Montag, 28. Mai 2012

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Beginenhof

Begijnhof in Amsterdam
Groot Begijnhof Sint-Amandsberg in Gent
Beginenhof in Brügge von außen und der Minnewaterpark

Ein Beginenhof (ndl: begijnhof, fr.: béguinage) ist die typische Wohnanlage der Beginen, die vor allem im belgischen Flandern und in den Niederlanden vorkommt.

Ein Beginenhof liegt in einer Stadt und besteht meistens aus einem um einen Innenhof gruppierten architektonischen Ensemble, bestehend aus kleinen Wohnhäusern der Beginen, einer Kapelle, Nebengebäuden und oft einem größeren Haus für die Beginenmeisterin und mit einem Versammlungsraum. Häufig ist der Innenhof als idyllischer Nutz- und Ziergarten oder Grünanlage gestaltet. Die Anlage ist durch Mauern oder Wassergräben klar von dem Rest der Stadt abgegrenzt. In den Giebeln der Beginenhäuschen befinden sich oft religiöse Sprüche, Heiligen- oder Marienbilder oder die Namen der Schutzheiligen der Bewohnerinnen.

Da es heutzutage fast keine Beginen mehr gibt, werden die Wohnhöfe auch von älteren Leuten, Künstlern und Studenten bewohnt. Die kleinen Häuser sind dazu in der Regel restauriert und renoviert worden. Der Beginenhof in Brügge dient heute einer Gemeinschaft von Benediktinerinnen als Kloster.

Die meisten Beginenhöfe befinden sich in Belgien und sind wegen ihres Alters, der Ruhe und der schlichten harmonischen Architektur malerisch und sehenswürdig. Von ehemals 80 Anlagen sind noch rund 30 erhalten. In den Niederlanden sind noch zwei Anlagen in Amsterdam und Breda erhalten. In Frankreich gibt es keine Höfe mehr.

UNESCO-Welterbe

Von 26 noch erhaltenen flämischen Beginenhöfen hat die UNESCO die Anlagen in folgenden Städten in ihre Liste „Weltkulturerbe” aufgenommen:

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Beguinages – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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