Montag, 28. Mai 2012

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Axel Meyer

Akademische Karriere

Nach dem Besuch des Katharineums zu Lübeck absolvierte er von 1979 bis 1982 sein Grundstudium an der Universität Marburg. Fürs Hauptstudium wechselte er 1982 zunächst an die Universität Kiel, im selben Jahr aber noch an die University of Miami und kurz darauf an die University of California, Berkeley, wo er (nach einem Akademischen Jahr an der Harvard University) in ein PhD-Programm aufgenommen wurde, das er 1988 abschloss.

Anschließend arbeitete er als Postdoc bei Allan C. Wilson (1934-1991) an der University of California at Berkeley im Fachbereich für Biochemie. 1990 wurde er Assistant Professor an der State University of New York at Stony Brook am Department für Ökologie und Evolution, die ihn 1993 zum Associate Professor ernannte. Die Universität Konstanz berief ihn 1997 als Nachfolger von Hubert Markl auf den Lehrstuhl für Zoologie und Evolutionsbiologie.

Forschungsgebiet

Tropheus spec. "Kiriza" und Tropheus moorii "Kachese" (unten), Buntbarsche aus dem Tanganjikasee

Axel Meyer befasst sich vor allem mit der Evolution von verschiedenen Fischtaxa, allen voran die Buntbarsche der afrikanischen Seen wie dem Viktoriasee, dem Tanganjikasee und dem Malawisee. Er konnte durch seine Forschungen zeigen, dass sich die Artengruppen der einzelnen Seen in ihren vielfältigen verhaltensbiologischen und morphologischen Anpassungen jeweils aus unterschiedlichen Stammarten entwickelt haben müssen und dabei einen sehr hohen Grad an Konvergenzen zeigen. Für die rapide Speziationsgeschwindigkeit sind nach Meyer mehrere aufeinanderfolgende Austrocknungsereignisse sowie andere Formen der zeitweiligen Separation der Fischpopulationen verantwortlich.

Einen wichtigen Aspekt seiner Forschung stellen molekularbiologische Untersuchungen dar, mit denen er die Verwandtschaft der einzelnen Arten untermauert. Besonders in den letzten Jahren widmete er sich zudem zunehmend auch der molekularen Entwicklungsbiologie.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt Axel Meyer eine Reihe von nationalen und internationalen Auszeichnungen, darunter den Ernst Mayr Award der Harvard University (1987) und den Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (2000). 2009 wurde er in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.[1] Er ist Mitglied in einer Reihe von wissenschaftlichen Fachgesellschaften und wirkt im Editorial Board einer Reihe von Fachzeitschriften der Zoologie, Evolutionsbiologie und Molekularbiologie.

Meyer ist Mitglied des Beirates der religionskritischen Giordano Bruno Stiftung.

Veröffentlichungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Preise, neue Mitglieder, neue Forschungsprojekte: Der Einsteintag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Pressemeldung in: Informationsdienst Wissenschaft vom 13. November 2009, abgerufen am 19. November 2009
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