| Baton Rouge | |
|---|---|
| Spitzname: Red Stick, Hollyrouge | |
| Lage von Baton Rouge im County und in Louisiana | |
| Basisdaten | |
| Gründung: | 1699 |
| Staat: | Vereinigte Staaten |
| Bundesstaat: | Louisiana |
| Parish: | |
| Koordinaten: | 30° 27′ N, 91° 8′ W30.4581-91.140214 Koordinaten: 30° 27′ N, 91° 8′ W |
| Zeitzone: | Central Standard Time (UTC−6) |
| Einwohner: – Metropolregion: | 229.493 (Stand: 2010) 774.327 (Stand: 2007) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.153,8 Einwohner je km² |
| Fläche: | 204,8 km² (ca. 79 mi²) davon 198,9 km² (ca. 77 mi²) Land |
| Höhe: | 14 m |
| Postleitzahl: | 70821 |
| Vorwahl: | +1 225 |
| FIPS: | 22-05000 |
| GNIS-ID: | 1629914 |
| Webpräsenz: | www.brgov.com |
| Bürgermeister: | Melvin L. Holden (D) |
Baton Rouge [ˌbætn̩ˈɹuːʒ] (französisch Bâton-Rouge [bɑtɔ̃ʀuːʒ], wörtlich: Roter Stock) ist seit 1849 die Hauptstadt des US-Bundesstaats Louisiana. Die Stadt befindet sich im East Baton Rouge Parish.
Die ersten Europäer, die 1699 in das Gebiet vordrangen, auf dem sich heute die Stadt Baton Rouge befindet, waren Franzosen. Es handelte sich um eine aus 200 Franko-Kanadiern bestehende Forschungsexpedition unter der Führung von Pierre Le Moyne d’Iberville.
Nach dem Vertrag von Paris im Jahr 1763 fiel das Gebiet an Großbritannien, die Siedlung erhielt den neuen Namen New Richmond. 1783 fiel das Gebiet nach militärischer Niederlage der Briten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an Spanien. Nach einem Aufstand der Bevölkerung gegen die Spanier erfolgte 1810 die Proklamation der Unabhängigkeit als Republik Westflorida; 1817 wurde das Gebiet von Louisiana annektiert.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt kontinuierlich in Folge des Dampfboot-Handels. Beim Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges hatte die Stadt 5500 Einwohner. 1849 wurde Baton Rouge die Hauptstadt Louisianas. Der Architekt James Dakin plant das Old Louisiana State Capitol in der neogotischen Formensprache einer mittelalterlichen Burg mit Blick über den Mississippi. Im Sezessionskrieg wurde die Stadt 1862 kampflos an die Nordstaaten übergeben. Der Regierungssitz wurde nach Opelousas und später nach Shreveport verlegt. Nach Kriegsende diente New Orleans als Sitz der Regierung während der Reconstruction, bis Baton Rouge 1882 wieder Hauptstadt Louisianas wurde.
In den 1950er und 1960er Jahren erlebte Baton Rouge einen Boom der Petrochemie, der eine Ausweitung der Stadt weg von ihrem ursprünglichen Zentrum bewirkte. In den letzten Jahren haben Verwaltung und Geschäftswelt begonnen in das alte Zentrum zurückzukehren. In den 1990ern begann ein Bauboom, in dessen Folge Multi-Millionen-Dollar-Projekte von Neubauten und zur Verbesserung der Lebensqualität im gesamten Stadtgebiet entstanden. Ab 2005 stieg die Bevölkerung in Folge des Zuzugs aus der New Orleans metropolitan area nach dem Hurrikan Katrina sprunghaft an.
Der Port of Greater Baton Rouge ist der am weitesten im Landesinneren gelegene Hochseehafen am Mississippi River. Das United States Army Corps of Engineers hält eine 13,7 m tiefe Fahrrinne von der etwa 400 km flussabwärts gelegenen Mündung des Southwest Pass bis zur alten Huey P. Long Bridge in Baton Rouge frei.[1] Hochseefähige Tanker und Frachtschiffe schlagen hier ihre Ladung (Getreide, Rohstoffe, Autos und Container) um, die mit der Eisenbahn und Pipelines in Ost-West-Richtung und mit aus Leichtern bestehenden Schubverbänden in Richtung Norden transportiert werden.[2]
Der bedeutendste Industriezweig ist die Petrochemie. ExxonMobil betreibt hier die zweitgrößte Ölraffinerie des Landes; sie ist unter den zehn größten Raffinerien der Welt.[3]Dow Chemical Company betreibt ein großes Werk in Iberville Parish bei Plaquemine.[4]
Die Stadt ist der Sitz der Louisiana State University. Größter Arbeitgeber in Baton Rouge ist die öffentliche Verwaltung, die hauptsächlich am "Capitol Park" Komplex angesiedelt ist.[5] Bedeutende Kliniken sind das Our Lady of the Lake Regional Medical Center und das Earl K. Long Medical Center (LSUMC).
Dank öffentlicher Förderung wurde, wie in anderen Städten Louisianas, im Rahmen der "Hollywood South" initiative die Entwicklung einer lokalen Filmindustrie betrieben, für die das neue Celtic Media Centre ein erstes Beispiel ist.[6]
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