Bad Windsheim
Geografie
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Sugenheim, Ipsheim, Markt Erlbach, Trautskirchen, Obernzenn, Illesheim, Burgbernheim, Ergersheim und Markt Nordheim. Außerdem grenzt das gemeindefreie Gebiet Osing an das Gemeindegebiet.
Stadtgliederung
Die politische Gemeinde Bad Windsheim hat 14 amtlich benannte Ortsteile[2]:
- Bad Windsheim
- Berolzheim
- Erkenbrechtshofen
- Humprechtsau
- Ickelheim
- Kleinwindsheimermühle
- Külsheim
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- Lenkersheim
- Oberntief
- Rehhof
- Rüdisbronn
- Unterntief
- Walkmühle
- Wiebelsheim
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Geschichte

Bad Windsheim im 17. Jahrhundert, Kupferst. M. Merian

Straßenpartie in Bad Windsheim

Brunnen und Altstadthäuser in Bad Windsheim
- 741 erster urkundlicher Hinweis auf eine Ansiedlung. Anlässlich der Gründung der Diözese Würzburg schenkt Herzog Karlmann der Domkirche die Windsheimer Martinskirche.
- 1234 Windsheim wird erstmals als Markt („forum“) genannt
- 1248 Windsheim wird Stadt/Reichsstadt
- 1291 Stiftung des Augustiner-Eremiten-Klosters
- 1343 Ludwig IV., der Bayer besucht Windsheim und bestätigt die von seinen Vorgängern gewährten Privilegien
- 1344 Enge politische Verbindung mit Nürnberg
- 1393/1402 Lateinschule wird gegründet
- 1413 Kaiser Sigismund besucht Windsheim und bestätigt wiederum die Privilegien
- 1509 Tilman Riemenschneider schafft den Zwölfbotenaltar für die Kilianskirche.
- 1512 Auf dem Rittertag in Windsheim wird ein Brief des Pfalzgrafen verlesen, der mitteilt, er sei an der Niederwerfung des Konrad Schott nicht beteiligt gewesen.
- 1525 Die Reformation hält Einzug in Windsheim. Sieg der Bauernhaufen Florian Geyers und Gregors von Burgbernheim über den Markgrafen Kasimir bei Windsheim
- 1529 Windsheim gehörte zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer.
- 1596/1597 Verbrennung von 25 Frauen als Hexen
- 1632 Die Schweden unter Gustav II. Adolf sind 2 mal in der Stadt
- 1659 Kaiser Leopold I. ist in der Stadt
- 1659 Kaiser Joseph I. reist durch Windsheim
- 1709 Georg Wilhelm Steller wird in Windsheim geboren
- 1730 Feuer zerstört weite Teile der Stadt
- 1752 Von Wilhelm Simon Carl Hirsching werden erstmals die Solequellen in Windsheim beschrieben („Gesundbrunnen auff dem Kehrenberg“)
- 1802 Ende der freien Reichsstadt - Windsheim wird erstmals Bayern zugesprochen
- 1804 Kurzes preußisches Intermezzo
- 1810 Endgültige Zuordnung zum Königreich Bayern
- 1906 Errichtung des Kurhauses
- 1961 Windsheim wird zum Bad ernannt
- 1972 Im Zuge der bayerischen Gebietsreform werden zahlreiche Ortschaften nach Windsheim eingemeindet. Windsheim kommt zum Kreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- 1982 Eröffnung des Fränkischen Freilandmuseums
- 1999 Eröffnung des Kur & Kongress-Centers
- 2005 Errichtung einer Thermalbadelandschaft mit Wellness- und Saunabereichen
- 2005 Eröffnung der Franken Therme Bad Windsheim (17. Dezember)
- 2006 Einweihung der sanierten Spitalkirche als Museum "Kirche in Franken"
- 2007 Gewinn des Deutschen Tourismuspreises 2007
Politik
Stadtrat
Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern.
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Bad Windsheim hat eine acht Meter hohe Rolandstatue: (1928 errichtet als Mahnmal, acht Meter hohe Figur aus Muschelkalksandstein und elf Meter hohe Säule).
- Alter Bauhof von 1441 bis 1443, großartiges Zimmermannswerk, seit 1989 zum Fränkischen Freilandmuseum gehörend.
- Kloster der Augustiner-Eremiten: 1291 gestiftet, 1525 aufgelöst; nur der Chor der Kirche ist erhalten, um 1620 grundlegende Umgestaltung für die 1559 gegründete Stadtbibliothek; Fachwerkturm datiert 1616.
- Kurpark: ca. 30 Hektar groß, sehenswerte Allee
- Frankentherme: umfasst ein Thermal-Sole-Bad, Sauna, Wellness-Bereich und eine Gaststätte; folgende Thermalsolebecken stehen zur Verfügung: ein Hallenbecken mit 1,5 % Sole, 32-34 °C, ein Außenbecken mit 1,5 % Sole, 28-34 °C, ein Hallenbecken mit 4 % Sole, 34-36 °C, ein Hallenbecken mit 12 % Sole, 36 °C und Europas größter, ganzjährig beheizter Salzsee mit der Atmosphäre des Toten Meeres (26,9 % vollgesättigte Sole)
Der Salzsee der Frankentherme wurde 2007 mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet.
Theater
- Freilandtheater Bad Windsheim, Sommertheater seit 2004 mit Profischauspielern und Amateuren, zeigt Juli bis August im Fränkischen Freilandmuseum eigene Produktionen. Jedes Jahr wird an einem anderen Ort im Museum eine Zuschauertribüne aufgebaut und ein Stück in 30 Aufführungen vor bis zu 10.000 Zuschauern gezeigt. Die Veranstaltung wird vom Bezirk Mittelfranken, der Stadt Bad Windsheim und Firmen und Institutionen der Region unterstützt.
Museen
Sport
Sportliche Aushängeschilder sind der TV 1860 Bad Windsheim (Handball, Volleyball, Turnen, Tennis etc.), der FSV Bad Windsheim (Fußball) und der Tennis Club Bad Windsheim. Die Fußballer und die Handballer spielen jeweils in der Bezirksoberliga Mittelfranken (2007), die Volleyballer in der höchsten mittelfränkischen Liga (Bezirksliga). Die 1. Herrenmannschaft des Tennis Clubs Bad Windsheim spielt in der Bezirksklasse 1. Die Schwimmer des SV 77 Bad Windsheim starten seit 1995 zusammen mit dem TuS Feuchtwangen unter dem Namen SG Frankenhöhe. Die Damenmannschaft der SG stieg 2004 in die Bayernliga auf und richtete im Oktober 2005 in Bad Windsheim die Bayernliga-Vorrunde aus. In Bad Windsheim ist außerdem ein Schachclub vertreten. Am Kur- und Kongress-Center Bad Windsheim befindet sich ein Hochseilgarten. Am 16. Dezember 2005 wurde die Franken-Therme mit Europas größtem beheiztem Salzsee eröffnet. Der Asiansportscenter Bad Windsheim bietet eine Vielzahl and asiatischen Sportarten an. Taekwondo, HapKiDo, Yoga, Pilates, Qigong, Ki DO, etc.. Die Sportler sind Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft. Zahlreiche Deutsche Meister und Internationale Erfolge.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Bad Windsheimer Weinturmlauf, veranstaltet vom Rotary-Club Uffenheim und vom TV 1860 Bad Windsheim, jedes Jahr am zweiten oder dritten Wochenende im März. Gestartet wird über zwei (Schülerlauf), fünf (Hobbylauf) und zehn Kilometer und im Halbmarathon.
- "Melody & More" - Konzertreihe mit sechs Konzerten im Jahr.
- Kurkonzerte finden regelmäßig sonntags, 10.00 Uhr in der Dr. Becker Kiliani Klinik statt
- Die Stadt Bad Windsheim stellt unter dem Titel Galerie im Rathaus Kunstwerke neuer Künstler aus.
- Weinturm Open Air Bad Windsheim (ehrenamtlich organisiertes Musikfestival, findet seit 1977 alljährlich Anfang August auf dem Weinturmshügel statt)
- Altstadtfest Bad Windsheim (komplette Innenstadt abgesperrt, zahlreiche Bands, immer am ersten Wochenende im Juli)
Vereine
- FSV Bad Windsheim
- Turnverein 1860 Bad Windsheim
- Gesangverein 1835 (gemischter Chor)
- Schützengesellschaft 1393/1463 Bad Windsheim
- Tennis Club Bad Windsheim
- Spielmanns- und Fanfarenzug Bad Windsheim
- AMC Bad Windsheim im ADAC e.V.
- Sc. Bad Windsheim 1920 e.V.
- Trachten- und Geselligkeitsverein Frohsinn e.V.
- Asian Sports Center (Moo Duk Kwan e.V. Bad Windsheim)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Bad Windsheim liegt an der stark befahrenen B 470 und an der Bahnstrecke Neustadt (Aisch)–Steinach bei Rothenburg, die in Neustadt an der Aisch an die Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg und in Steinach bei Rothenburg an die Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg angeschlossen ist.
Dienstleistung
Bad Windsheim ist der Sitz der Zentralverwaltung des Auto- und Reiseclub Deutschland e. V. (ARCD).
Ansässige Unternehmen
- GETRAG Getriebe- und Zahnradfabrik Hermann Hagenmeyer GmbH & Cie KG, früher FZ (Fränkisches Zahnradwerk); Fertigung von Schaltungsteilen und Gehäusebearbeitung für namhafte Hersteller in der Automobilbranche. Das Unternehmen beschäftigt 400 Mitarbeiter.
- Heunisch-Guss: Produktion von Gussteilen aus Grauguss, Sphäroguss, Vermicularguss und AL-Kokillenguss für alle Industriezweige, sowie Modellbau, Formenbau und Gussbearbeitung. Das Unternehmen hat 586 Mitarbeiter in Bad Windsheim.
Bildung
Bad Windsheim hat eine staatliche Wirtschaftsschule, drei Grundschulen, darunter die Freie Aktive Gollachschule (bis 2009), eine Hauptschule, zwei Förderzentren, eine Berufsschule und ein Gymnasium.
Söhne und Töchter der Stadt
- Veit Winsheim (1501–1570), Rhetoriker, Philologe, Mediziner und Gräzist
- Georg Peringer, ab 1606 Dombaumeister im Wiener Stephansdom
- Georg Wilhelm Steller (1709–1746), Arzt und Naturwissenschaftler, Teilnehmer der Großen Nordischen Expedition, u.a. Entdecker Alaskas
- Johann Christoph Döderlein (1745–1792), Theologe
- Otto Johann Maximilian Strasser (1897−1974), Nationalsozialist, Bruder von Gregor Strasser
- Hans Ströer (1919–1986), Musiker, Komponist und Pädagoge
- Hermann Ströbel (1941−2008), Politiker, Staatssekretär in Thüringen
- Johannes Gottfried Mayer (* 1953), Medizinhistoriker und Literaturwissenschaftler
- Christoph Zehendner (* 1961), Journalist, Liedermacher, Theologe
- Nevio Passaro (* 1980), deutsch-italienischer Sänger und Songwriter
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120410/174143&attr=OBJ&val=1444
- ↑ Reichsstadtmuseum im Ochsenhof
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Diese Seite wurde zuletzt am 10. April 2012 um 18:21 Uhr geändert.