Freitag, 10. Februar 2012

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Betriebssystem-Shell

In der Informatik bezeichnet man als Shell die Software, die den Benutzer in irgendeiner Form mit dem Computer verbindet. Zu den typischen Aufgaben gehören etwa die Bereitstellung von Kerneldiensten oder das Anbieten von Oberflächen für diverse Systemkomponenten. Der Begriff „Shell“ (englisch für „Hülle“ oder „Außenhaut“) stammt von Muschelschalen und beschreibt entsprechend eine Oberfläche zwischen dem Anwender und dem Inneren (den Kernel-Komponenten) darstellen.

Bei Betriebssystemen gibt es zwei Arten von Shells, die Kommandozeile (englisch Command-Line Interface CLI) und die grafischen Benutzeroberflächen (englisch Graphical User Interface GUI). Jedoch wird umgangssprachlich meist der Kommandozeileninterpreter als Shell bezeichnet. Für die Betriebssysteme Unix / Linux siehe Unix-Shell.

Moderne Versionen von Microsoft Windows verwenden den Windows-Explorer, der eine übliche Arbeitsumgebung mit Startmenü und Taskleiste anbietet. Das seinerzeit verbreitete Windows 3.x verwendete hingegen den Programm-Manager, der sich vom heutigen Desktopkonzept unterschied. In diversen DOS-Varianten dominiert der Kommandozeileninterpreter als Shell.

Mit Windows 7 und Windows Server 2008 führte Microsoft die Windows PowerShell ein, die Administratoren ein nützliches Tool zur Systemadministration liefern soll. Die Windows PowerShell erinnert an die Arbeit mit der Unix-Shell.

Literatur

  • Jörg R. Mühlbacher: Betriebssysteme. Grundlagen. Univ.-Verl. Trauner, Linz 2009. ISBN 3-85499-591-1
  • Jürgen Wolf: Shell-Programmierung - das umfassende Handbuch. Galileo Press, Bonn 2008. ISBN 3-8362-1157-2
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