Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) wurde im Juni 1946 gegründet und ist die Dachorganisation für 4.579 Fußballvereine in Bayern mit über 1,40 Millionen Mitgliedern und über 30.000 Mannschaften (Stand: Januar 2009). Damit ist der BFV der größte der 21 Landesverbände des DFB.
Der Verband Süddeutscher Fußball-Vereine (VSFV) wurde am 1897 in Karlsruhe als regionaler Dachverband für Fußballvereine in Süddeutschland gegründet und umfasste damals auch das Gebiet des Königreichs Bayern. In Bayern wurde in der Saison 1904/05 ein Gau als Teil des Südkreises des VSFV gebildet. Bayern bildete keinen eigenständigen Regionalverband innerhalb des DFB. Im Zug der Gleichschaltung des Sports durch die Nationalsozialisten lösten sich die Regionalverbände des DFB auf, der süddeutsche Verband beschloss seine Selbstauflösung am 6. August 1933. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) als späterer eigenständiger Landesverband des DFB wurde im Juni 1946 gegründet.
Das Verbandsgebiet erstreckt sich auf den Freistaat Bayern, wobei einige Vereine (auf bayerischem Gebiet) nicht zum BFV, sondern zum Württembergischen Fußball-Verband oder zum Hessischen Fußball-Verband gehören.
Das Verbandsgebiet ist in sieben Bezirke (Oberbayern, Niederbayern, Schwaben, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken) aufgeteilt, die Bezirke wiederum in insgesamt 24 Kreise. Im Jahr 2006 wurde im BFV eine Strukturreform umgesetzt, die in den Bezirken Mittelfranken und Oberfranken eine Reduzierung der Spielkreise zur Folge hatte. Dagegen hat Unterfranken seitdem einen Spielkreis mehr aufzuweisen.
Sitz des BFV ist das Haus des Fußballs in München. Präsident ist seit Ende 2004 Rainer Koch. Zusammen mit dem 18 Personen umfassenden Verbands-Vorstand und dem 6-köpfigen Präsidium leitet er ehrenamtlich den Verband. Über 800 weitere ehrenamtliche Verbandsmitarbeiter und mehr als 60 hauptamtliche Mitarbeiter bilden die Säulen des Fußball-Verbandes und sorgen dafür, dass der Fußball „rollt“.
Rund 16.000 Schiedsrichter sind zusammen mit ehrenamtlichen Spielleitern und Sportrichtern Woche für Woche Garant für die Organisation und den reibungslosen Ablauf des Verbandsspielbetriebes mit über 8.880 Herrenmannschaften, 20.700 Juniorenmannschaften sowie 2100 Frauen- und Mädchenmannschaften. Somit spielen über 31.600 Mannschaften in den einzelnen Ligen des BFV (Stand 2008). Oberste Spielklasse in Bayern ist die Bayernliga mit 18 Mannschaften. Zweithöchste Liga ist die Landesliga, welche in drei Gruppen (Nord, Mitte und Süd) zu je 18 Mannschaften eingeteilt ist.
Zu den satzungsgemäßen Aufgaben des gemeinnützigen Verbandes gehören neben der Durchführung und Förderung eines geregelten und fairen Spielbetriebes viele andere Angelegenheiten.
Der Bayerische Toto-Pokal ist der Fußball-Landespokal des Bundeslandes Bayern. Er wird seit 1998 jährlich unter der Spielleitung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ausgerichtet.
Der Sieger des Finales ist für den DFB-Pokal des nächsten Jahres qualifiziert. Da der BFV zu den drei größten Landesverbänden im DFB gehört, darf er zwei Verbandspokalteilnehmer entsenden. Die zweite Mannschaft wird im Spiel "Verlierer des Finales" gegen "Gewinner des Spiels um Platz 3" ermittelt.
Im Reichsbundpokal konnte Bayern drei mal hintereinander das Endspiel erreichen.
Der BFV ist mit 14 Titeln Rekordsieger des Länderpokals der Männer.
Länderpokal Herren: (14)
Länderpokal Frauen: (2)
Das Verbandsorgan des BFV ist der Bayernsport. Seit dem 1. Oktober 2008 können sich die Fans auf BFV.TV, dem Online-Video-Portal des BFV, Tore und wichtige Szenen von Spielen aus der Bayernliga und den drei bayerischen Landesligen ansehen.
Bayerischer Fußball-Verband (Hrsg.), 50 Jahre Bayerischer Fußball-Verband, Vindelica-Verlag, Gersthofen, 1995
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