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Mitte Ortsteil von Berlin |
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| Koordinaten | 52° 31′ 10″ N, 13° 24′ 24″ O52.51944444444413.406666666667 Koordinaten: 52° 31′ 10″ N, 13° 24′ 24″ O |
| Fläche | 10,7 km² |
| Einwohner | 81.205 (31. Dez. 2011) |
| Bevölkerungsdichte | 7596 Einwohner/km² |
| Postleitzahlen | 10115, 10117, 10119, 10178, 10179 |
| Ortsteilnummer | 0101 |
| Gliederung | |
| Verwaltungsbezirk | Mitte |
| Ortslagen | |
Mitte ist ein Berliner Ortsteil im gleichnamigen Bezirk und umfasst einen Teil der historischen Stadtteile von Berlin. In ihm liegt das östliche Zentrum der deutschen Hauptstadt mit den ehemaligen Stadtkernen von Alt-Berlin und Cölln, dem Brandenburger Tor, der Straße Unter den Linden, der Humboldt-Universität, der Museumsinsel und dem Fernsehturm. In Mitte befinden sich zahlreiche Einrichtungen des Bundes, der Berliner Senat im Roten Rathaus und das Abgeordnetenhaus von Berlin im Preußischen Landtag sowie zahlreiche Botschaften.
Bis zur Verwaltungsreform im Jahr 2001 war der Ortsteil ein eigener Bezirk. Dieser Bezirk Mitte wurde mit den Bezirken Tiergarten und Wedding zum neuen Bezirk Mitte von Berlin fusioniert.
Die Ortsbezeichnung Mitte wird immer ohne Artikel verwendet, also „Ich wohne in Mitte“, „Wir fahren nach Mitte“. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist damit meist der Ortsteil Mitte gemeint, nicht der neue, durch Fusion entstandene Bezirk Mitte.
Der Ortsteil Mitte wurde 1920 als Bezirk gebildet. Er umfasst das Kerngebiet des alten Berlins. Die Grenzen verlaufen meist quer zu den historischen Stadtteilen. Lediglich die westliche Grenze deckt sich mit dem Verlauf der alten Zollmauer; dort liegt mit dem Brandenburger Tor das Zolltor nach Westen in Richtung der Stadt Brandenburg. Einige Ortsbezeichnungen, die auf weitere Stadttore der Zollmauer hinweisen, liegen heute in angrenzenden Ortsteilen, wie etwa das Kottbusser Tor und das Frankfurter Tor, die sich in Kreuzberg und in Friedrichshain befinden.
Der Ortsteil Mitte gliedert sich heute in eine Reihe von informellen Ortslagen, die auf die ehemalige Doppelstadt Berlin-Cölln und ihre Vorstädte zurückgehen. Einige der Ortslagen sind nicht auf Berlin-Mitte begrenzt, sondern erstrecken sich auch auf benachbarte Ortsteile.
Das alte Berlin entstand an einer Gabelung der Spree, sodass sich eine seichte Furt mit vielen Sandbänken herausbildete. Auf einer erhöhten Sandbank in der Mitte der Spree siedelten die ersten Fischer (genannt Fischerinsel auf der Spreeinsel von Berlin) und es bildete sich ein Marktflecken heraus – am Molkenmarkt stand auch der Roland von Berlin (heute gegenüber auf der anderen Spreeseite am Märkischen Museum).
Die beiden Spreearme sind heute stark umbaut, auf der Insel steht heute im Norden die Museumsinsel. In der Mitte befanden sich früher das Berliner Stadtschloss (1950 gesprengt und abgetragen) und am selben Ort seit 1976 der Palast der Republik, dessen Abriss im Jahr 2009 beendet wurde. Im Süden liegen Gebäude des Wohngebietes Fischerinsel. Am Ostufer der Spree breitet sich heute ein großer Platz mit dem Fernsehturm hin zum Alexanderplatz. Nur einen Steinwurf von der Fischerinsel und dem Molkenmarkt steht das Rote Rathaus und das Nikolaiviertel mit der ältesten Kirche Berlins.
Nachfolgend die Bürgermeister von Mitte zwischen der Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920 und der Verwaltungsreform von 2001. In diesem Zeitraum war der heutige Ortsteil Mitte ein Bezirk mit derselben Ausdehnung.
Der Ortsteil Mitte hat 81.205 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2011) und ist damit der zweitbevölkerungsreichste Ortsteil des Bezirks Mitte. Sein Durchschnittsalter liegt zwischen 40 und 42 Jahren. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung im Ortsteil liegt bei 18,3 %, der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 28,5 %.[1]
Als von Weitem her sichtbare Landmarke stellt der Berliner Fernsehturm in der Nähe des Alexanderplatzes das Zentrum von Berlin-Mitte dar, an dessen Fuß das Rote Rathaus steht. Beginnend mit der Schlossbrücke befinden sich an der Prachtstraße Unter den Linden zahlreiche Gebäude: Der ehemalige Palast der Republik, das Kronprinzenpalais, die Staatsoper, die Neue Wache und die Humboldt-Universität. Das Brandenburger Tor bildet am Pariser Platz die Grenze zum Großen Tiergarten. Auf der Museumsinsel befindet sich die historische Keimzelle der Berliner Museumslandschaft und mit folgenden Museen: Alte Nationalgalerie, Pergamonmuseum, Altes Museum, Bode-Museum und Neues Museum. Weitere bedeutende Museen in Mitte sind das Deutsche Historische Museum im Zeughaus, das Museum für Naturkunde und das Märkische Museum.
Als bedeutende Bauten stehen am Gendarmenmarkt der Deutsche und der Französische Dom. Im Bereich der Friedrichstraße und der Oranienburger Straße finden sich der Friedrichstadt-Palast und die Neue Synagoge sowie die Hackeschen Höfe.
Als Sakralbauten sind folgende bekannt: Berliner Dom, Evangelisch-Lutherische Kirche Berlin, Französische Friedrichstadtkirche, Friedrichswerdersche Kirche (heute als Schinkelmuseum genutzt), Nikolaikirche, Sankt-Hedwigs-Kathedrale, Marienkirche und Zionskirche.
Folgende Theater sind in Mitte ansässig: das Berliner Ensemble, das Deutsche Theater (mit Kammerspielen), die Volksbühne, die Komische Oper Berlin, das Konzerthaus Berlin (früher bekannt als „Schauspielhaus“), das Varietétheater Chamäleon in den Hackeschen Höfen, das Kabarett Die Distel sowie das Maxim-Gorki-Theater/Sing-Akademie, das Theaterhaus Berlin Mitte als zentraler Produktions-und Kommunikationsort für freie darstellende Künste, das Kleine Theater Berlin-Mitte und der Theaterdiscounter. Überregionales Medien- und Theaterfestival ist das jährlich stattfindende Neuropolis.
Darüber hinaus besitzt Mitte weitere erwähnenswerte Bauten und Anlagen: Das St.-Hedwig-Krankenhaus von 1846, die Charité, den Dorotheenstädtischen und den Jüdischen Friedhof, das Nikolaiviertel sowie das Scheunenviertel.
→ Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Mitte
Am Westufer der Spree steht das Zeughaus, von dem sich die Straße Unter den Linden mit vielen Prachtbauten zum Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor erstreckt. Etwas weiter südlich spannt sich vom Molkenmarkt die Leipziger Straße zum Potsdamer Platz. Nördlich der Spreeinsel erstreckt sich die Oranienburger Straße von den Hackeschen Höfen bis zum Oranienburger Tor. Dort beginnt die Friedrichstraße, die nach Süden durch den gesamten Ortsteil verläuft.
→ Siehe auch: Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mitte
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