| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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Koordinaten: 48° 36′ N, 9° 48′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Göppingen | |
| Höhe: | 455 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,02 km² | |
| Einwohner: |
3.824 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 159 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 73334–73337 | |
| Vorwahlen: | 07331 und 07334 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GP | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 17 007 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Aufhauser Straße 4 73337 Bad Überkingen | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Matthias Heim | |
| Lage der Gemeinde Bad Überkingen im Landkreis Göppingen | ||
Bad Überkingen ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg.
Bad Überkingen liegt im Filstal in 441 bis 750 Meter Höhe. Es gehört in der Region Stuttgart zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.
Die Gemeinde besteht aus den vier Ortsteilen Bad Überkingen, Hausen an der Fils, Oberböhringen und Unterböhringen. Die offizielle Benennung der Ortsteile erfolgt durch vorangestellten Namen der Gemeinde und durch Bindestrich getrennt nachgestellt die Namen der Ortsteile. Die Ortsteile bilden zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung.[2] Zu Bad Überkingen gehören die ehemals selbstständigen Gemeinden Hausen an der Fils und Unterböhringen. Zur Gemeinde Bad Überkingen in den Grenzen vom 30. Juni 1971 gehört das Dorf Bad Überkingen. Zur ehemaligen Gemeinde Hausen an der Fils gehört das Dorf Hausen an der Fils. Zur ehemaligen Gemeinde Unterböhringen gehören das Dorf Unterböhringen, der Weiler Oberböhringen und die Häuser Michelsberg und Wasserberghaus sowie die abgegangene Ortschaft Winegundenwilare.[3]
Überkingen wurde eher spät erstmals 1258 urkundlich erwähnt. Ein Albreht de Vberchingen taucht als Zeuge in einer Schenkungsurkunde zugunsten des Nördlinger Spitals auf. Die ursprünglich alemannische Siedlung hieß damals Urbaricho, was auf ihren Begründer Urbarchio hindeutet. Im 13. Jahrhundert wandelte sich der Name in Ubrichingen. Der Ort gehörte damals den Grafen von Helfenstein. 1396 ging das Dorf, das inzwischen Ueberchingen genannt wurde, in die Hände der Freien Reichsstadt Ulm über.
Seit 1927 darf die Gemeinde den Zusatz „Bad“ tragen. Seit 1992 ist die Gemeinde „prädikatisiertes Heilbad“ – das erste im Landkreis Göppingen.
1. Juli 1971: Hausen an der Fils
1. Januar 1974: Unterböhringen
Seit der Reformation ist Bad Überkingen evangelisch geprägt. In Bad Überkingen und Unterböhringen bestehen jeweils evangelische Pfarreien. Die nächstgelegene römisch-katholische Kirche befindet sich in Geislingen an der Steige. In 14-täglichen Wechsel findet allerdings jeden Samstag ein katholischer Gottesdienst in der evangelischen Kirche statt. Die Kirche in Bad Überkingen ist die St.-Gallus-Kirche und wurde um das Jahr 1470 erbaut – und so bis in die jetzige Zeit nahezu unverändert belassen. Zum größten „Schatz“ der Kirche gehören die Deckenbemalung und die Emporenbemalung. Die Deckenbemalung stammt aus dem Jahre 1580 und wurde durch die Künstler Bonsdörfer aus Konstanz und Henneberger aus Geislingen gestaltet. Ca. 60 Jahre später wurde dann die Emporenbemalung erstellt.
Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2004:
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1837 | 1394 |
| 1907 | 1527 |
| 17. Mai 1939 | 1823 |
| 13. September 1950 | 2493 |
| 27. Mai 1970 | 2967 |
| 31. Dezember 1983 | 4134 |
| 31. Dezember 2000 | 3895 |
| 31. Dezember 2005 | 3992 |
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte zu folgendem Ergebnis:[4]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2009 | Sitze 2009 | % 2004 | Sitze 2004 | |
| BWV | Bürgerliche Wählervereinigung | 54,2 | 8 | 53,0 | 7 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 45,8 | 7 | 47,0 | 7 |
| gesamt | 100,0 | 15 | 100,0 | 14 | |
| Wahlbeteiligung | 59,9 % | 58,3 % | |||
Am 29. November 2009 konnte sich Matthias Heim (CDU) als Herausforderer gegenüber dem Amtsinhaber, Martin E. Joos durchsetzen. Martin E. Joos war seit 1993 Bürgermeister von Bad Überkingen. Die Amtszeit begann am 15. Januar 2010.
Blasonierung: „In Silber auf gewelltem blauen Schildfuß ein roter Brunnen mit zwei Schalen übereinander und beiderseits aufsteigendem blauem Wasserstrahl.“
Die Flagge Bad Überkingens ist rot-weiß.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG hat ihren Stammsitz in Bad Überkingen.
Bad Überkingen und Hausen an der Fils waren von 1903 bis 1983 durch die Bahnstrecke Geislingen an der Steige–Wiesensteig an das Schienennetz angeschlossen. Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen erbauten die Bahnhofsgebäude in Bad Überkingen und in Hausen als Einheitsbahnhöfe vom Typ IIb respektive IIa.[5] Nach Stilllegung der Strecke befindet sich auf ihr ein regional bedeutsamer Radweg.
| Programm | Frequenz | ERP [kW] |
|---|---|---|
| SWR 2 | 88,5 MHz | 0,5 kW |
| SWR 1 Baden-Württemberg | 93 MHz | 0,5 kW |
| SWR 3 | 95,5 MHz | 0,5 kW |
| Antenne 1 | 105,4 MHz | 1 kW |
| SWR4 Radio Stuttgart | 107,9 MHz | 0,1 kW |
In Oberböhringen betreibt der SWR einen UKW-Füllsender, der als Antennenträger einen freistehenden Betonmast verwendet. Die folgenden Programme werden abgestrahlt:
Der Sender wurde nicht zur Ausstrahlung analoger Fernsehprogramme verwendet. Seit Oktober 2009 wird von dort aus auch DVB-T mit einer Leistung von 2kw ausgestrahlt.
Bad Überkingen liegt an der Schwäbischen Albstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Am Albtrauf östlich von Bad Überkingen liegt der Felsen Kahlenstein, von dem ein Ausblick auf das obere Filstal besteht. Fast alle nicht bebauten Flächen sind Natura-2000-Flächen und als bedeutende Vogelschutzgebiete unter europäischem Schutz: Die Naturschutzgebiete Hausener Wand, Autal und Dalisberg unterstreichen den hohen landschaftlichen Wert.
Auf einem nördlichen Ausläufer des "Fränkel" (680 m) liegt auf Unterböhringer Markung die ehemalige Burg Rommental. Die Burgstelle ist noch durch den ehemaligen Schloßgraben erkennbar, Mauerreste findet man nicht mehr.
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