es 4 Millionen und in Indien eine Million.
Die Automobilindustrie ist, gemessen am Umsatz, der mit Abstand bedeutendste Industriezweig Deutschlands. Im Jahr 2008 wurden 345,9 Mrd. € erwirtschaftet. Die nächst umsatzstärkste Branche, der Maschinenbau, brachte es auf 225,5 Mrd. €. Rund 747.000 Personen waren 2009 in der Automobilindustrie hierzulande beschäftigt.[4] Die Branche steuert mit rund 40 % den deutlich größten Anteil an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der deutschen Wirtschaft bei. Dies waren im Jahr 2009 ca. 22,1 Mrd. €.[5] Ihr Exportüberschuss macht weit über die Hälfte des gesamten Exportüberschusses Deutschlands aus.[6]
Deutschland ist nach China und den USA der drittgrößte Pkw-Produzent der Welt. Im Jahr 2010 wurden 5,55 Mio. Pkw produziert.[7] Charakteristisch an der hiesigen Pkw-Produktion ist ihre starke Exportorientierung. Während Japan, aber vor allem China und die USA stärker für das Inland produzieren, gehen von der deutschen Pkw-Produktion rund 69 % ins Ausland - die weltweit höchste Pkw-Exportquote.[8] Nach der Anzahl der verkauften Fahrzeuge wechseln sich daher Japan und Deutschland seit Jahren als Pkw-Exportweltmeister ab. Geht es jedoch nach dem Wert des Pkw-Exports, so liegt Deutschland mit weitem Abstand vor Japan, weil im Ausland insbesondere seine großen und hochpreisigen Fahrzeuge nachgefragt werden.[9]
Automobilproduktion, Kraftfahrzeugbestand und Neuzulassungen in Deutschland: Siehe Details unter Wirtschaftszahlen zum Automobil.
| Unternehmen | Neu-Zulassungen 2005 | Veränderung 2005/04 | Marktanteil 2005 |
|---|---|---|---|
| PSA-Gruppe | 633.430 | +2,2 % | 30,6 % |
| davon Peugeot | 362.157 | -0,3 % | 17,5 % |
| davon Citroën | 271.273 | +5,7 % | 13,1 % |
| Renault-Nissan | 534.173 | -2,7 % | 25,8 % |
| davon Renault | 524.416 | -4,5 % | 25,4 % |
| Volkswagen AG | 228.073 | +11,0 % | 11,0 % |
| davon Volkswagen | 135.975 | +9,5 % | 6,6 % |
| Ford (Gruppe) | 123.810 | +1,4 % | 6,0 % |
| davon Ford (Marke) | 103.587 | +1,9 % | 5,0 % |
| General Motors | 118.208 | -3,0 % | 5,7 % |
| davon Opel | 106.454 | -3,5 % | 5,2 % |
| Unternehmen | Marktanteil 1. Hj. 2006 | Marktanteil 1. Hj. 2005 % |
|---|---|---|
| Fiat (inkl. der Marken Alfa Romeo, Maserati, Lancia, Ferrari) | 30,74 % | 27,73 % |
| Audi-Volkswagen-Seat | 10,26 % | 10,14 % |
| Citroën-Peugeot | 9,96 % | 10,35 % |
| Ford | 7,84 % | 7,81 % |
| Mercedes, Smart | 5,08 % | 5,07 % |
Der heimische Automobilbau in Japan begann, als Fusazō Mori (森 房造, Mori Fusazō) 1903, nachdem er auf einer Messe US-Automobile gesehen hatte, Torao Yamaba (山羽 虎夫, Yamaba Torao) mit dem Bau eines Busses beauftragte.[12] Das Ergebnis war der „Yamaba-Dampfbus“ (山羽式蒸気バス, Yamaba-shiki jōki basu) von 1904.[13] Das erste benzingetriebene Fahrzeug folgte 1907[12] auf Geheiß von Prinz Takehito Arisugawa durch Shintarō Yoshida (吉田 真太郎, Yoshida Shintarō) und Komanosuke Uchida (内山 駒之, Uchida Komanosuke), die sich vom französischen Darracq inspirieren ließen. Von diesem, nach den Geräuschen die es machte, Takurī (タクリー号, Takurī-gō) genannten Fahrzeug wurden 10 Exemplare gefertigt.[14] 1923 oder 1925 begann Jun’ya Toyokawa (豊川 順弥, Toyokawa Jun’ya), der Gründer des Unternehmens Hakuyōsha (白楊社), mit der Produktion des Ōtomo (オートモ号, Ōtomo-gō),[15] der das erste Exportfahrzeug Japans werden sollte.[12]
| Unternehmen | Pkw + Lkw | Anteil | Pkw | Anteil | Lkw | Anteil % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Toyota | 1.719.060 | 29,3 % | 1.519.980 | 32,0 % | 194.012 | 17,8 % |
| Nissan | 842.133 | 14,4 % | 718.295 | 15,1 % | 120.187 | 11,0 % |
| Honda | 709.782 | 12,1 % | 661.450 | 13,9 % | 48.332 | 4,4 % |
| Suzuki | 704.099 | 12,0 % | 551.215 | 11,6 % | 152.884 | 14,0 % |
| Daihatsu * | 605.600 | 10,3 % | 445.609 | 9,4 % | 155.545 | 14,3 % |
| Mazda | 295.128 | 4,9 % | 233.092 | 4,9 % | 51.226 | 4,7 % |
| Mitsubishi | 256.228 | 4,4 % | 187.380 | 3,9 % | 68.848 | 6,3 % |
| Fuji | 248.400 | 4,2 % | 162.184 | 3,4 % | 84.216 | 7,7 % |
* Daihatsu Motor Co., Ltd. ist seit 1967 eng mit der Toyota Motor Co., Ltd. und Toyota Motor Sales Co., Ltd. verbunden
Österreichs Autoindustrie blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits um 1900 wurde von Gräf & Stift der Vorderradantrieb erfunden, und die Steyr-Werke zählten in den 30er-Jahren mit zu den führenden Autoherstellern Europas. Nicht zuletzt durch den Zweiten Weltkrieg und durch Fehlentwicklungen scheiterten allerdings sämtliche österreichische Hersteller in den Nachkriegsjahrzehnten und wurden infolgedessen aufgekauft (Steyr Daimler Puch AG, Gräf & Stift, Puch,...) oder mussten schließen.
Auf Grund dieser Schließungen und der geringer werdenden Bedeutung innerhalb der Gesamtwirtschaft kam es zu Bemühungen durch den damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky einen Austro-Porsche zu bauen, also wieder eine schlagkräftige Autoindustrie aufzubauen. Dieser Aufschwung begann durch die Ansiedlung des Motorenwerkes in Wien-Aspern von General Motors. Heute spielt die Autoindustrie in Österreich nach wie vor eine sehr wichtige Rolle. Bald wurden wertmäßig mehr Autozulieferteile exportiert als fertige Fahrzeuge importiert. Denn aufgrund vorhandenen Know-hows und einem hohen Innovationsgrad investieren internationale Autokonzerne, allen voran BMW in Steyr oder MAGNA in Graz, immer wieder in österreichische Standorte. Mittlerweile existieren 3 Autocluster (AC Styria mit 180 Unternehmen, darunter auch slowenische, kroatische und ungarische Unternehmen. 30.000 von den 44.000 Mitarbeitern sind in Österreich tätig; AC Oberösterreich, AC Vienna Region), um die Zusammenarbeit der Autohersteller und deren Zulieferer zu fördern. Dadurch soll die Effizienz und die internationale Konkurrenzfähigkeit gesteigert werden, um die heimischen Standorte zu stützen. Denn schließlich hat man seit der Osterweiterung mit der Slowakei und deren boomender Autoindustrie rund um Bratislava, welches sehr nahe an der österreichischen Grenze liegt, die Konkurrenz direkt vor der sprichwörtlichen „eigenen Haustüre“.
Doch selbst in dieser Zeit der Globalisierung, des Outsourcing, und der Wirtschaftsflaute in Europa, konnten Österreichs Zulieferbetriebe – vorwiegend mittelständische Unternehmen mit hohem Exportanteil – Umsatz- und Absatzzuwächse erzielen. Der Automobilsektor zählt daher zu den wenigen stark wachsenden Industriezweigen in Österreich (durchschnittliches Jahreswachstum zwischen 2000 und 2003 je 10 %). Grund dafür ist selbstverständlich nicht die bevölkerungsbedingt geringe Inlandsnachfrage, sondern die international gute Wettbewerbsfähigkeit, erkenntlich durch ungebrochen starke Beliebtheit bei den deutschen Autoherstellern, welche den größten Abnehmer österreichischer Automotive (BMW lässt einen Großteil aller benötigten Motoren in Steyr entwickeln und fertigen, bzw. alle Typen von Dieselmotoren im Motorenkompetenzzentrum Steyr entwickeln) darstellen. Wichtige Abnehmer im Ausland sind u.a. Daimler, BMW, VW und Audi. Der Automobilsektor erwirtschaftet mit 38 Mrd. Euro rund 10 % der österreichischen Industrieleistung.
Automobilbranche in Österreich (Hersteller und Zulieferbetriebe) in Zahlen (2003):
Folgende Fahrzeughersteller sind in Österreich vertreten:
Hinzu kommen mehrere hundert teils stark expandierende (meist mittelständische) Zulieferbetriebe, die nicht nur an die in Österreich vertretenen Fahrzeughersteller verkaufen, sondern großteils exportieren, wie zB. voestalpine motion in Linz, MIBA AG in Laakirchen, FACC (Fischer Advanced Composites Components AG) in Ried, Epcos in Deutschlandsberg, Eybl International AG, AVL List, Pankl Racing Systems.
2009 ging die Automobil-Produktion in Polen um 9,2 % auf 899.700 Einheiten zurück. Davon entfielen 605.800 Einheiten auf Fiat Auto Poland. Die Fiat-Werke in Tychy bei Bielsko-Biala leisteten 67 % der polnischen Autoproduktion. Bei Opel Gliwice ging die Produktion um 45 % von 171.700 (2008) auf 94.900 Autos (2009) zurück. VW Poznan baute mit 138.200 Einheiten (2009) 22 % weniger Pkw und Lieferwagen als 2008. Bei FSO in Warschau sank die Produktion um 60 %. Hier wird neben dem kompletten Chevrolet Aveo der Daewoo Matiz vorgefertigt, der dann zur Endmontage in die Ukraine geht. Marktanteile der Autohersteller in Polen: : Fiat 67,3 %; VW 15,4 %, Opel 10,7 % und FSO 6,6 %.
| Unternehmen | Standort | Marke | Stückzahl |
|---|---|---|---|
| Auto Fiat Poland | Tychy | Fiat Panda | 298.000 |
| Auto Fiat Poland | Tychy | Fiat 500 | 184.100 |
| VW Polska | Poznan | VW Caddy | 127.300 |
| Auto Fiat Polska | Tychy | Ford Ka | 112.500 |
| GM Europe | Gliwice | Opel Zafira, Astra III und IV | 94.600 |
| GM, FSO | Warszawa | Chevrolet Aveo | 31.000 |
| insgesamt | Polen | - | 899.700 |
| Unternehmen | Pkw-Zulassungen | Veränderung 2008/73 | Marktanteil |
|---|---|---|---|
| Volkswagen | 32.183 | +4,0 % | 11,2 % |
| Opel | 18.670 | -8,9 % | 6,5 % |
| Audi | 16.964 | +6,1 % | 5,9 % |
| BMW | 16.134 | -4,3 % | 5,6 % |
| Toyota | 15.224 | -11,2 % | 5,3 % |
| Ford | 14.768 | +21,4 % | 5,1 % |
| Renault | 14.580 | -2,1 % | 5,1 % |
| Fiat | 14.122 | +26,5 % | 4,9 % |
| Mercedes-Benz | 13.919 | +3,6 % | 4,8 % |
| Peugeot | 13.708 | -5,9 % | 4,8 % |
| Škoda Auto | 11.134 | +23,8 % | 3,9 % |
| Citroën | 10.391 | -8,6 % | 3,6 % |
| Alle Hersteller | 288.525 | +1,4 % | 100,00 % |
In der Schweiz gibt es einige wenige mittelständische Hersteller von Autobussen, Nutzfahrzeugen und Solar-/Elektromobilen, die bekanntesten sind Mowag und Hess AG.
Bereits seit in 1960-ern erfolgte der Aufbau einer Automobilindustrie in der heutigen Slowakei. Durch ausländische Investoren ist die Slowakei in den ersten Jahren ihrer Mitgliedschaft bei der EU zu einem sehr bedeutenden Fahrzeughersteller herangewachsen, wenn auch kein einziger Hersteller seine Unternehmenszentrale in der Slowakei hat, man also eigentlich keine einzige Type als eine slowakische bezeichnen kann. Wenn man die Fahrzeugerzeugung pro Einwohner des Landes rechnet, so ist die Slowakei weltweit führend. Die drei großen Fahrzeughersteller, die in der Slowakei sind Volkswagen in Bratislava, PSA Peugeot Citroën in Trnava und KIA in Žilina. Betrug im Jahr die Anzahl der erzeugten Einheiten noch 180.000, so wuchs dies bis 2007 auf 570.000 Stück, wobei für 2008 nochmals eine große Steigerung auf 640.000 Stück angenommen wurde.[18]
| Unternehmen | Pkw + Lkw + Busse | Anteil | Pkw | Anteil | Lkw + Busse | Anteil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hyundai | 601.235 | 50,8 % | 446.708 | 46,3 % | 154.527 | 70,6 % |
| Kia | 256.459 | 21,7 % | 212.111 | 22,0 % | 44.348 | 20,3 % |
| Renault-Samsung | 115.425 | 9,7 % | 115.425 | 12,0 % | – | – |
| GM-Daewoo | 106.392 | 9,0 % | 92.260 | 9,6 % | 14.132 | 6,5 % |
| Ssangyong | 99.029 | 8,4 % | 99.029 | 10,3 % | – | – |
| Daewoo Bus | 3.368 | 0,3 % | – | – | 3.368 | 1,5 % |
| Tata-Daewoo | 2.580 | 0,2 % | – | – | 2.580 | 1,2 % |
| Hersteller | Absatz | Veränderung | Marktanteil |
|---|---|---|---|
| Škoda | 56.743 | -5,95 % | 44,55 % |
| Renault | 9.123 | +44,17 % | 7,16 % |
| Volkswagen | 6.926 | +4,72 % | 5,44 % |
| Hyundai | 6.378 | +39,81 % | 5,01 % |
| Ford | 5.763 | -7,44 % | 4,52 % |
| Peugeot | 5.661 | -14,87 % | 4,44 % |
| Citroën | 3.972 | +11,01 % | 3,12 % |
| Unternehmen | Absatz | Veränderung 2006/05 | Marktanteil |
|---|---|---|---|
| General Motors [1] | 4.065.341 | -8,7 % | 24,5 % |
| Ford Motor Co. [2] | 2.901.090 | -8.0 % | 17,5 % |
| Toyota/Lexus/Scion | 2.542.525 | +12,5 % | 15,4 % |
| DaimlerChrysler | 2.390.585 | -5,5 % | 14,4 % |
| Davon: Mercedes-Benz | 247.934 | +10,6 % | 1,5 % |
| Honda/Acura | 1.509.358 | +3,2 % | 9,1 % |
| Nissan/Infiniti | 1.019.249 | -5,3 % | 6,2 % |
| Hyundai/Kia | 749.822 | +2,6 % | 5,6 % |
| Volkswagen/Audi | 329.112 | +5,9 % | 2,0 % |
| BMW/Mini | 313.939 | +2,1 % | 1,9 % |
[1] einschließlich Saab [2] einschließlich Volvo, Land Rover, Jaguar und Aston Martin
Von Umweltverbänden werden Autohersteller für die Feinstaubbelastung, die Zerstörung kostbarer Landschaften als auch für deren Beitrag zum Klimawandel mitverantwortlich gemacht. Der Anteil des Straßenverkehrs an der anthropogenen Emission von CO2 liegt bei 11,5 %.[22] Der Beitrag, den Autos zum Feinstaub beitragen, verursacht durch Dieselruss, Bremsbelag- und Reifenabrieb, beträgt 20-60 %[23], wodurch die Lebenserwartung in der EU um mehr als 8 Monate sinkt.[24]
Nach einer Schätzung der Weltbank sterben jährlich etwa 1,3 Millionen Menschen an Verkehrsunfällen und etwa 50 Millionen werden verletzt, was Kosten von 1-2 % des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts verursacht.[25]
Umweltverbände kritisieren weiter, dass die Autoindustrie trotz einer Marktsättigung mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, und zwar bei der Neuansiedlung von Autofabriken, beim Ausbau von Straßen, einer Verschrottungsprämie oder der Errichtung von Parkanlagen, oft mit dem Argument der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Wettbewerbsfähigkeit einer Region.
Greenpeace stellte 2001 eine Strafanzeige gegen die Autoindustrie aufgrund des Lungenkrebsrisikos durch Dieselabgase. 2006 verklagte ein kalifornischer Generalstaatsanwalt sechs Autokonzerne, weil sie die Erderwärmung mit verantworten. Die Volkswagen-Gruppe landete in einer Studie aus 2009[26] auf dem drittletzten Platz.
Auch zahlreiche Künstler thematisieren in ihren Werken Emotionen oder Gefahren rund um das Auto. Im Medienkunstprojekt Warnviereck[27] wird von der Autoindustrie ein Warnhinweis gefordert, der ähnlich wie bei Zigarettenpackungen auf und in Autos angebracht werden solle.
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