| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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Koordinaten: 50° 14′ N, 8° 36′ O |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Hochtaunuskreis | |
| Höhe: | 194 m ü. NN | |
| Fläche: | 51,14 km² | |
| Einwohner: |
52.229 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 1021 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 61348, 61350, 61352 | |
| Vorwahl: | 06172 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HG | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 34 001 | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 61348 Bad Homburg v. d. Höhe | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Michael Korwisi (Grüne) | |
| Lage der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe im Hochtaunuskreis | ||
Der Kurort Bad Homburg vor der Höhe (amtlich Bad Homburg v. d. Höhe) ist die Kreisstadt des Hochtaunuskreises im Land Hessen und eine von sieben Sonderstatusstädten des Landes. Sie hat rund 53.000 Einwohner (Fortschreibung November 2011).
Die Stadt Bad Homburg liegt im Ballungsraum Rhein-Main und grenzt direkt an Frankfurt am Main. Der Zusatz „Bad“ wird seit 1912 geführt. Bad Homburg ist für seine teure Wohnlage mit einer Reihe von Villengebieten bekannt. Die Kurstadt ist – wie einige weitere Taunusstädte – bevorzugtes Wohngebiet für in Frankfurt tätige, meist gut verdienende Pendler. Zugleich ist Homburg Sitz einer Reihe von Unternehmen, deren Beschäftigte als Einpendler die Auspendler an Zahl überwiegen.
Die Stadt Bad Homburg liegt in 137 bis 250 Metern Höhe über Normalnull (im Mittel 194 Meter).
Bad Homburg grenzt im Norden an die Gemeinde Wehrheim und die Stadt Friedrichsdorf, im Osten an die Städte Rosbach vor der Höhe und Karben (beide Wetteraukreis), im Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, im Südwesten an die Stadt Oberursel (Taunus) sowie im Nordwesten an die Stadt Neu-Anspach.
Die Eingemeindung der umliegenden Dörfer setzt 1901 mit Kirdorf ein. 1937 folgen Gonzenheim und schließlich 1972 im Zuge der großen Kreis- und Gemeindereform Ober-Eschbach, das weiter außen liegende Ober-Erlenbach und Dornholzhausen.
Bereits in mittelalterlicher Zeit kam es zur Übernahme des Dorfes Mittelstedten, wobei hier lediglich die Bevölkerung in die Stadt umgesiedelt und das Dorf aufgegeben wurde.
Neben den Eingemeindungen sind vor allem die in der Zeit der Hugenottenansiedlung von Homburg ausgehende östlich gelegene Neugründung Friedrichsdorf (heute selbstständig), sowie die Wiederansiedlung von Menschen auf dem Gebiet der Wüstung Dornholzhausen (heute: Stadtteil von Bad Homburg) zu nennen.
Der Name der Stadt Homburg leitet sich von der Burg Hohenberg ab.
Die Stadt Homburg, das heutige Bad Homburg, ist urkundlich erstmals um 1180 nachgewiesen. Archäologische Untersuchungen haben für den gleichen Zeitraum Nachweise von Besiedlung erbracht. Die Zuschreibung einer Erwähnung Villa Tidenheim = „Dietigheim“ im Lorscher Codex aus dem Jahr 782 für die Stadt ist daher unwahrscheinlich.
Für die Annahme, Homburg habe um 1330 Stadt- und Marktrecht erhalten, gibt es ebenfalls keine eindeutigen Beweise, denn eine entsprechende Urkunde liegt nicht vor. 1335 gestattete allerdings Kaiser Ludwig IV., genannt der Bayer, den Herren von Eppstein, in dem zu ihrem Territorium gehörenden „Dal und Burg zu Hoenberg“ ebenso wie in Steinheim und Eppstein je zehn Juden anzusiedeln. Da Ludwig den beiden ebenfalls genannten Orten bereits Stadtrechte verliehen hatte,[2] wird angenommen, dass dies auch für Homburg zutraf; im 15. Jahrhundert wird Homburg nur noch Stadt genannt.
1486 verkaufte Gottfried X. von Eppstein Homburg für 19.000 Gulden an Graf Philipp I. von Hanau-Münzenberg. 1504/1521 verlor Hanau Homburg wiederum an die Landgrafschaft Hessen. Mit deren Teilung nach dem Tod des Landgrafen Philipp I., fielen Burg, Amt und Stadt Homburg an Hessen-Darmstadt, 1622 an die Nebenlinie Hessen-Homburg. 1866 fiel Homburg nach dem Aussterben des Landgrafengeschlechts von Hessen-Homburg an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt zurück, wurde jedoch im gleichen Jahr in Folge des Preußisch-Österreichischen Kriegs preußisch.
Mit Aufkommen des Kurbetriebs ab Mitte des 19. Jahrhunderts, der sehr von der Einrichtung einer Spielbank profitierte, wandelte sich die Stadt zu einem international berühmten Bad.
Nach 1888 wurde Bad Homburg Sommerresidenz von Kaiser Wilhelm II.
Horex war eine bekannte deutsche Motorradmarke der Horex – Fahrzeugbau AG, die 1923 von Fritz Kleemann in Bad Homburg gegründet wurde. Derzeit ist in Bad Homburg ein Horex-Museum in Bau. Der 1,6 Millionen Euro teure Neubau in der Nähe der inzwischen abgetragenen Horex-Fabrik soll Ende Mai bzw. Anfang Juni 2012 eröffnet werden.[3]
Der Kurbetrieb in Bad Homburg ging vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem auch das Kurhaus durch Bomben schwer beschädigt wurde, stark zurück. Führende Hotels wurden zudem von der Militärregierung beansprucht. Die Bedeutung der Stadt als Sitz von Behörden und Verwaltungen nahm dagegen zu. Schon im Herbst 1946 ordnete die Militärregierung die Gründung bizonaler Behörden an. Sitz der Verwaltungsstelle für Finanzen wurde Bad Homburg. Hier richtete am 23. Juli 1947 der Wirtschaftsrat der Bizone zur Vorbereitung der Währungsreform die „Sonderstelle Geld und Kredit“ ein, deren Leiter Ludwig Erhard wurde. Nach der Gründung der Bundesrepublik mit der Hauptstadt Bonn blieben in Bad Homburg noch die Bundesschuldenverwaltung (ab 2002 umbenannt in Bundeswertpapierverwaltung, seit 1. August 2006 Teil der Deutschen Finanzagentur), das Amt für Wertpapierbereinigung und das Bundesausgleichsamt.
Im Verlauf des 20. Jahrhundert war Bad Homburg zu einem bevorzugten Wohnsitz wohlhabender Frankfurter Familien geworden, eine Tendenz, die sich als Folge der Kriegszerstörungen in Frankfurt verstärkte. Am 30. November 1989 wurde der in Bad Homburg wohnende Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG, Alfred Herrhausen, durch eine von seinem Dienstwagen ausgelöste Bombe getötet.[4]
Die letzten drei Kommunalwahlen hatten folgende Ergebnisse:
| Parteien und Wählergemeinschaften | Prozent 2011[5] | Sitze 2011 | Prozent 2006 | Sitze 2006 | Prozent 2001 | Sitze 2001 |
Kommunalwahl 2011 in Bad Homburg
%
50
40
30
20
10
0
40,3 %
23,6 %
14,6 %
7,1 %
6,1 %
4,7 %
2,0 %
1,7 %
Gewinne und Verluste
|
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 40,3 | 20 | 42,2 | 21 | 38,3 | 23 | |||
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 23,6 | 12 | 11,2 | 6 | 12,4 | 7 | |||
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 14,6 | 7 | 16,9 | 8 | 19,1 | 11 | |||
| FDP | Freie Demokratische Partei | 7,1 | 3 | 10,7 | 5 | 8,8 | 5 | |||
| BLB | Bürgerliste Bad Homburg | 6,1 | 3 | 8,6 | 4 | 12,1 | 7 | |||
| NHU | Neue Homburger Union | 4,7 | 2 | 6,3 | 3 | — | — | |||
| Die Linke.WASG | Die Linke.WASG – Bad Homburg vor der Höhe | 2,0 | 1 | 1,8 | 1 | — | — | |||
| REP | Die Republikaner | 1,7 | 1 | 2,3 | 1 | 3,5 | 2 | |||
| FHW | Freie Homburger Wähler | — | — | — | — | 5,9 | 4 | |||
| Gesamt | 100,0 | 49 | 100,0 | 49 | 100,0 | 59 | ||||
| Wahlbeteiligung in Prozent | 49,5 | 44,5 | 50,9 | |||||||
| Oberbürgermeister | Partei | Amtszeit | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Dr. Karl Tettenborn | – | 1892–1901 | seit 1900 mit Titel Oberbürgermeister |
| Dr. Ernst Ritter von Marx | – | 1901–1905 | seit 1902 mit Titel Oberbürgermeister |
| Konrad Maß | – | 1905–1907 | seit 1905 mit Titel Oberbürgermeister |
| Walter Lübke | DVP | 1907–1924 | seit 1909 mit Titel Oberbürgermeister |
| Dr. Georg Eberlein | DVP | 1924–1933 | Bürgermeister |
| Richard Hardt | NSDAP | 1933–1934 | |
| Erich Meusel | NSDAP | 1933–1945 | |
| Dr. Georg Eberlein | FDP | 1945–1948 | mit Titel Oberbürgermeister |
| Karl Horn | CDU | 1948–1962 | mit Titel Oberbürgermeister |
| Dr. Armin Klein | CDU | 1962–1980 | seit 1979 mit Amtsbezeichnung Oberbürgermeister |
| Wolfgang Assmann | CDU | 1980–1998 | Oberbürgermeister |
| Reinhard Wolters | CDU | 1998–2003 | Oberbürgermeister; seine Wahl wurde nachträglich für ungültig erklärt, Wolters war dadurch offiziell nie Oberbürgermeister. Die von ihm getroffenen Entscheidungen blieben aber alle in Kraft. |
| Dr. Ursula Jungherr | CDU | 2003 bis 17. September 2009 | Oberbürgermeisterin |
| Michael Korwisi | Bündnis 90/Die Grünen | seit 18. September 2009 | Oberbürgermeister |
Bad Homburg war nie eine kreisfreie Stadt und hatte daher zunächst keinen Oberbürgermeister. Kaiser Wilhelm II., der regelmäßig im Schloss residierte, verlieh den seit 1892 amtierenden Bürgermeistern als persönliche Auszeichnung den Titel Oberbürgermeister, wenn auch zum Teil erst ein bis zwei Jahre nach ihrem Amtsantritt als Bürgermeister. Nach dem Ende der Monarchie wurde diese Bezeichnung den Stadtoberhäuptern nicht mehr verliehen.
Dr. Georg Eberlein durfte nach 1945 aufgrund Bestimmung der Besatzungsbehörden die Dienstbezeichnung Oberbürgermeister führen; seinem Nachfolger Karl Horn gestattete das die Landesregierung. Seit 1979 tragen alle Stadtoberhäupter die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister, da Bad Homburg zu einer „Stadt mit Sonderstatus“ wurde.
Ursula Jungherr (CDU) war von Dezember 2003 bis September 2009 Oberbürgermeisterin. Seit der letzten Kommunalwahl im Jahr 2006 regiert eine schwarz-gelbe Koalition. Bei der Oberbürgermeisterwahl am 26. April 2009 erhielt Ursula Jungherr 39,0 Prozent, der Herausforderer Michael Korwisi (Bündnis 90/Die Grünen), der als Unabhängiger angetreten war, 39,3 Prozent. Der Kandidat der Sozialdemokraten, Karl Heinz Krug, erzielte 21,7 Prozent der Stimmen. Am 10. Mai 2009 kam es zu einer Stichwahl zwischen Ursula Jungherr und Michael Korwisi. Bei dieser erreichte Ursula Jungherr 40,5 Prozent, Herausforderer Michael Korwisi 59,5 Prozent der Bad Homburger Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung war mit 45,8 Prozent einige Prozentpunkte höher als beim ersten Wahlgang.[6] Die Amtszeit von Michael Korwisi begann am 18. September 2009.
Im Jahr 1956 wurde eine Städtepartnerschaft zwischen Bejaia und Bad Homburg vor der Höhe vereinbart. Es war damals die einzige Städtepartnerschaft mit Algerien und nur eine von sechs zwischen Deutschland und Afrika. Mit der Machtergreifung Ben Bellas 1963 wurde diese Städtepartnerschaft von algerischer Seite beendet. Der Versuch einer Reaktivierung der Städtepartnerschaft durch den Bürgermeister Bejaias im Jahr 1975 scheiterte.[7]
Die überdurchschnittlich hohe Kaufkraft der ansässigen Bevölkerung ist für den Bad Homburger Einzelhandel sehr vorteilhaft, ein geringer Teil fließt in den angrenzenden Frankfurter Einzelhandel ab. Politisch wird die Innenstadt attraktiv gehalten, Ansiedlungen, zum Beispiel von Discountmärkten in Stadtrandlage, sind verboten. Dies führte zu einer rapiden Expansion der an das Bad Homburger Stadtgebiet angrenzenden Industriegebiete in Frankfurt-Nieder-Eschbach und Frankfurt-Kalbach-Riedberg. Inzwischen überragt gemessen an Nachbarorten mit ebenfalls hoher Kaufkraft Bad Homburg: rund 96 von 100 Euro werden auch hier ausgegeben (Oberursel (Taunus): knapp 66 Euro, Königstein im Taunus: 51 Euro, Kronberg im Taunus: 30 Euro).
Die besonders hohe Lebensqualität, die Bad Homburg bietet, führt dazu, dass die Bodenpreise in der Kurstadt zu den höchsten in der ganzen Bundesrepublik zählen.
In Bad Homburg haben unter anderem folgende Unternehmen ihren Sitz: Amadeus Germany GmbH, Basler Securitas Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bridgestone Deutschland GmbH, DELTON AG, Deutsche Leasing AG, Feri Finance AG, Fresenius SE & Co. KGaA, Fujitsu, Hewlett Packard GmbH, ixetic GmbH, Lilly Deutschland GmbH,Kewill GmbH, Linotype GmbH, MEDA Pharma GmbH & Co. KG, PIV-Drives GmbH, RINGSPANN GmbH (ein Unternehmen der Antriebs- und Spanntechnik) sowie die Verwaltung Quandt-Gruppe.
Daneben ist die Stadt Sitz der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs, der AOK Hessen, der Spielbank Bad Homburg und des regionalen Fernsehsenders rheinmaintv. Ferner ist hier einer der beiden Sitze der TaunusSparkasse.
Mit der Landgräflich Hessischen concessionierten Landesbank in Homburg war Bad Homburg zwischen 1855 und 1876 Sitz einer Notenbank. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten das Bundesausgleichsamt und die Bundesschuldenverwaltung ihren Sitz in Bad Homburg.
Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Kurbetrieb, der auf die zahlreich vorhandenen Heilquellen gründet. Zentrum des Kurbetriebs ist das 1982 bis 1984 errichtete, postmoderne neue Kurhaus. Das traditionelle Kaiser-Wilhelms-Bad liegt im Kurpark Bad Homburg, einem 44 Hektar großen Park im englischen Landschaftsstil (Entwurf von Peter Joseph Lenné) am Ostrand der Innenstadt. Der untere Teil des Parks ist vor allem für die vielen Brunnen bekannt, die relativ dicht beieinander liegen, aber zum Teil sehr unterschiedliche Mineraliengehalte aufweisen.
Eine Reihe von Kliniken bieten Heilbehandlungen aller Art an. Neben den Hochtaunus-Kliniken, den Kliniken des Hochtaunuskreises sind dies unter anderem die Wickerklinik, Klinik Wingertsberg, Klinik Dr. Baumstark und die Paul-Ehrlich-Klinik.
Neben dem Kurbetrieb bietet Stadt und Umgebung insbesondere Tagesgästen bekannte Sehenswürdigkeiten:
Bad Homburg ist durch die S-Bahn-Linie S5 (Homburger Bahn) mit Frankfurt verbunden. Der Bahnhof Bad Homburg ist weiterhin der Endbahnhof der kommunalen Taunusbahn, die die Kreisstadt mit den Orten des Hintertaunus verbindet und in den Hauptverkehrszeiten nach Frankfurt Hauptbahnhof weitergeführt wird. In Bad Homburg existiert ein Stadtbusnetz, welches neun Tages-, fünf Abend- und acht Schulbuslinien umfasst, sowie an Wochenenden drei Nachtbuslinien nach Frankfurt am Main, Friedrichsdorf und Usingen/Neu-Anspach. Betreiber der Busse ist seit dem 1. Januar 2009 die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen GmbH (VM). Die Linien wurden zum genannten Datum in Bad Homburg und Oberursel aufgrund einer europaweiten Ausschreibung abgegeben. Zuvor war die Connex-Tochter Alpina Bad Homburg GmbH Betreiber im Auftrag der Stadt. Des Weiteren gibt es noch fünf Regionalbuslinien, die die Stadt mit Schmitten, Weilrod, Grävenwiesbach, Friedrichsdorf, Bad Vilbel, Weilmünster, Weilburg, Kronberg und Königstein verbinden.
Seit 1995 sind alle Verkehrslinien im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zusammengefasst.
Von 1899 bis 1935 gab es die elektrische Straßenbahn Bad Homburg vor der Höhe der EAG vorm. W. Lahmeyer & Co. Dazu gehörte die 1900 eröffnete Saalburgbahn zum Römerkastell Saalburg im Taunus. Von 1910 bis 1962 fuhren elektrische Züge der Frankfurter Lokalbahn AG von Frankfurt kommend entlang der Louisenstraße bis zum Markt, dann nur noch zum Alten Bahnhof (heute Rathaus). Die Strecke wird seit dem 19. Dezember 1971 von der Stadtbahnlinie U2 nur noch bis Gonzenheim befahren. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren, um diese Stadtbahnlinie bis zum 1907 im wilhelminischen Stil errichteten Bad Homburger Bahnhof weiterzuführen.
Frühere Überlegungen, die U-Bahn durch Bad Homburg bis zum Sportzentrum Nordwest und sogar über die Saalburg in den Hintertaunus zu verlängern, um den Pendlern auf der überlasteten Bundesstraße 456 einen Anreiz zum Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu geben, sind derzeit nicht geplant.
Bad Homburg liegt am Fuß des Saalburgpasses, der Straßenverbindung zwischen Frankfurt und dem Usinger Land. Heute verläuft hier die vielbefahrene Bundesstraße 456. Der Umbau der Peters-Pneu-Kreuzung in Bad Homburg, durch eine Tunnellösung zur Vermeidung des täglichen Staus, ist in Bad Homburg politisch hoch umstritten. Drei Abfahrten der Bundesautobahn 661 erschließen Bad Homburg. Das Bad Homburger Kreuz stellt die Kreuzung zwischen der Bundesautobahn 661 und Bundesautobahn 5 dar.
Außerdem ist Bad Homburg Standort des regionalen Fernsehsenders rheinmaintv für das Rhein-Main-Gebiet.
Bad Homburg verfügt über folgende Behörden, Gerichte und Einrichtungen:
| Schule | Typ | |
| Accadis International School Bad Homburg | Internationales zweisprachiges Gymnasium | |
| Kaiserin-Friedrich-Gymnasium | Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe | |
| Humboldtschule | Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe | |
| Gesamtschule am Gluckenstein | Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe | |
| Maria-Ward-Schule | private Realschule und Berufsfachschule für Mädchen | |
| Feldbergschule | Berufsschule, Außenstelle Bad Homburg, BGJ und BVJ | |
| Hochschule | Typ | |
| accadis Hochschule Bad Homburg | Wirtschaftshochschule | |
| Schule | Typ |
| International Language School | private Sprachschule |
| Pestalozzischule | Förderschule |
| Volkshochschule/Musikschule | |
In Bad Homburg bestand seit dem späten Mittelalter eine jüdische Gemeinde. 1639 werden elf Juden gezählt. Die Zahl der Juden stieg im weiteren Verlauf deutlich an. 1803 waren es 105 Familien und um 1925 bestand die jüdische Gemeinde aus etwa 400 Personen (also 2,5 % der damals etwa 16.000 Einwohner).[9]
Die jüdische Gemeinde hörte nach der Zerstörung der Synagoge in der Pogromnacht 1938 und der Deportation der letzten Bad Homburger Juden im Jahre 1942 auf zu existieren. Im Jahre 2010 lebten nur wenige Juden in der Stadt.[10]
Am Standort der ehemaligen Synagoge in der Elisabethenstraße befindet sich heute eine Freifläche, die als Spielplatz genutzt wird. Ein Denkmal und eine Bronzetafel erinnern an die Synagoge und die jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Seit 1997 findet alle zwei Jahre im Kurpark eine Skulpturenausstellung mit renommierten Bildhauern der Gegenwart verbunden mit einem Förderpreiswettbewerb unter dem Namen Blickachsen statt. Außerdem wird seit 1989 jedes Jahr am 7. Juni, dem Todestag Friedrich Hölderlins, zusammen mit einem Förderpreis der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg verliehen.
Seit 1995 findet alle zwei Jahre Fugato, ein internationales Orgelfestival mit weltbekannten Musikern sowie einem weiteren Förderpreis statt. Außerdem findet seit 1935 (zwischenzeitlich wegen des Zweiten Weltkrieges unterbrochen) immer am ersten Septemberwochenende das Laternenfest Bad Homburg statt.
In Bad Homburg existieren die Bleib Gesund Stiftung, die den Oskar-Kuhn-Preis verleiht, die BMW-Stiftung Herbert Quandt, die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, die Flersheim Stiftung, die Fritz-Acker-Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung zum Nutzen der Allgemeinheit, die Herbert-Quandt-Stiftung der Altana AG, die Johanna-Quandt-Stiftung, die Martin-Carl-Adolf-Böckler-Stiftung, die die „Homburger Gespräche“ organisiert, die Patienten-Heimversorgung, eine gemeinnützige Stiftung, sowie die Stiftung, die Johann Christian Rind 1776 testamentarisch verfügte. Außerdem die Rotary-Bad Homburg-Schloss-Stiftung und die Werner Reimers Stiftung.
Das Gordon-Bennett-Rennen 1904 rückte Bad Homburg in den Mittelpunkt der Sportwelt.
Bad Homburg verfügt über zwei bekannte Freizeitbäder: das Seedammbad und die Taunus-Therme.
Das Seedammbad ist ein stadteigenes Erlebnis- und Freizeitbad. Im Hallenbereich stehen ganzjährig neben Solarien und Saunaangeboten ein 50 Meter-Sportbecken, eine Wassertretanlage, Whirlpools, mehrere Kinderbecken und eine Röhrenrutsche zur Verfügung. Die Besonderheit des Seedammbades ist das sogenannte „Abenteuerbecken“. Dieses Becken (mit Wasserpilzen, Spritzen, Massagedüsen, Rutschen, Karussell, Tunnel und Strömungskanal) befindet sich als Teil des Hallenbades unter einer Glaskuppel, die bei gutem Wetter geöffnet werden kann. Bei geöffneter Kuppel ist dieses Becken Teil des großen Freibades. Das Freibad verfügt über zusätzliche drei Schwimmbecken, Sprungturm, Kinderbecken, Kinderspielplatz und riesige Liegewiesen. Zur Beliebtheit des Bades trägt bei, dass die Eintrittspreise durch die Stadt hoch subventioniert sind.
Die Taunus-Therme liegt dem Seedammbad direkt gegenüber am Rande des Kurparks.[12] Das privat betriebene Bad bietet neben Sauna, Solarium und verschiedenen Schwimmbecken medizinische Anwendungen, Gastronomie und zwei Kinos an.
Die Skulpturenallee zwischen Bahnhof und Rathaus in Bad Homburg ist eine Grünanlage neben dem Gebäude der Bundesschuldenverwaltung, in dem eine Reihe von Skulpturen namhafter Künstler ausgestellt sind.
Erwin Wortelkamp, „Für Lenné“, 2001
Karl Menzen, Tanz Solo, 2008
Um das Schloss Bad Homburg erstreckt sich der Schlosspark Bad Homburg, ein nach englischem Vorbild entstandener Landschaftsgarten und Teil der Landgräflichen Gärten Bad Homburg.
Im Kurpark stehen unter anderem Denkmäler für Friedrich Hölderlin, Peter Joseph Lenné, Wilhelm Filchner, Maximilian Oskar Bircher-Benner, die Kaiser Wilhelm I., Wilhelm II. und Friedrich III. sowie seiner Gattin Victoria.
Im Forstgarten befindet sich das Naturdenkmal Krausbäumchen (eine Süntel-Buche). Die Felsengruppe Rabenstein, ebenfalls ein Naturdenkmal, ist bei Kirdorf zu finden. An der Gemarkungsgrenze zwischen Kirdorf und Bad Homburg befindet sich der Gluckenstein.
Auf dem Waisenhausplatz wurde 1875 das Kriegerdenkmal 1870/71 errichtet.
Zwischen Taunus-Therme und Seedammbad erinnern drei Granitstelen an den an dieser Stelle ermordeten Alfred Herrhausen.
Etwa sieben Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums erhebt sich mit 591 Metern der Herzberg mit einem Aussichtsturm.
Alle Denkmäler in Bad Homburg sind in der Liste der Kulturdenkmäler in Bad Homburg vor der Höhe zu finden.
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